Sport kompakt Neureuther verpatzt Start in die Olympiasaison

Felix Neureuther wird beim ersten Slalom der Saison nur 25., Schwimmer Paul Biedermann verbessert erneut einen Weltrekord, Eisschnellläuferin Friesinger enttäuscht.

Skirennfahrer Felix Neureuther hat einen misslungenen Start in den Olympia-Winter erwischt. Beim ersten Weltcup-Slalom der Saison im finnischen Levi kam der Partenkirchener am Sonntag nicht über den 25. Platz hinaus. Den Sieg holte sich der Österreicher Reinfried Herbst vor Ivica Kostelic aus Kroatien und dem französischen Disziplin-Weltcupverteidiger Jean-Baptiste Grange. Neureuther hatte nach einem verhaltenen ersten Lauf den Finaldurchgang engagiert begonnen, aber bei einem Fahrfehler viel Zeit verloren. Fritz Dopfer aus Garmisch und Stefan Kogler aus Schliersee hatten den zweiten Lauf verpasst. _________________________________________________________________

Felix Neureuther hat einen misslungenen Start in den Olympia-Winter erwischt und schied im ersten Rennen aus

(Foto: Foto: Reuters)

Paul Biedermann hat seinen Weltrekord über 200 Meter Freistil am Sonntag beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin auf 1:39,37 Minuten verbessert. Nicht für das Finale qualifiziert hatte sich der 14-malige Olympiasieger Michael Phelps aus den USA. Der deutsche Doppel-Weltmeister aus Halle an der Saale hatte am Vortag über 400 Meter Freistil in 3:32,77 bereits eine zuvor nie erzielte Zeit geschafft. Weltrekorde schwammen auch der Russi Jewgeni Korotischkin in 48,48 über 100 m Schmetterling, die Chinesin Liu Zige in 2:00,78 über 200 Meter Freistil, der Südafrikaner Cameron van der Burgh in 55,61 über 100 Meter Brust und Jessica Hardy aus den USA in 28,80 Sekunden über 50 Meter Brust. Jeweils auf Platz zwei erzielten die Heidelbergerin Janne Schäfer in 29,55 Sekunden Europarekord und der Hamburger Steffen Deibler in 49,23 hinter Korotischkin deutschen Rekord.

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Anni Friesinger-Postma läuft weiter ihrer Form hinterher. Die 32-Jährige musste sich beim zweiten Eisschnelllauf-Weltcup auf ihrer Lieblingsbahn im niederländischen Heerenveen über 1000 m in 1:17,36 Minuten mit dem siebten Platz zufrieden geben. Es siegte die Kanadierin Christine Nesbitt (1:15,47) vor den Niederländerinnen Annette Gerritsen (1:16,03) und Natasja Bruintjes (1:16,08). Am Vortag war Friesinger über 1500 m nicht über Rang fünf hinausgekommen. Vergangenes Wochenende beim Weltcup-Auftakt in Berlin hatte Friesinger über 1500 m (Platz 7) und 1000 m (Rang 15) enttäuscht. Die 16-malige Weltmeisterin machte unter anderem Probleme am rechten Knie und am linken Knöchel für den Fehlstart verantwortlich. ___________________________________________________________________

Kapitän Dirk Nowitzki steuert mit den Dallas Mavericks in der NBA wieder auf Erfolgskurs. Dagegen verlor Chris Kaman das deutsche Fernduell in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga mit den L.A Clippers gegen Toronto: Nach der 83:92-Niederlage in San Antonio feierten die "Mavs" unter der Regie von Nowitzki mit dem 89:77 bei den Minnesota Timberwolves den sechsten Saisonsieg. Der 2,13 Meter-Riese kam auf 20 Punkte und war damit bester Werfer vor 12.372 Zuschauern im Target Center von Minnesota. Mit neun Rebounds und zwei Assists war Nowitzki bei seinem knapp 20-minütigen Einsatz auch der effektivste Spieler im Team. Nowitzkis Nationalmannschaft-Kollege Chris Kaman war zwar mit 25 Punkten beim 89:104 der Clippers gegen die Raptors trotz einer Viruserkrankung der treffsicherste Werfer, aber der Deutsch-Amerikaner konnte die siebte Niederlage nicht verhindern. Mit 3:7 Siegen blieb das Team in der Pacific Divison auf dem letzten Platz - weit hinter den LA Lakers (7:2), die aber mit dem 79:105 bei den Denver Nuggets eine bittere "Pille" schlucken mussten. _________________________________________________________________

Die von Olympiasieger Ole Bischof angeführten Judoka des TSV Abensberg haben sich zum 15. Mal den Titel des deutschen Mannschaftsmeisters gesichert. Die Niederbayern gewannen den Endkampf des Finalturniers in Hamburg gegen den Gastgeber Hamburger Judo-Team nach 2:5-Rückstand am Ende auch dank eines Punktes von Bischof noch mit 7:5. Die Hamburger hatten zuvor vor 1000 Zuschauern in der Sporthalle Wandsbek im Halbfinale den KSV Esslingen 7:4 besiegt. Abensberg bezwang auf dem Weg zum 8. Titel in Reihenfolge seit 2002 in der Vorschlussrunde den JC Leipzig mit 7:5. _________________________________________________________________

Luxus-Auto verpasst, 56 000 Euro kassiert: Fabian Hambüchen ist am Sonntag bei der Champions Trophy nur haarscharf am Gesamterfolg vorbeigeschrammt. Bei der mit insgesamt 70.000 Euro bestdotierten Wettkampfserie der Turner musste der deutsche Topstar in Stuttgart dem Russen Maxim Dewjatowski den Tagessieg (90,325) wie auch den für den Gesamterfolg ausgelobten Nobelwagen im Wert von über 50.000 Euro überlassen. Fünf Wochen nach seinem Außenbandriss vor der WM in London kam der Mehrkampf-Europameister beim Finale auf einen guten zweiten Platz (90,05), den er am Ende auch im Gesamt-Klassement (23 Punkte) nach vier Stationen hinter dem Ex-Europameister (25) einnahm. 15 000 Euro bekam der Hesse dafür extra, was seine Preisgeld-Einnahmen aus der Trophy auf insgesamt 56 000 Euro schraubte.