Pokalfinale im spanischen Fußball:Zwei erschütterte Mannschaften

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Dort wird es ein Spiel zweier Mannschaften geben, die in ihren Grundfesten erschüttert sind; beide Teams sind mit Trainerfragen beschäftigt. Bei Bilbao ist zudem noch nicht verwunden, dass vor wenigen Wochen das Europa-League- Finale verloren ging. Nun steht zur Debatte, ob der rätselhafte Trainer Marcelo Bielsa den Vertrag verlängern wird.

Er selbst hatte gesagt, dass er darüber erst am letzten Tag der Saison reden wolle, also nach dem Pokalfinale. Der Klub und die Mannschaft liegen Bielsa zu Füßen: "Er wollte elf Soldaten, nun hat er ein ganzes Heer, das bereit ist, sein Leben für ihn zu geben, denn nur so kann man ihm alles danken, was er für uns getan hat", sagt Iker Muniain, einer der jüngsten Spieler.

Beim FC Barcelona wiederum kommt man nicht darüber hinweg, dass Trainer Pep Guardiola geht; seit der Ankündigung des Wechsels zu Tito Vilanova, seinem bisherigen Assistenten, hat sich das Ambiente seltsam eingetrübt, aus Gründen, die von außen kaum einsehbar sind.

Johan Cruyff sagte der Zeitung El Periódico, dass absolut klar sei, dass nicht bloß eine Ära zu Ende gehe. Den ersten von bislang 13 Titeln holte Guardiola beim Pfeifkonzert von Valencia gegen Athletic, nun kann der Pokal auch der letzte Titel seiner Trainerzeit werden.

"Der Fußball bietet diese Dinge. Es ist Schicksal. Es wäre schön, den Kreis mit einem Sieg zu schließen", sagt er. In jedem Fall würde König Juan Carlos den Pokal nicht überreichen. Weil er sich noch von den Folgen seines Sturzes bei der Elefantenjagd erholt, wird er von seinem Sohn Felipe vertreten. Und das bedeutet, das Pfeifkonzert wird kürzer, denn protokollarisch steht nur dem Monarchen die Langfassung der Nationalhymne zu. Die Kurzversion dauert lediglich 27 Sekunden.

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