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Sport kompakt:Mainz blamiert sich in Rumänien

Der FSV Mainz 05 verliert gegen Gaz Metan Medias im Elfmeterschießen und verpasst damit die Play-off-Runde der Europa League, Felix Magath will Diego notfalls auf die Tribüne setzen, japanischer Fußballer Matsuda erliegt den Folgen eines Herzinfarkts.

Für den FSV Mainz 05 ist der europäische Wettbewerb überraschend schnell beendet: Der Tabellenfünfte der vergangenen Bundesligasaison verlor das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde in der Europa League beim aktuell Tabellenletzten aus Rumänien, Gaz Metan Medias, mit 4:5 (1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen. Marcel Risse hatte Mainz in der 31. Minute in Führung gebracht, in der 61. Minute konnten die Rumänen durch Bawab jedoch ausgleichen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel zeigte drei Tage vor dem Bundesligastart gegen Bayer Leverkusen eine enttäuschende Leistung. Durch viele Ballverluste im Mittelfeld ermöglichten die Mainzer den Gastgebern immer wieder, Angriffe aufzubauen. In der Verlängerung schwanden den Rumänen die Kräfte, Mainz war überlegen, aber nicht zielstrebig genug. Bei der ersten Europacup-Teilnahme 2005/06 hatte Mainz unter dem heutigen Dortmunder Trainer Jürgen Klopp die Qualifikation überstanden, war in der 1. Hauptrunde aber am späteren Sieger FC Sevilla gescheitert.

Gaz Metan Medias vs Mainz

Für den FSV Mainz 05 ist die Europa League schon nach der Qualifikationsrunde zu Ende.

(Foto: dpa)

Felix Magath hat Spekulationen über eine Rückkehr von Spielmacher Diego beim VfL Wolfsburg eine Absage erteilt. Der in Ungnade gefallene Brasilianer trainiert zwar mit der Mannschaft des Fußball-Bundesligisten, wird aber bei Spielen nicht berücksichtigt. "Der Verein und ich sind uns einig, dass Diego nicht spielen muss und verkauft werden soll. Und in der Not können wir ihn auch behalten, ohne ihn spielen zu lassen", erklärte Magath im Interview auf Zeit online. Der VfL-Trainer hat aus der Niederlage im Pokal gegen Viertligist RB Leipzig weitere Konsequenzen gezogen und Nationalspieler Marcel Schäfer als Kapitän abgesetzt. "Er hat es sehr gut gemacht in der vergangenen Saison, sonst hätten wir den Klassenerhalt nicht geschafft. Aber nach der Leistung im Pokalspiel sehe ich mich gezwungen, Veränderungen innerhalb der Mannschaft vorzunehmen", sagte Magath.

Der Wechselzwist um Aleksandar Ignjovski ist beendet. Der 20 Jahre alte Verteidiger erhält bei Werder Bremen einen Dreijahresvertrag bis 2014 und nahm am Donnerstag erstmals am Training des Fußball-Bundesligisten teil. Ein Einsatz im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstag ist laut Geschäftsführer Klaus Allofs aber nicht vorgesehen. "Das ist ein Wechsel für die Zukunft", betonte Allofs. Er hatte zuvor mit dem Bremer Aufsichtsrat über den Transfer des jungen Serben gesprochen, der zuletzt für 1860 München in der 2. Liga gespielt hatte. Die Transferrechte sollen bei OFK Belgrad liegen. Zu den komplizierten Ablösemodalitäten wollte Allofs nicht sagen.

Der japanische Fußball-Profi Naoki Matsuda ist am Donnerstag an den Folgen seines im Training erlittenen Herzinfarktes gestorben. Das gab sein Klub, der Drittligist Matsumoto Yamaga, bekannt. Der 30-malige Nationalspieler wurde 34 Jahre alt. Matsuda war am Dienstag während des Trainings kollabiert und in eine Klinik in Matsumoto, 180 Kilometer nordwestlich von Tokio gelegen, eingeliefert worden. Am Mittwoch hatten die behandelnden Ärzte den Zustand Matsudas, der bewusstlos im Krankenhaus angekommen war und künstlich beatmet werden musste, als "extrem kritisch" bezeichnet. Matsuda gehörte bei der Heim-WM 2002 zum japanischen Team, das im Achtelfinale 0:1 gegen die Türkei verlor.

