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Spielplan der DFL:Europapokal-Klubs erst ab Oktober in der Bundesliga?

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt

Wie sieht sie aus, die Zukunft der Bundesliga?

(Foto: dpa)

Angeblich ist der Start der neuen Saison für den 11. September geplant - mit Ausnahmen für einige Vereine. Barcelona kehrt erfolgreich aus der Pause zurück, Stuttgart patzt in der 2. Liga.

Meldungen im Überblick

Bundesliga, Spielplan: Bei der Suche nach einem Terminplan für den Start der Bundesliga-Saison 2020/21 ist angeblich auch ein späterer Einstieg einiger Topklubs im Gespräch. Der Bild am Sonntag zufolge wurde in der Kommission der Deutschen Fußball Liga ein entsprechendes Modell diskutiert, nach dem die Liga am 11. September startet. Die Vereine, die im August aber noch länger im Europapokal vertreten sind, würden jedoch erst am 2. Oktober einsteigen. Ein weiterer Lösungsansatz sei der Start erst Ende September mit verkürzter oder sogar gestrichener Winterpause. In der Champions League vertreten sind noch der FC Bayern und RB Leipzig. In der Europa League sind Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg noch dabei.

Die Europäische Fußball-Union will am Mittwoch bekanntgeben, wann, wo und in welcher Form beide Wettbewerbe abgeschlossen werden sollen. Laut Medienberichten soll Lissabon Gastgeber eines Mini-Turniers für die noch ausstehenden Spiele in der Königsklasse sein, die mit dem Finale am 22. oder 23. August enden soll. Wie die Bild berichtet, soll das Finalturnier der Europa League an Nordrhein-Westfalen mit den Spielorten Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Duisburg gehen. Die Stadt Düsseldorf bestätigte am Freitag der "Rheinischen Post" das Interesse des DFB. Problematisch ist der August-Spielplan der Europapokal-Wettbewerbe, weil bislang für Anfang September noch zwei Länderspieltage in der Nations League angesetzt sind. Laut "Bild im Sonntag" könnten diese von der UEFA aber in den Oktober und November verschoben werden.

Fußball, 2. Bundesliga: Der VfB Stuttgart ist im Aufstiegsrennen drei Runden vor Saisonschluss auf den dritten Platz zurückgefallen. Der Karlsruher SC hingegen feierte mit dem 2:1 (1:1)-Erfolg im schwäbisch-badischen Derby den Sprung von den Abstiegsplätzen. Den Siegtreffer für den KSC erzielte am Sonntag Lukas Fröde in der 72. Minute. Damit rangieren die Stuttgarter mit 52 Punkten hinter dem HSV (53) und dem designierten Aufsteiger Arminia Bielefeld (58), der am Montag im Nachholspiel gegen Dynamo Dresden (20.30 Uhr) den Aufstieg so gut wie perfekt machen kann. Die Karlsruher eroberten Rang 15 vor dem 1. FC Nürnberg, der auf den Relegationsplatz zurückgefallen ist. Der FC St. Pauli schaffte im Abstiegskampf einen wichtigen 2:1 (2:0)-Erfolg über Erzgebirge Aue, Darmstadt 98 verteidigte den fünften Tabellenplatz mit dem 3:2 (1:0)-Erfolg gegen Hannover 96 erfolgreich.

Fußball, Türkei: Lukas Podolski hat mit seinem Klub Antalyaspor einen erfolgreichen Restart in der türkischen Süper Lig hingelegt. Drei Monate nach dem letzten Punktspiel setzte sich das Team um den Rio-Weltmeister im Geisterspiel beim 15-maligen Meister Besiktas Istanbul mit 2:1 (2:0) durch. "So sehen Sieger aus", twitterte der Ex-Kölner am Sonntag und postete ein Foto der jubelnden Mannschaft von Antalyaspor. Podolski bereitete das zweite Tor durch Amilton (35.) vor, zuvor hatte Sinan Gümüs (15.) die Gäste in Führung gebracht. Adem Ljajic (68.) erzielte den Anschlusstreffer. Durch das neunte Ligaspiel in Serie ohne Niederlage kletterte Antalyaspor vorerst auf den neunten Tabellenplatz.

Fußball, Spanien: Nach mehr als dreimonatiger Corona-Zwangspause hat sich der FC Barcelona mit einem standesgemäßen Sieg in der Primera Divison zurückgemeldet. Die Mannschaft von Superstar Lionel Messi und Nationaltorwart Marc-André ter Stegen überzeugte am späten Samstagabend mit einem 4:0 (2:0) beim chancenlosen Aufsteiger RCD Mallorca. Der frühere Bayern-Profi Arturo Vidal brachte die Gäste bereits nach 65 Sekunden in Führung. Martin Braitwaite traf nach Messi-Vorlage per Kopf zum 2:0 (37. Minute), Jordi Alba erhöhte (79.), und der überragende Messi setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt (90.+3). Tabellenführer Barcelona hat nach 28 Spieltagen 61 Punkte auf dem Konto. Mit einem Sieg gegen SD Eibar kann Verfolger Real Madrid (56) am Sonntag wieder auf zwei Punkte an die Katalanen heranrücken. Die Wiederaufnahme des Erstliga-Spielbetriebs, die am Donnerstag mit dem andalusischen Derby FC Sevilla gegen Betis (2:0) erfolgt war, findet unter strengen Regeln statt. Die Sicherheitsbedingungen und Auflagen ähneln stark denen der Bundesliga. Auch in Spanien müssen die Zuschauer trotz Protesten einiger Clubbosse bis auf Weiteres zu Hause bleiben.

