Sorgen beim BVB Platz vier ist nicht zufriedenstellend

So summieren sich beim BVB seit Wochen viele kleinere und größere Puzzleteile zu einem bedenklichen Gesamtbild. Die wohl wirklich relevanten Spiele für die Stimmung im Verein finden im Februar und März statt: in Frankfurt (DFB-Pokal), gegen Sankt Petersburg (Champions League) sowie innerhalb von drei Bundesliga-Wochen daheim gegen die direkten Tabellen-Konkurrenten Mönchengladbach, Schalke und Wolfsburg.

Dortmund steht also mit angeschlagenem Personal und zumindest instabilem Selbstbewusstsein vor extrem wichtigen Wochen. Platz vier in der Bundesliga ist derzeit zweifellos nicht zufriedenstellend. Jürgen Klopp bemühte in der Sonne von La Manga eine skurrile Metapher: "Wenn wir am Saisonende Zweiter werden, hole ich mir einen Lastwagen, fahre durch den Garten und freue mich."

Nach dem 3:1 in Kaiserslautern versprühte der eloquente Trainer bereits wieder seinen bekannten Charme. Er nannte die Leistung kurz nach dem strapaziösen Trainingslager "großartig" und betonte seine Dankbarkeit darüber, dass "sich niemand verletzt hat". Am Dienstagabend testet sein Team ein letztes Mal beim Drittligisten MSV Duisburg, am Samstag kommt dann zum Rückrundenauftakt der FC Augsburg - jener Klub, der bis zum Sommer den künftigen BVB-Stürmer Dong-Won Ji verpflichtet hat. Der 22-jährige Südkoreaner kommt vom AFC Sunderland, er ist bis Saisonende an Augsburg ausgeliehen und tritt danach einen Vierjahresvertrag in Dortmund an.

Als Ersatz für den zum FC Bayern wechselnden Robert Lewandowski gilt Ji aber nicht. An einem neuen Ausnahmestürmer ist der BVB ebenso stark interessiert wie womöglich schon kurzfristig an einem zusätzlichen Abwehrspieler - angeblich soll der italienischen Innenverteidiger Andrea Ranocchia, 25, von Inter Mailand umworben werden. "Nicht, dass ich wüsste", kommentierte Klopp dieses Gerücht - und ergänzte schelmisch blickend: "Keine Ahnung, mal sehen."