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Sport kompakt:Milde Strafe für van Buyten

Van Buyten nur ein Spiel gesperrt, Polizei ermittelt gegen rechtsextreme Fans in der Bezirksklasse, Glock muss Formel-1-Saison beenden. Sport kompakt

Der FC Bayern München muss nur im Champions-League-Rückspiel am 3. November gegen Girondins Bordeaux auf Thomas Müller und Daniel van Buyten verzichten. Die beiden Profis des deutschen Fußball-Rekordmeisters wurden nach ihren Platzverweisen im Hinspiel in Frankreich (1:2) jeweils für eine Partie gesperrt, teilten die Bayern auf ihrer Internetseite mit. Müller war am vergangenen Mittwoch wegen wiederholten Foulspiels in der 30. Minute mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen worden, van Buyten hatte kurz vor Spielende wegen einer Notbremse die Rote Karte erhalten. Das Duo steht den Münchnern damit im fünften Gruppenspiel am 25. November gegen den israelischen Meister Maccabi Haifa wieder zur Verfügung.

Ein Spiel gesperrt: die Bayern Thomas Müller (links) und Daniel van Buyten.

(Foto: Foto: ap)

Nach rechtsextremer Randale mit drei zum Teil Schwerverletzten in der Leipziger Fußball-Bezirksklasse hat Sachsens Polizeipräsident Bernd Merbitz die Aufklärung der Vorfälle zur Chefsache erklärt und die eingesetzte Ermittlungsgruppe von acht auf 16 Beamte aufgestockt. "Es sind einige Fragen zu klären, die mich auch intern interessieren", sagte Merbitz im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Beim Achtligaspiel des für sein linksgerichtes Fanpotenzial bekannten Vereins Roter Stern Leipzig im Vorort Brandis hatten etwa 50 teilweise vermummte Rowdys unmittelbar nach Spielbeginn den "Sportplatz der Freundschaft" gestürmt und mit Zaunlatten und Stangen Jagd auf Anhänger von Roter Stern gemacht. Die in die Kritik geratene Polizei war zunächst nur mit einem Streifenwagen und erst nach Ende der Gewalt-Attacke mit Einsatzkräften zur Stelle. Aufgrund zahlreicher vorliegender Fotos und Zeugenaussagen sind rasche Fahndungserfolge der Polizei zu erwarten. Eine Sprecherin des Vereines Roter Stern erklärte, dass einige Angreifer namentlich bekannt seien und der rechten Szene angehören.

Der Wechsel von Schalkes Torwart Manuel Neuer zum deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München ist wieder ein Thema. Münchner Medien spekulieren am Dienstag über einen neuen Versuch des FC Bayern, den Torhüter vom FC Schalke 04 nach München zu locken. Zwar hatte Schalkes Trainer Felix Magath nach einer Anfrage vom Rekordmeister einem Wechsel ein Veto erteilte, doch die klamme Finanzsituation der Gelsenkirchener nährt das Gerücht ebenso wie eine Äußerung von Talkmaster Günther Jauch im TV-Sender Sky. Jauch hatte behauptet, aus sicherer Quelle zu wissen, dass Neuer in der Winterpause nach München wechselt. Magath sagte hingegen: "Die Situation ist nicht anders als im Sommer. Da wurde uns auch schon nachgesagt, dass wie aus finanzieller Not Spieler verkaufen müssen. Aber bei Manuel Neuer wird das nicht so sein."

Fußball-Weltmeister Guido Buchwald hat die sportliche Führung des VfB Stuttgart um Horst Heldt massiv kritisiert. "Es ist falsch investiert worden. Die Neuzugänge haben bei weitem nicht die Erwartungen erfüllt", sagte der 48 Jahre alte Ehrenspielführer des schwäbischen Bundesligisten in einem Interview mit der Main Post. "Es tut weh, richtig weh, als Ehrenspielführer des VfB dem VfB zuschauen zu müssen. Diese Mannschaft ist, wie sie sich präsentiert, keine Einheit - obwohl sie mit so großen Erwartungen in die Saison gestartet war." Außerdem kündigte Buchwald eine baldige Rückkehr in die Bundesliga an. "Ich bin heiß darauf - vor allem, wenn ich sehe, wer hier so alles gehandelt wird. Ich habe das Gefühl, ich könnte wirklich etwas bewegen", sagte er. Zuletzt war Buchwald vor knapp zwei Jahren als Trainer des Zweitligisten Alemannia Aachen gescheitert.