3. Liga: Tabellenführer MSV Duisburg hat im Aufstiegsrennen der 3. Liga nur mit großer Mühe eine Niederlage verhindert. Der eingewechselte Kurt Karweina traf am Samstag in der 92. Minute zum 1:1 (0:1)-Endstand der Zebras gegen die Würzburger Kickers und sicherte der Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht immerhin einen Punkt. Duisburg hat mit 55 Zählern nur noch einen mehr als Verfolger Eintracht Braunschweig, der mit 2:1 (1:0) gegen Abstiegskandidat SG Sonnenhof Großaspach gewann. Dem FC Hansa Rostock gelang beim 1:0 (0:0) bei 1860 München der dritte Erfolg in Folge, die Norddeutschen lauern mit 51 Punkten auf Platz vier. In Duisburg brachte Hendrik Hansen die Kickers in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit in Führung (45.+4). MSV-Topscorer Moritz Stoppelkamp war zuvor bereits in der 28. Minute verletzt ausgewechselt worden.

Würzburg steht nach dem Remis punktgleich mit Rostock auf Platz fünf. Auch Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt verpasste wichtige Punkte im Aufstiegskampf beim 0:0 bei Preußen Münster. Der 1. FC Kaiserslautern verschaffte sich derweil Luft und kann so langsam aber sicher für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen. Der Traditionsverein bezwang den Chemnitzer FC mit 2:0 (0:0) und baute den Vorsprung auf den FSV Zwickau auf Abstiegsplatz 17 auf acht Punkte aus. Dünner wird die Luft für Viktoria Köln. Die Rheinländer verloren auswärts beim 1. FC Magdeburg mit 0:2 (0:1) und stehen nur noch zwei Zähler vor der Abstiegszone. Bereits am Freitagabend war dem Halleschen FC mit dem neuen Trainer Florian Schnorrenberg ein 3:2 (1:0)-Erfolg beim SV Meppen gelungen.

Italien, Pokal: Im ersten Spiel nach der langen Corona-Pause hat Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin mit großer Mühe das Pokal-Endspiel erreicht. Juventus genügte im Halbfinal-Rückspiel gegen den AC Mailand am Freitagabend daheim vor leeren Rängen ein 0:0. Das Hinspiel am 13. Februar in Mailand war 1:1 ausgegangen, das damalige Auswärtstor von Cristiano Ronaldo gab nun den Ausschlag. Gegner im Endspiel am kommenden Mittwoch in Rom ist entweder der SSC Neapel oder Inter Mailand.

Ronaldo hatte im Hinspiel vor fast vier Monaten kurz vor Schluss einen Handelfmeter zum Ausgleich verwandelt, diesmal setzte der Portugiese einen Handstrafstoß in der 16. Minute nur an den Innenpfosten. Zwei Minuten später sah der frühere Frankfurter Ante Rebic nach einem Tritt die Rote Karte. Der AC Mailand war lange Zeit in Unterzahl. In der letzten halben Stunde half auch der eingewechselte einstige Weltmeister Sami Khedira Juventus dabei, die Partie ohne Gegentor zu überstehen.

Boxen, Berlin: Der frühere Box-Weltmeister Jack Culcay hat bei der Rückkehr aus der Coronapause seinen WBO-International-Titel im Superweltergewicht erfolgreich verteidigt. Der 34-Jährige gewann am Freitagabend in den Berliner Havelstudios gegen den erfahrenen Franzosen Howard Cospolite (37) einstimmig nach Punkten und empfahl sich damit für höhere Aufgaben. Culcay hofft künftig wieder auf einen WM-Kampf.

Als erster deutscher Vertreter richtete der Agon-Boxstall am Freitag wieder einen Kampfabend aus, der Berliner Senat hatte im Vorfeld die Genehmigung erteilt. Geboxt wurde unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen, Zuschauer waren nicht erlaubt. Nur unmittelbar mit dem Event befasste Personen wie die Sportler, Trainer und Kampfrichter waren am Ring. Agon-Chef Ingo Volckmann sah die Kämpfe als "weiteren Schritt in die Normalität, und ich bin mir sicher, dass wir in absehbarer Zeit wieder alle Fans an unserem Boxring begrüßen dürfen."

© Sz.de/dpa/sid/jbe
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