Die Nachricht schreckte vergangene Woche die deutsche Fußballbranche auf: Ein Spielerberater, der seit vielen Jahren Profifußballer betreut, soll über einen langen Zeitraum immer wieder minderjährige Sportler im Intimbereich angefasst haben – unter dem Vorwand von medizinischen Behandlungen. Das Medienhaus Correctiv veröffentlichte eine entsprechende Recherche, ohne den Namen des Beraters oder der Beratungsagentur, bei der er beschäftigt war, zu nennen. Obwohl bis jetzt nach SZ-Informationen keine Strafanzeige in der Sache vorliegt, wurde bereits am Tag der Veröffentlichung die Zusammenarbeit zwischen der Agentur und dem Berater beendet.
Missbrauchsvorwürfe im FußballDie Behandlungen des Beraters
Lesezeit: 6 Min.

„Wer Teil einer Mannschaft ist, wird immer davor zurückschrecken, einen Missbrauchsverdacht zu äußern“: Kabinengespräche waren der Ausgangspunkt für die Correctiv-Recherche (Symbolbild).
Norbert Schmidt/ImagoEine Recherche über das Verhalten eines Spielerberaters beschäftigt die Fußballbranche. Es geht um möglichen Machtmissbrauch, intime Berührungen unter dem Vorwand medizinischer Untersuchungen – und die Befürchtung, dass es noch mehr Betroffene gibt.
Von Stefan Galler und Christoph Leischwitz
