Sport-Sanktionen:Russischer Teilerfolg

Gegen ihren Ausschluss vom internationalen Wettkampfgeschehen haben Russlands Rennrodler einen Zwischen-Erfolg erzielt. Sportler, Trainer und Funktionäre sind vorerst wieder zugelassen, Exekutivmitglieder wurden jedoch gesperrt.

Von SZ, München

Der russische Rennrodel-Verband hat einen Zwischensieg im Rechtsstreit um den Ausschluss seiner Aktiven und Funktionäre aus dem Weltverband FIL erreicht. Die wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verhängten Sanktionen wurden nun vom Schiedsgericht des Verbandes teilweise wieder aufgehoben. Sportler, Trainer und Funktionäre dürfen ab sofort weiter im Einsatz sein. Laut Branchendienst Insidethegames ist dies der erste Fall der Aufhebung eines russischen Einsatz-Verbots im Sport. Die Juristen des Weltverbandes erwägen hiergegen nun den nächsten Schritt, wie die FIL mitteilte: den Gang vor den Sportgerichtshof Cas. Da die Saison vorbei ist, könnten Russlands Rodlerinnen und Rodler letztlich doch ausgeschlossen bleiben.

Nahezu parallel dazu hatten die Nationalverbände von aus Australien, Großbritannien, Kanada, Irland, Neuseeland und den Vereinigten Staaten einen außerordentlichen Kongress am vergangenen Wochenende einberufen. Weitere Anstrengungen, die russischen Vertreter per offiziellem Plenumsbeschluss vorerst von Aktivitäten im Rodelverband zu bannen, gelangen ebenfalls nur teilweise. Der Versuch, den Gesamtverband auszuschließen, scheiterte an der erforderlichen Zweidrittelmehrheit. Knapp angenommen wurde dagegen der Antrag, die vier russischen Mitglieder des Exekutiv-Komitees auszusperren, darunter der ehemalige Weltklasserodler Albert Demtschenko und die russische Verbandspräsidentin Natalia Garth.

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