Ein Revanchefoul verkniff sich Olaf Tabor. Der beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für den Leistungssport zuständige Vorstand sparte sich jegliche Anmerkungen zu der Art, wie das Kanzleramt seinem Dachverband in der vergangenen Woche den Entwurf des neuen Sportfördergesetzes überbracht hatte: knapp zwei Stunden, bevor er öffentlich wurde. Und, ach ja, drei Tage vor dem Münchner Olympiareferendum, vor dem sie im DOSB öffentliche Debatten vermeiden wollten – verständlicherweise.
Debatte um SportfördergesetzDer harte Konter des deutschen Sports
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Der Deutsche Olympische Sportbund lehnt das geplante Sportfördergesetz der Regierung „entschieden“ ab – und fordert klare Verbesserungen. Doch die dürften schwer zu erreichen sein.
Von Johannes Knuth

Sportpolitik:Ein Gesetzesvorhaben, das den deutschen Sport aufwühlen wird
Wie werden deutsche Athleten erfolgreicher bei Großanlässen? Ein Sportfördergesetz der neuen Bundesregierung soll helfen. Der erste Entwurf der Staatsministerin setzt an einer Stelle radikal an: beim Sport selbst.
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