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Sport kompakt:Tischtennis-Männer im WM-Finale

Timo Boll und seine Kollegen besiegen Japan und stehen im Endspiel gegen China. Dirk Nowitzki war der prägende Spieler bei der Partie gegen Orlando Magic, Novak Djokovic steht im Finale von Miami, Manchester City patzt im englischen Titelrennen, Aljona Savchenko und Robin Szolkowy gewinnen WM-Titel. Sport kompakt.

Tischtennis, Weltmeisterschaft: Die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft um Rekord-Europameister Timo Boll greift beim WM-Heimspiel in Dortmund nach dem ersten Herren-Teamgold. Die Gastgeber setzten sich im Halbfinale gegen Japan mit 3:1 durch und treffen im Endspiel am Sonntag (13.30 Uhr) auf China. Der Titelverteidiger löste das zweite Finalticket am Samstagabend mit einem 3:0-Erfolg gegen Südkorea.

Tischtennis Team-WM 2012

Schnell und erfolgreich: Timo Boll (im Bild) und seine Kollegen der deutschen Tischtennis-Nationalmannschaft.

(Foto: dapd)

Für die deutschen Herren, die damit zum vierten Mal nach den Silbermedaillen von 2010, 2004 und 1969 im WM-Endspiel stehen, steuerte Boll (Düsseldorf) zwei Siege bei, nachdem Dimitrij Ovtcharov (Orenburg/Russland) die Deutschen in Führung gebracht hatte. Vize-Europameister Patrick Baum (Düsseldorf) musste die erste Niederlage für den Vize-Weltmeister im Turnier hinnehmen.

Die deutschen Damen haben ihr erstes Match in der Platzierungsrunde 5 bis 8 mit 0:3 gegen Japan verloren. Die Auswahl von Bundestrainerin Jie Schöpp hatte am Vortag mit dem 2:3 im Viertelfinal-Krimi gegen Titelverteidiger Singapur ihre Medaillenchance denkbar knapp verpasst.

Fußball, Frauen-Nationalelf: Die deutschen Fußball-Frauen sind auf dem Weg zur EM-Endrunde 2013 in Schweden einen großen Schritt vorangekommen. Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid kam am Samstag im Gipfeltreffen mit Spanien zu einem 5:0 (1:0)-Sieg und führt die Qualifikationsgruppe 2 nun mit 16 Punkten vor dem ernsthaftesten Rivalen (13) an. Vor 11 517 Zuschauern in Mannheim erzielten Celia Okoyino da Mbabi (24./57./68./86. Minute) und Alexandra Popp (61.) die Tore für den siebenmaligen Europameister. Nächster Gegner der DFB-Auswahl ist am kommenden Donnerstag die Schweiz.

Fußball, England: Manchester City hat im Titelrennen der Premier League einen weiteren Rückschlag erlitten. Der Tabellenzweite (71 Punkte) musste sich am Samstag vor eigenem Publikum mit einem 3:3 gegen AFC Sunderland begnügen und ging nach zuvor 16 Heimerfolgen erstmals in dieser Saison im Etihad Stadium nicht als Sieger vom Platz. Damit kann Spitzenreiter Manchester United (73) mit einem Sieg am Montag bei den Blackburn Rovers den Vorsprung sieben Spieltage vor Schluss auf fünf Punkte ausbauen. Spannend bleibt der Kampf um die Champions-League-Plätze. Der FC Chelsea (53) setzte seine Aufholjagd mit einem 4:2 bei Aston Villa fort und bleibt Tottenham Hotspur (55) auf den Fersen. Die Spurs können allerdings am Sonntag gegen Swansea City den Fußball-Club aus London wieder etwas distanzieren. Der Tabellendritte FC Arsenal (58) kassierte eine 1:2-Pleite bei den Queens Park Rangers.

Fußball, Italien: Der AC Mailand hat im Rennen um die italienische Fußball-Meisterschaft einen Dämpfer hinnehmen müssen. Bei Catania Calcio kam der Tabellenführer der Serie A am Samstagabend nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Zwar hatte der Brasilianer Robinho Milan in der 34. Minute in Führung gebracht, Nicolas Spolli (57.) erzielte allerdings den viel umjubelten Ausgleich für die Gastgeber. Trotz des Remis wird Milan (64 Punkte) auch nach dem 30. Spieltag vor Verfolger Juventus Turin (59) stehen, das am Sonntag (20.45 Uhr) den SSC Neapel empfängt.

Curling, WM: Die deutschen Curler sind verheißungsvoll in die Weltmeisterschaft in der Schweiz gestartet. Das Team vom Curling Club Hamburg mit Skip John Jahr besiegte am Samstag in seinem Auftaktspiel in Basel die USA nach hartem Kampf mit 8:6. Die Hamburger holten dabei einen 1:5- und 3:6-Rückstand auf. Neben den WM-Medaillen wird bei dem Turnier auch um wichtige Punkte in der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sotschi gekämpft. Für Jahr und sein Team geht es am Sonntag mit zwei Spielen gegen Kanada (9.00 Uhr) und Frankreich (19.00 Uhr) weiter. Im direkten Duell besiegte Titelfavorit Kanada die Franzosen am Samstag mit 7:5.

Formel 1, Sebastian Vettel: Christian Horner hat Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel gegen Kritik wegen seines Wutausbruchs nach dem Malaysia-Rennen in Schutz genommen. "Keiner kann Sebastian einen Vorwurf dafür machen, dass er in dieser Situation ein bisschen frustriert war", sagte Horner. Red-Bull-Pilot Vettel hatte am vergangenen Sonntag in Sepang wegen eines Reifenplatzers nach einer Kollision mit HRT-Fahrer Narain Karthikeyan Platz vier eingebüßt und war als Elfter punktlos geblieben. Danach bezeichnete der Titelverteidiger den Inder im TV als "Gurke" und "Idiot". "Diesen Jungs wird unmittelbar danach ein Mikrofon vor die Nase gehalten", erklärte Horner am Freitagabend, "natürlich ist er verärgert und lässt seinen Frust raus." Schon eine halbe Stunde nach dem Rennen sei Vettel in der Nachbesprechung mit den Ingenieuren wieder beherrscht gewesen. Die Rennkommissare hatten Karthikeyan die Schuld für den Unfall zugesprochen und ihn nachträglich mit einer Zeitstrafe von 20 Sekunden belegt. Der HRT-Pilot hatte Vettel später eine "Heulsuse" genannt, zumal der Deutsche ihm noch auf der Strecke den Mittelfinger gezeigt hatte. Spekulationen um eine Bestrafung Vettels hatte der Weltverband jedoch zurückgewiesen.

Tennis, Miami: Novak Djokovic fehlt beim Tennis-Turnier in Miami nur noch ein Sieg zur Titelverteidigung. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien erreichte am Freitag (Ortszeit) durch einen 6:0, 7:6 (7:5)-Halbfinalerfolg über den Argentinier Juan Mónaco zum vierten Mal das Endspiel der mit 3,97 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung. "Ich habe sehr gut begonnen, war sehr aggressiv. Ich denke, es war ein interessantes Match, für uns und die Fans, und ich bin froh, dass ich im Endspiel stehe", sagte Djokovic. Im Finale trifft der Miami-Champion von 2007 und 2011 auf Andy Murray. Im Damen-Finale trafen am Samstag die Weltranglisten-Zweite Maria Scharapowa und die Polin Agnieszka Radwanska aufeinander.

Tischtennis-WM in Dortmund

Fiese Schnibbelkönige vom Pausenhof