Sport kompakt:Irland gibt nicht auf

Irland fordert erneut eine Wiederholung des Skandal-Relegationsspiels, Donovan ist wertvollster Spieler der MLS, zum America's-Cup-Streit gibt es ein neues Urteil. Sport kompakt

Der irische Fußball-Verband hat beim Weltverband FIFA ein zweites Mal eine Wiederholung des Play-off-Spiels in Frankreich beantragt, in dem die Franzosen nur durch ein Hand-Tor von Thierry Henry die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika geschafft hatten. Der französische Verband FFF reagierte auf diesen erneuten Vorstoß umgehend mit Ablehnung: "Die FFF versteht die Enttäuschung und Verbitterung der irischen Spieler, Verantwortlichen und Fans", hieß es in einer Erklärung vom Freitagabend. "Während Spielen sind Schiedsrichterentscheidungen aber endgültig. Deshalb kann das Resultat nicht geändert und das Spiel nicht wiederholt werden. Die FIFA-Entscheidung ist bindend und gilt für beide Verbände." Die Franzosen betonten, Henrys Handspiel nicht abgestritten zu haben. Am Freitag hatte der französische Kapitän Thierry Henry sogar selbst gesagt, dass eine Wiederholung "die gerechteste Lösung" wäre, dies aber nicht in seiner Macht läge. Er schäme sich für die Art, wie die Franzosen das WM-Ticket erworben hätten. _________________________________________________________________

Sport kompakt: Das Handspiel von Thierry Henry (rechts) wird ohne Folgen bleiben.

Das Handspiel von Thierry Henry (rechts) wird ohne Folgen bleiben.

(Foto: Foto: AFP)

"Jetzt wird er bald 60. Du kannst doch nicht mit einem langen Bart da unten sitzen und die Stollen kontrollieren." (Bayern-Präsident Franz Beckenbauer in der Bild-Zeitung über Hoeneß' bevorstehenden Abschied vom Manager-Posten). _________________________________________________________________

"So wie mein Vorgänger gesagt hat: 'Freunde der Sonne, so nicht!'" (Kapitän Mark van Bommel vom FC Bayern München fühlt sich in einer Zeitung falsch zitiert und zitiert deshalb Stefan Effenberg)________________________________________________________________

Der frühere Bundesligaprofi Landon Donovan ist zum wertvollsten Spieler der nordamerikanischen Fußball-Profiliga Major League Soccer (MLS) gekürt worden. In der von Spielern, Trainern, Klub-Managern und der Presse vorgenommenen Wahl setzte sich der 27 Jahre alte US-Nationalspieler von LA Galaxy gegen Jeff Cunningham (FC Dallas) und Shalrie Joseph (New England Revolution) durch. "Es ist toll, wenn man als Einzelner in einem Mannschaftssport ausgezeichnet wird. Es macht mich besonders stolz, dass die Spieler der Liga mich gewählt haben. Das ist schon etwas Besonderes", sagte Donovan. Der frühere Münchner und Leverkusener Profi trifft an der Seite von David Beckham mit dem zweimaligen Meister aus Los Angeles im MLS-Finale am Sonntag in Seattle auf das Überraschungsteam Real Salt Lake. _________________________________________________________________

Der Fußball-Weltverband Fifa wird künftig gemeinsam mit der internationalen Vereinigung der Profifußballer FIFPro eine Weltauswahl der elf besten Spieler des Jahres ehren. Dieses Superteam soll erstmals auf der FIFA World Player Gala 2009 am 21. Dezember im Kongresshaus Zürich ausgezeichnet werden, auf der auch der Weltfußballer des Jahres geehrt wird. Die Weltauswahl von FIFA und FIFPro wird von mehr als 50.000 Berufsspielern auf der ganzen Welt gewählt, die ihre Stimme für den besten Spieler auf jeder Position abgeben. Die FIFPro vergab diesen Preis bereits 2005 bis 2008 unter Verwendung desselben Wahlverfahrens. _________________________________________________________________

Das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) fordert vom mutmaßlichen Dopingsünder Davide Rebellin Schadenersatz. Der beim Gewinn seiner Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Peking mutmaßlich gedopte Radprofi müsse für den von ihm verursachten Imageschaden aufkommen, berichtete die "Gazzetta dello Sport" am Freitag. Das CONI habe bereits einen Anwalt mit der Durchsetzung der Forderungen beauftragt. Der 38-Jährige war positiv auf das EPO-Präparat CERA getestet worden. Ihm droht eine zweijährige Sperre. Das CONI fordert von Rebellin neben Schadenersatz auch die Rückgabe der Silbermedaille sowie der Medaillenprämie in Höhe von 75 000 Euro. _________________________________________________________________

