Sperre für Hürdenläufer Erster Dopingfall bei Leichtathletik-EM aufgedeckt

Der Hürdenläufer Alexei Crawcenco wird wegen Dopings während der Leichtathletik-EM in Zürich gesperrt. Das DFB-Sportgericht halbiert die Sperre für Freiburgs Darida. Der 1. FC Nürnberg verzeichnet einen kleinen Gewinn in der Abstiegssaison.

Leichtathletik, Doping: Erster Doping-Fall bei der Leichtathletik-EM in Zürich: Hürdenläufer Alexei Crawcenco ist vom Weltverband IAAF wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Die Sperre gilt rückwirkend vom 27. August bis zum 26. August 2016. Der 26-Jährige aus der Republik Moldau war in Zürich nach seinem siebten Platz im Vorlauf über 400 m Hürden positiv getestet worden. Über die Substanz gab die IAAF keine Auskunft. Es ist der erste Dopingfall bei den kontinentalen Titelkämpfen.

DFB, Sportgericht: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat dem Einspruch des Bundesligisten SC Freiburg gegen die Zwei-Spiele-Sperre für Mittelfeldspieler Vladimir Darida stattgegeben und das Strafmaß auf eine Sperre von einem Spiel und eine Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro geändert. Darida kann damit bereits am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Auswärtsspiel bei Werder Bremen wieder zum Einsatz kommen. Seine Sperre hatte Darida beim 0:0 im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen verbüßt. Der 24-jährige Tscheche war am vergangenen Dienstag im Baden-Derby der Freiburger bei 1899 Hoffenheim (3:3) nach einem Foul an Pirmin Schwegler wegen "rohen Spiels" des Feldes verwiesen worden (81.). Gegen die Sperre von zwei Punktspielen hatte der Mittelfeldspieler fristgerecht Einspruch eingelegt.

2. Bundesliga, 1. FC Nürnberg: Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat trotz des achten Abstiegs aus der Bundesliga im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut einen kleinen Gewinn erwirtschaftet. Wie der Club am Dienstag bei seiner Mitgliederversammlung bekannt gab, stand zum Bilanzstichtag am 30. Juni ein Jahresüberschuss von 409.000 Euro nach Steuern. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Gewinn damit um 341.000 Euro (rund 45 Prozent). Wie damals hat der Traditionsklub aber auch jetzt keinerlei Bankverbindlichkeiten. "Unsere erklärte Zielsetzung, den 1. FC Nürnberg mittelfristig wirtschaftlich zu konsolidieren, konnte trotz der sportlich negativen Entwicklung und dem damit verbundenen Abstieg im Geschäftsjahr 2013/14 erneut fortgesetzt werden", sagte Finanzvorstand Ralf Woy. Das kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass der nicht durch Vereinsvermögen gedeckte Fehlbetrag um 26 Prozent reduziert werden konnte. Er beläuft sich nun auf 1,18 Millionen Euro. Dem stehen nach Angaben des Vereins ausreichend stille Reserven gegenüber. Dem Gesamtertrag von 64,4 Millionen Euro (Vorjahr: 54,4) standen in der Saison 2013/14 Aufwendungen von 64 Millionen Euro (Vorjahr: 53,7) gegenüber. Der Etat für den Lizenz-Bereich stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals um 1,3 Millionen Euro auf 23,9 Millionen.

Tennis, Frauen: Sabine Lisicki, Andrea Petkovic und Angelique Kerber stehen bei den China Open in Peking im Achtelfinale. Ausgeschieden ist lediglich Mona Barthel. Lisicki (Berlin) ließ der an Nummer acht gesetzten Wimbledon-Finalistin Eugenie Bouchard (Kanada) beim 6:2, 6:4 keine Chance und bekommt es in der nächsten Runde mit Ana Ivanovic (Serbien/Nr. 9) oder Romina Oprandi (Schweiz) zu tun. Deutlich schwieriger dürfte der Einzug ins Viertelfinale für die 27-jährige Petkovic aus Darmstadt werden, die es nach ihrem lockeren 6:2 und 6:3 gegen die US-Amerikanerin Madison Keys nun mit der an Nummer zwei gesetzten Rumänin Simona Halep aufnehmen muss.

Die an Nummer sieben gesetzte Kerber (Kiel) hatte beim 6:3, 6:1 gegen Sarina Diyas (Kasachstan) keine Mühe und tritt nun gegen Swetlana Kusnezowa (Russland) an. In der zweiten Runde gescheitert ist hingegen Mona Barthel (Bad Segeberg). Die 24-Jährige unterlag bei der mit 5,427 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung der Tschechin Lucie Safarova mit 3:6, 3:6.

Tennis, Herren: Rafael Nadal hat wieder einmal ein beeindruckendes Comeback auf der Tennis-Tour gegeben. Rund drei Monate nach seinem Achtelfinal-Aus in Wimbledon kehrte der Spanier am Dienstag beim ATP-Turnier in Peking mit einem klaren 6:4, 6:0 gegen den Franzosen Richard Gasquet zurück. Die langjährige Nummer eins der Welt hatte wegen anhaltender Schmerzen am rechten Handgelenk pausieren und unter anderem seine Teilnahme bei den US Open in New York absagen müssen. In Peking trifft er nun im Achtelfinale auf den Münchner Qualifikanten Peter Gojowczyk, der den Kroaten Ivo Karlovic mit 6:4, 2:6, 7:5 niederrang. Leicht und locker ins Achtelfinale marschierte bei der mit 3,755 dotierten Veranstaltung Novak Djokovic. Der Weltranglisten-Erste bezwang den Spanier Guillermo Garcia-López mit 6:2, 6:1. Djokovic trifft nun auf den Kanadier Vasek Pospisil.

Außerdem stehen die deutschen Tennisspieler Benjamin Becker und Peter Gojowczyk bei den ATP-Turnieren in Tokio und Peking im Achtelfinale. Der 33-jährige Becker (Orscholz) kam beim Turnier in Japan weiter, da sein Gegner Jarkko Nieminen (Finnland) beim Stand von 7:5 und 4:1 für den Deutschen aufgeben musste. Qualifikant Gojowczyk (München) schlug den Kroaten Ivo Karlovic in Peking mit 6:4, 2:6, 7:5 und spielt nun gegen Richard Gasquet aus Frankreich oder Spaniens Tennisstar Rafael Nadal. Becker trifft in Runde zwei auf Wildcard-Starter Ito Tatsuma (Japan), der den an Nummer eins gesetzten Schweizer Stan Wawrinka überraschend ausschaltete. Weitere Deutsche sind bei dem mit 1,37 Millionen Dollar dotierten Turnier in Tokio nicht dabei.