"Ich glaube, ich hätte gelacht - was willst Du denn machen? So konsterniert habe ich den Jens selten gesehen." (Der mittlerweile gelassene Ex-Torwart Oliver Kahn über die Spiel-Verzögerung eines Balljungen gegen Stuttgarts Keeper Jens Lehmann)

Timo Glock wird auch beim Finale der Formel 1 aus gesundheitlichen Gründen fehlen. "Ich wäre so gern gefahren, gerade beim letzten Rennen, gerade auf einer neuen Strecke", sagte Glock am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Verletzungen am Rücken und in der Kniekehle, die er am 3. Oktober in Japan erlitten hat, lassen einen Start aber noch nicht zu. Erst in 14 Tagen soll Glock wieder vollkommen fit sein. In Abu Dhabi wird wie schon in Brasilien der Japaner Kamui Kobayashi im Cockpit des Glock-Toyotas Platz nehmen. Der Wersauer war in der Qualifikation in Suzuka mit rund 200 Stundenkilometern in die Reifenstapel gekracht. Nachträglich hatten die Mediziner der Sportklinik Bad Nauheim festgestellt, dass Glock eine leichte Fraktur der vorderen 11. und 12. Brustwirbel erlitten hatte. Zudem macht ihm noch immer eine Entzündung in der Kniekehle zu schaffen, nachdem eine lange Schnittwunde in Japan genäht worden war. Glock wird dennoch nach Abu Dhabi reisen, wo am Sonntag erstmals ein Formel-1-Lauf stattfindet. Der 27-Jährige ist derzeit für 2010 ohne Vertrag. Manager Hans-Bernd Kamps rechnet aber mit einer recht baldigen Klärung. "Wir wollen in den nächsten 14 Tagen durch sein", sagte er der dpa.

Der schwer verletzte Boris Zahumensky vom Eishockey-Oberligisten EV Landsberg liegt nicht mehr im künstlichen Koma. Wie der Club auf seiner Internetseite berichtete, ist der Zustand des 24 Jahre alten Slowaken stabil. Nach dem Bruch von fünf Wirbeln im Hals- und Brustbereich konnte der Verteidiger nach Club-Angaben Arme und Beine bewegen. Alles Weitere müsse abgewartet werden, sagte Trainer Norbert Zabel, der Zahumensky im Krankenhaus besuchte. "Wir müssen jetzt alle die Daumen drücken", ergänzte der Landsberger Coach. Sein Verteidiger, der sich am Freitag im Spiel gegen Dortmund nach einem fürchterlichen Sturz gegen die Bande verletzt hatte, liegt auf der Intensivstation eines Münchner Krankenhauses. Möglicherweise muss Zahumensky in den kommenden Tagen erneut operiert werden. Für Dienstag war ein Besuch der Mannschaft beim Teamgefährten geplant.

Große Ehre für den Deutschen Fußball-Bund (DFB): Die Europäische Fußball-Union UEFA zeichnet den DFB nach dem EM-Triple durch die U19-, U17- und U21-Teams erstmals mit der Maurice-Burlaz-Trophäe für die beste Nachwuchsarbeit in Europa aus. Damit löst der DFB den spanischen Fußball-Verband RFEF ab, der zuvor dreimal in Folge den Pokal gewonnen hatte. "Die Auszeichnung erfüllt uns alle mit großer Freude und Stolz. Der Preis ist die Bestätigung für uns als Verband, personifiziert durch Sportdirektor Matthias Sammer, dass wir gemeinsam mit den Klubs und unseren Landesverbänden bei der Elite- und Talentförderung auf dem richtigen Weg sind", erklärte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. Die Ehrung findet am 7. Dezember in Nyon in der Schweiz statt. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen.

Arminia Bielefeld hat seine beeindruckende Siegesserie in der 2. Fußball-Bundesliga ausgebaut. Der Bundesliga-Absteiger gewann das Ostwestfalenderby beim SC Paderborn 2:0 und liegt nach dem siebten Erfolg in Serie mit 24 Punkten an der Tabellenspitze drei Zähler vor dem 1. FC Kaiserslautern. Zudem ist die Arminia seit 581 Minuten in der Liga ohne Gegentor. Für den SC war es vor 15.000 Zuschauern die erste Heimniederlage in dieser Spielzeit.

Fußball-Bundesligist Hannover 96 bangt vor dem Punktspiel am Samstag beim 1. FC Köln um den Einsatz von Christian Schulz. Der Mittelfeldspieler zog sich am Wochenende beim Heimsieg gegen den VfB Stuttgart einen Nasenbein- und Fingerbruch zu. Das teilte der Verein am Dienstag mit. Schulz wird bis Donnerstag auf jeden Fall mit dem Training aussetzen. Ob der 26-Jährige in der Domstadt auflaufen kann, wird sich kurzfristig klären.

Frauen-Tennis: WTA-Finale

Langes Weißes statt Tennisdress