Sportförderung in Deutschland:Kahlschlag im Kader

Sportförderung in Deutschland: Bestzeit um auf 2:01,42 Minuten gesteigert, deutsche Meisterin über 800 Meter, WM-Teilnehmerinnen hinter sich gelassen: Für Alina Ammann (links) reicht es für die kommende Saison trotzdem nicht für den Bundeskader.

Bestzeit um auf 2:01,42 Minuten gesteigert, deutsche Meisterin über 800 Meter, WM-Teilnehmerinnen hinter sich gelassen: Für Alina Ammann (links) reicht es für die kommende Saison trotzdem nicht für den Bundeskader.

(Foto: Jan Huebner/Imago)

Nach zuletzt ernüchternden Ergebnissen hat der deutsche Leichtathletikverband sein Fördersystem verschärft. Doch Leidtragende sind auch die, die künftig international erfolgreich sein sollen. Eine Fallstudie aus dem olympischen Unterbau.

Von Johannes Knuth

Vor ein paar Wochen trug es den Stabhochspringer Louis Pröbstle zu den Wurzeln seines Sports, wie einen Zeitreisenden. Er erkundigte sich, wann sein Verein, der TSV Gräfelfing, am Olympiastützpunkt in der Münchner Linde-Halle Trainingszeiten für leistungsorientierte Athleten anbietet, denen Pröbstle eigentlich entwachsen ist (Antwort: zwischen 16 und 20 Uhr, aber nicht montags). Oder welche Physiotherapiepraxis er ansteuern kann - mit Rezept, wie jeder Büromensch mit Rückenleiden - da Pröbstles Hochleistungskörper noch die Folgen einer Schulterverletzung spürt.

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Gestresste Athleten, frustrierte Trainer, Funktionäre in Abwehrhaltung: Ein Streifzug von der Basis bis zur Verbandsspitze offenbart, wie viel in der deutschen Leichtathletik im Argen liegt. Das Beispiel erzählt einiges über den Spitzensport im Land.

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