Sport kompakt WM 2014: Brasilien will Alkohol in Stadien erlauben

Deutsche Meister in der Champions League

Früh ausgeschieden

Fußball-WM in Brasilien 2014: Brasilien scheint sich im Streit mit dem Fußball-Weltverband FIFA zu bewegen und will für die WM 2014 Alkohol in den Stadien erlauben. Das besagt der Entwurf für das WM-Gesetz 2014, welcher laut Berichten brasilianischer Nachrichtenagenturen einer Kommission vorgelegt worden ist. Bislang ist Alkohol in den Stadien nur in lizenzierten Bars und Restaurants erlaubt. Im Sinne ihres Bier-Sponsors fordert die FIFA von Brasilien, diese Regelung zu kippen. Würde das Gesetz in Kraft treten, wäre Alkohol in allen Stadien Brasiliens erlaubt - nicht nur in den WM-Stadien. Als Kompromiss im Streit mit der FIFA soll dafür der in Brasilien gesetzlich geschützte reduzierte Eintrittspreis für Rentner, Schüler und Studenten auch während der WM gelten. Die FIFA hatte eine WM-Regelung und volle Preise für alle Tickets gefordert. Brasilien aber will rund 300.000 Tickets zum halben Preis verkaufen. Die erste Abstimmung über den Gesetzesentwurf könnte in der kommenden Woche stattfinden, insgesamt muss das Gesetz drei Abstimmungshürden nehmen.

Basketball, Europapokal: Die Telekom Baskets Bonn und die EWE Baskets Oldenburg haben am Dienstagabend als einzige deutsche Mannschaften eines Europapokal-Sextetts gewonnen. Das Bonner Team von Trainer Michael Koch feierte am fünften Spieltag bei Türk Telekom Ankara einen 94:81 (45:41)-Erfolg und wahrte mit dem dritten Sieg seine Chance auf die Qualifikation für die Top-16-Runde in der EuroChallenge. Oldenburg stand in diesem Wettbewerb wie auch die Artland Dragons Quakenbrück bereits zuvor schon als Teilnehmer am Achtelfinale fest. Die Hessen wahrten mit einem 83:77 (29:43) bei Baloncesto Fuenlabrada in Spanien ihre weiße Weste, dagegen gingen die Dragons nach dem 85:90 (44:48) beim ungarischen Klub Szolnoki Olaj erstmals als Verlierer vom Parkett.

Die große Chance auf den vorzeitigen Einzug in die Top-16-Runde im Eurocup verpasste Alba Berlin. Alba lieferte sich in Polen eine packende Partie gegen PGE Turow Zgorzelec, kassierte aber nach zwei Verlängerungen mit 87:91 (80:80, 72:72, 41:26) die erste Niederlage im vierten Spiel. Keine Chance mehr auf ein Weiterkommen haben im Eurocup die Frankfurt Skyliners, die durch ein 58:69 (30:26) gegen den russischen Vertreter PBC Lokomotiw Kuban weiter sieglos sind. Die Chancen auf ein Weiterkommen sind auch für Bayern München drastisch gesunken. Das Team von Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann verlor in eigener Halle 60:72 (28:39) gegen den weiter unbesiegten Spitzenreiter Spartak St. Petersburg aus Russland.

Eishockey, Bundesliga: Der ERC Ingolstadt hat mit einem Kantersieg bei den Kölnern Haien am Dienstag die Tabellenspitze der Deutschen Eishockey-Liga erobert. Die Ingolstädter demütigten die Gastgeber mit 7:1 und fügten Ex-Bundestrainer Uwe Krupp die höchste Niederlage seit dem Wechsel an die Haie-Bande vor dieser Saison zu. Ingolstadt zog durch den hohen Sieg aufgrund der besseren Tordifferenz an Adler Mannheim vorbei, das spielfrei hatte. Meister Eisbären Berlin verlor daheim trotz 2:0-Führung 2:3 gegen den Tabellen-Vorletzten Hannover Scorpions und liegt sechs Punkte hinter dem Spitzen-Duo.

Volleyball, Champions League: Der deutsche Frauen-Meister Schweriner SC hat auch das zweite Vorrundenspiel in der Volleyball-Champions-League verloren. Das Team von Trainer Teun Buijs unterlag am Dienstagabend beim MC-Carnaghi Villa Cortese aus Italien mit 1:3 (25:21, 21:25, 17:25, 15:25) und ist damit Tabellenletzter in der Gruppe A. Die Hoffnungen der in Bestbesetzung angetretenen Mecklenburgerinnen auf eine Überraschung beim in der italienischen Serie A noch ungeschlagenen Verein waren trotz ausgeglichenen Spiels nach einer Spielzeit von 92 Minuten dahin. Beste Spielerin beim deutschen Meister waren vor nur knapp 700 Zuschauern Neuzugang Krystle Amanda Esdelle.

Handball, Bundesliga: Der SC Magdeburg hat in der Handball-Bundesliga das packende Duell der Europacup-Starter gegen Frisch Auf Göppingen für sich entschieden. Die Magdeburger gewannen am Dienstagabend beim EHF-Pokalsieger trotz zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstandes mit 30:29 (12:15). Magdeburgs Kapitän Fabian van Olphen sorgte mit seinem vierten Treffer 85 Sekunden vor Schluss für den Endstand. Beste Torschützen in der EWS-Arena waren Pavel Horak (7) für Göppingen und Yves Grafenhorst (8) für den SC Magdeburg, bei dem in der Schlussminute Kjell Landsberg nach seiner dritten Zeitstrafe Rot sah. Nach dem achten Sieg im 14. Saisonspiel festigten die Magdeburger in der Tabelle Platz sechs. Die Göppinger rutschten auf den neunten Rang ab.