Der italienische Fußball-Erstligist AC Siena, Schlusslicht in der Serie A, wird verkauft. Die toskanische Bank Monte dei Paschi di Siena, Sponsor und Garant aller finanziellen Operationen des Vereins, will Klubpräsidenten Giovanni Lombardi Stronati an der Führung des krisengeschüttelten Klubs ersetzen. Stronati hält ein 80-prozentiges Aktienpaket an Siena. Nach Angaben der Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport interessiert sich der Bauunternehmer Giambattista Bergnini, der im Aufsichtsrat von Atalanta Bergamo sitzt, für den toskanischen Verein. Die Siena-Tifosi bereiten unterdessen eine Protestkundgebung für Sonntag vor, um den Besitzerwechsel zu fordern. Sie planen einen Protestzug durch die Innenstadt. Eine Delegation von Fans forderte ein Treffen mit dem Bürgermeister Sienas, Maurizio Cenni.

Die Fußballerinnen von Turbine Potsdam stehen in der Champions League vor einer schweren Viertelfinal-Aufgabe und einem möglichen deutschen Halbfinal-Duell. Sollte sich der deutsche Meister gegen den norwegischen Champion und Pokalsieger Røa IL Oslo durchsetzen, könnte danach der FCR Duisburg warten. Dies ergab die Auslosung am Freitag bei der Europäischen Fußball-Union UEFA in Nyon. Turbine-Trainer Bernd Schröder zeigte sich anschließend froh darüber, dass die beiden deutschen Vertreter nicht schon in der Runde der letzten Acht gegeneinander spielen müssen. Einen Vergleich gegen Duisburg würde es Mitte April zudem nur geben, wenn sich auch der UEFA-Cup- und DFB-Pokalsieger im Viertelfinale gegen Arsenal London durchsetzt. "Dass beide deutsche Teams bereits im Halbfinale aufeinandertreffen könnten, ist allerdings auch schade", meinte der Turbine-Coach, fügte aber hinzu, "dass der Einzug in die Runde der letzten Vier kein Selbstläufer und Spaziergang wird". _________________________________________________________________

Sprinter Tyson Gay und Doppel-Weltmeisterin Sanya Richards sind die US-Leichtathleten des Jahres 2009. Gay wurde im August in Berlin Vize-Weltmeister hinter Weltrekordler Usain Bolt und verbesserte in diesem Jahr den US-Rekord auf 9,69 Sekunden. Richards gewann bei der WM die Titel über 400 m und mit der 4x400-m-Staffel. Beide Athleten erhielten die Auszeichnung, die nach Leichtathletik-Legende Jesse Owens benannt ist, zum jeweils zweiten Mal in ihrer Karriere. _________________________________________________________________

Ski-Stars in the City: Mit den Weltmeistern Maria Riesch und Manfred Pranger an der Spitze trifft sich ein Teil der alpinen Slalom-Elite zum zweiten Show-Skirennen in Moskau. Nach Felix Neureuthers Sieg bei der Premiere des Rampen-Events im Januar sollen an diesem Samstag (18.00 Uhr) auch Riesch und Co. Werbung für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi machen. "Erstmals ist auch eine Damen-Konkurrenz in Moskau geplant. Als amtierende Slalom-Weltmeisterin habe ich die Einladung der Veranstalter zu diesem Rennen gerne angenommen", sagte die Partenkirchenerin vor der Abreise "FIS Champions Cup". Obwohl Titelverteidiger Neureuther den Trip in die russische Hauptstadt auslässt, um sich bis zu den Winterspielen in Vancouver voll auf den Weltcup zu konzentrieren, hat der Deutsche Skiverband(DSV) in Riesch und Fanny Chmelar ein Duo am Start. "Fanny und ich freuen uns darauf, die deutsche Fahne in diesem Jahr hochzuhalten", meinte Riesch, die am vergangenen Samstag beim Slalom im finnischen Levi ihren ersten Saisonsieg gefeiert hatte. _________________________________________________________________

Eine Austragung des America's Cup 2010 in Valencia wäre rechtens. Dies entschied die New Yorker Richterin Shirley Kornreich am Donnerstag und brachte damit Bewegung in den monatelangen Streit zwischen den rivalisierenden Segel-Syndikaten Alinghi und BMW-Oracle. Sollten sich Titelverteidiger Alinghi und Herausforderer BMW-Oracle nach ihrer prinzipiellen Einigung nun auch endgültig auf Valencia als Austragungsort festlegen, stünde dem Kampf um die älteste Segeltrophäe der Welt (seit 1851) nichts mehr im Wege. Die Alinghi wollte den 33. America's Cup ursprünglich in Ras al-Chaimah am Persischen Golf austragen. Dies lehten BMW-Oracle ab. Auch auf Rennen vor der von den Schweizern anschließend ins Auge gefassten australischen Ostküste reagierten die Amerikaner eher abwartend.

© sueddeutsche.de/dpa/sid/cai
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