SZ-Podcast "Und nun zum Sport" Das bayerische Grummeln nach dem Topspiel

Der Vorsprung des BVB auf die Bayern hat viele Gründe: Münchner Formschwächen, Kaderplanung und Dortmunder Rennsemmeln. Beginnt ein Zeitenwandel im deutschen Fußball?

Von Martin Schneider, Christof Kneer und Jonas Beckenkamp

Das 3:2 des BVB im deutschen Bundesliga-Clasico gegen die Bayern an diesem Wochenende war ein erstaunliches Resultat. Dass die Münchner in Dortmund ihre beste Saisonleistung zeigten und trotzdem frustriert zurück blieben, verstärkt den Eindruck, dass sich derzeit die Kräfteverhältnisse neu sortieren. Die Bayern haben ihren Verjüngungsprozess noch gar nicht begonnen, sie kämpfen damit, in ihrem Kader mehrere Unwuchten moderieren zu müssen. Mats Hummels, Jerome Boateng oder Javi Martinez, in der Vergangenheit noch kraftstrotzende Stützen der Mannschaft, durchlaufen eine Schwächephase - manche sehen sie (wie auch Thomas Müller) bereits in den Karriereherbst hineintrudeln. Beim BVB dagegen ist der Neuanfang nach zuletzt schwierigen Jahren bereits erfolgt. Trainer Lucien Favre konnte mit seiner jungen Elf im Topspiel vorführen, was sich in Dortmund an Talent, Tempo und physischer Wucht versammelt hat.

Wie steht es um den Umbruch des FC Bayern, der in dieser Saison in Deutschland das älteste Team der Bundesliga stellt? Wann beginnt auch in München nach teils sehr erfolgreichen Jahren mit heutigen Oldies wie Ribery und Robben die Neuzeit, das große Zukunftsprojekt? Und warum hat Borussia Dortmund auch im Management zuletzt mehr richtig gemacht als der Meister? Diese Fragen stehen im Zentrum einer neuen Folge des SZ-Sportgesprächs "Und nun zum Sport" - zu dem Moderator Jonas Beckenkamp diese Woche SZ-Fußballchef Christof Kneer und Sport-Redakteur Martin Schneider begrüßt. Und irgendwann landet der Talk schließlich sogar bei Christian Lell und Massimo Oddo. Aber hören Sie selbst!

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