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Sport kompakt:Dickes Minus - na und?

Der englische Erstligist Manchester City fährt 140 Millionen Euro Verlust ein und findet´s nicht schlimm, Golfprofi Martin Kaymer überzeugt beim Ryder-Cup, der Weltturnverband klagt eine plötzlich verjüngte Nordkoreanerin an.

Der englische Fußball-Erstligist Manchester City hat im Geschäftsjahr 2009/2010 Verluste in Höhe von umgerechnet 139,8 Millionen Euro verzeichnet. Das gab der Premier-League-Klub in seinem Geschäftsbericht bekannt. Die Verluste seien demnach auf den Kauf zahlreicher Spieler im Sommer sowie die Erhöhung der Spielergehälter um 57,6 Millionen Euro auf insgesamt 153,3 Millionen Euro zurückzuführen. Geschäftsführer Gary Cook zeigte sich von den Zahlen "nicht überrascht", kündigte für die Zukunft aber eine gemäßigte Transferpolitik an. "Spielereinkäufe in dieser Höhe werden in den nächsten Jahren nicht mehr nötig sein, da wir jetzt eine wettbewerbsfähige Mannschaft haben", sagte Cook. Das große Minus ist für die Citizens nicht weiter tragisch, Besitzer der Citizens ist der milliardenschwere Scheich Mansour bin Zayed al Nahyan.

140 Millionen Euro Verlust, dafür eine "wettbewerbsfähige Mannschaft": Manchester City und sein Topangreifer Carlos Tevez.

(Foto: AP)

Der Welt-Turnverband hat einen neuen Fall von offensichtlicher Altersmanipulation öffentlich gemacht. Gegen den Turnverband Nordkoreas und seine Turnerin Hong Su Jung wurde ein Disziplinar-Verfahren eingeleitet, weil die Athletin seit den Olympischen Spielen 2004 mit drei verschiedenen Altersangaben gemeldet wurde. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen war sie von ihrem Verband mit dem Geburtsdatum 9. März 1985, bei den Weltmeisterschaften 2007 in Stuttgart mit dem 9. März 1986 und für die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Rotterdam mit dem Geburtsdatum 9. März 1989 gemeldet worden. Gemäß den geltenden Verfahren wurden die betroffenen Parteien informiert. Die Disziplinarkommission wird den nationalen Turnverband und die Turnerin einladen, um nach einer schriftliche Erklärung auch eine Anhörung durchzuführen.

Der deutsche Golfprofi Martin Kaymer hat bei seinem Ryder-Cup-Debüt mit Partner Lee Westwood für den Führungspunkt der Europäer gesorgt. Sie gewannen die Fortsetzung des am Vortag nach Dauerregen und Dunkelheit abgebrochenen Duells gegen die Amerikaner Phil Mickelson und Dustin Johnson und lagen vor den letzten beiden Löchern uneinholbar vorn. Die USA jedoch drehten das Spiel: Einzig das nordirische Duo Rory McIlroy/Graeme McDowell schaffte gegen Stewart Cink und Neuling Matt Kuchar eine Punkteteilung. Niederlagen kassierten dagegen Luke Donald/Padraig Harrington (England/Irland) gegen Bubba Watson/Jeff Overton sowie die Engländer Ian Poulter/Ross Fisher gegen Tiger Woods und Steve Stricker. Die USa führen damit 2,5:1,5. Für den Sonntag sind die zwölf Einzel vorgesehen. Den USA genügen zur erfolgreichen Titelverteidigung 14 Punkte, Europa benötigt 14,5 Zähler.

Der ehemalige Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson ist zurück im englischen Fußball. Der Schwede unterschrieb am Freitag einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Zweitligisten Leicester City. Der 62-Jährige schlug ein Angebot aus Saudi-Arabien aus und wird dafür Coach beim Tabellen-Letzten. Leicester hatte zuvor den ehemaligen Bundesliga-Profi Paulo Sousa entlassen. Der 40-jährige Portugiese hatte den Club erst vor knapp drei Monaten übernommen. Sousa hatte 1997 mit Borussia Dortmund die Champions League gewonnen.

Die deutschen Dressurreiter sind auch in der zweiten Einzelentscheidung der Weltmeisterschaften ohne Medaille geblieben. Isabell Werth lieferte am Freitagabend in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky mit Platz sechs in der Kür die beste Platzierung. Die fünfmalige Olympiasiegerin aus Rheinberg erhielt für ihren Ritt mit dem Wallach Warum nicht 80,000 Prozent. Neuer Kür-Weltmeister ist der Niederländer Edward Gal mit Totilas (91,800). Silber und Bronze gingen an die Britin Laura Bechtolsheimer mit Mistral (85,350) und den US-Amerikaner Steffen Peters mit Ravel (84,850).

Die Schwester von Radprofi Ivan Basso darf vier Jahre lang keine Sportveranstaltungen in Italien besuchen. Diese Strafe sprach Italiens Olympisches Komitee Coni aus, nachdem Elisa Basso wegen Handels mit Dopingsubstanzen angeklagt worden war. Sie soll die verbotenen Mittel an Fitnesszentren in Norditalien vertrieben haben und war deshalb im Juni bereits zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Bassos Ehemann, der frühere Radprofi Eddy Mazzoleni, hatte in der Angelegenheit eine Gefängnisstrafe von vier Monaten erhalten. Giro-Sieger Ivan Basso, der wegen Dopings von 2007 bis 2009 gesperrt war, ist in dieses Verfahren nicht involviert.

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