Der beim Hamburger SV in die zweite Mannschaft abgeschobene Fußball-Profi Guy Demel hat die Klubführung und Trainer Michael Oenning aufs Schärfste kritisiert. "Ich habe Probleme mit dem Trainer und dem Präsidenten. Mit den Leuten, die einem nicht die Wahrheit ins Gesicht sagen können", wurde der Nationalspieler von der Elfenbeinküste am Donnerstag in mehreren Hamburger Zeitungen zitiert. Seinen bis 2012 laufenden Vertrag will der Abwehrspieler bei der zweiten Mannschaft aussitzen oder aber einen ablösefreien Wechsel erzwingen. "Dann bleibe ich halt ein Jahr hier und gehe dann ablösefrei", sagte Demel, der von Oenning nach mageren sportlichen Leistungen aussortiert wurde.

Fußball-Rekordmeister Bayern München droht in den Play-off-Spielen zur Gruppenphase der Champions League ein schweres Los. Der zweimalige russische Meister Rubin Kasan gehört zu den fünf Teams, die den Bayern am Freitag in Nyon als Gegner zugelost werden können. Kasan hatte in der Saison 2008/2009 mit einem Sieg beim FC Barcelona für Aufsehen gesorgt. Im Topf befinden sich zudem die nationalen Vizemeister Twente Enschede (Niederlande), Odense BK (Dänemark) und FC Zürich (Schweiz) sowie Udinese Calcio, in der vergangenen Saison Vierter der italienischen Serie A. Nationalspieler Bastian Schweinsteiger sieht sein Team unabhängig vom Gegner in der Rolle des Favoriten. "Der Gegner, der uns zugelost wird, wird nach der Auslosung mehr schlucken als wir", sagte Schweinsteiger.

Wimbledon-Halbfinalistin Sabine Lisicki hat im Schnelldurchgang das Achtelfinale beim WTA-Turnier in San Diego erreicht. Die Berlinerin bezwang in der zweiten Runde die bereits 40 Jahre alte Japanerin Kimiko Date-Krumm in nur 57 Minuten mit 6:1, 6:2 und hatte es wie schon in ihrem Auftaktmatch gegen die Ungarin Greta Arn (6:0, 6:2 in 52 Minuten) eilig. Auch in der Runde der letzten 16, in der Coco Vandenweghe aus den USA wartet, erscheint die Aufgabe für Lisicki lösbar. Im Viertelfinale würde dann ein Duell mit der an Nummer eins gesetzten Russin Wera Zwonarewa drohen. Neben Lisicki steht in San Diego auch noch Andrea Petkovic im Achtelfinale, in dem es die Nummer zwei der Setzliste mit Virginie Razzano (Frankreich) zu tun bekommt.

Der schottische Meister Glasgow Rangers und der ukrainische Vize-Champion Dynamo Kiew sind in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation gescheitert. Kiew musste sich am Mittwoch beim russischen Vertreter Rubin Kasan mit 1:2 geschlagen geben und schied nach der 0:2-Heimniederlage aus. Die Rangers kamen nach ihrer 0:1-Hinspielpleite nicht über ein 1:1 bei Malmö FF hinaus und verpassten ebenfalls die letzte und entscheidende K.o.-Runde. Dagegen darf der österreichische Titelträger Sturm Graz mit dem deutschen Trainer Franco Foda weiter vom erstmaligen Einzug in die Champions League seit elf Jahren träumen. Nach dem 1:1-Remis im Hinspiel in Tiflis mühten sich die Grazer gegen den georgischen Meister FC Sestaponi zu einem 1:0 (0:0).

© dpa/sid/dapd/sueddeutsche.de/thob
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