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Snowboard-WM:Hofmeister und Jörg holen Silber und Bronze

FIS Snowboard Alpine World Championship - Women's Parallel Giant Slalom

Für Ramona Hofmeister (l.) gab es im Parallel-Slalom Silber, für Selina Jörg Bronze.

(Foto: REUTERS)

Fürs deutsche Team gibt es bei der WM in Slowenien die nächsten Medaillen. Shorttrackerin Anna Seidel muss nach einem schweren Trainingssturz auf einen WM-Start verzichten.

Meldungen im Überblick

Snowboard-WM: Raceboarderin Ramona Hofmeister hat bei der WM im slowenischen Rogla den Titel im Parallel-Slalom knapp verpasst. Die 24-Jährige aus Bischofswiesen unterlag im Finale der Russin Sofia Nadyrschina nach einem Fahrfehler. Selina Jörg, die am Montag bereits ihren Titel im Parallel-Riesenslalom erfolgreich verteidigt hatte, holte Bronze und rundete das starke Ergebnis für Snowboard Germany ab.

"Mir fallen so viele Steine vom Herzen. Glücklicher könnte ich gar nicht sein", sagte Hofmeister. Er ziehe ein "absolut positives Resümee. Drei Medaillen - ich bin sehr zufrieden", betonte Sportdirektor Andreas Scheid.

Im Parallel-Slalom war es das bisher beste WM-Resultat einer deutschen Snowboarderin. Hofmeister (2019), Amelie Kober (2013) und Sandra Farmand (1999) hatten "nur" Bronze gewonnen. Cheyenne Loch (Schliersee) scheiterte im Viertelfinale, Carolin Langenhorst (Bischofswiesen) schied wie Titelverteidigerin Julie Zogg (Schweiz) im Achtelfinale aus. Olympiasiegerin und Topfavoritin Esther Ledecka (Tschechien) fehlte wegen einer Rückenverletzung.

Bei den Männern holte sich der Österreicher Benjamin Karl vor seinem Landsmann Andreas Prommegger den WM-Titel. Von den drei deutschen Männern schaffte es erneut keiner in die K.o.-Läufe. Stefan Baumeister (Aising-Pang), 2019 noch zweimaliger WM-Dritter, kam wie am Vortag nur auf Quali-Rang 20. Auch Elias Huber (Schellenberg/23.) und Ole Mikkel Prantl (Königssee/30.) konnten sich nicht unter den besten 16 platzieren.

Shorttrack: Deutschlands beste Shorttrackerin Anna Seidel hat sich bei einem Trainingsunfall im niederländischen Dordrecht schwer verletzt. Wie die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft am Dienstagabend mitteilte, muss die dreimalige EM-Medaillengewinnerin daher auf einen Start bei der am Freitag beginnenden WM an gleicher Stelle verzichten.

Die 22-Jährige werde nun in ihre Heimatstadt Dresden zurückgebracht, dort noch einmal genauer untersucht und am Mittwoch operiert. Weitere Details wurden in der Mitteilung der DESG nicht genannt.

"Eine ganz traurige Nachricht. Anna war wirklich in absoluter Topform. Sie hätte Medaillenchancen gehabt. Wir sind in Gedanken bei Anna und ihrer Familie und wünschen ihr von ganzem Herzen gute Besserung", sagte Nadine Seidenglanz, die Generalbevollmächtigte des Präsidenten für den sportfachlichen Bereich.

Fußball, Spanien: Einen Tag nach seiner Festnahme im Zuge der Razzia beim spanischen Fußball-Spitzenklub FC Barcelona ist Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu unter Auflagen wieder auf freiem Fuß. Der 58-Jährige und sein ehemaliger Berater Jaume Masferrer wurden am Dienstagmorgen einem Richter vorgeführt, machten nach Gerichtsangaben aber "von ihrem Recht Gebrauch, nicht zu sprechen". Die Ermittlungen liefen trotz der Freilassung weiter, hieß es.

Am Montag waren die Büroräume des Klubs von der Polizei durchsucht worden. Neben Bartomeu, der im Oktober als Präsident zurückgetreten war, wurden auch Geschäftsführer Oscar Grau und Roman Gomez Ponti, Leiter der Rechtsabteilung, vorläufig festgenommen. Die beiden wurden bereits am Montagabend wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Razzia stand in Zusammenhang mit der "BarcaGate"-Affäre aus dem vergangenen Jahr. Dabei steht der Vorwurf im Raum, dass Vereinsfunktionäre eine Firma beauftragt haben sollen, um in den Sozialen Netzwerken unter anderem frühere und aktuelle Spieler zu diffamieren, die sich kritisch gegen den damaligen Präsidenten Bartomeu geäußert hatten. Spanischen Medienberichten zufolge habe Barca dafür eine Million Euro bezahlt. Bartomeu hatte hingegen behauptet, die Firma sei nur angeheuert worden, um Beiträge in den sozialen Medien zu überwachen. Gegen den Klub wird nach Justizangaben nicht ermittelt.

Nordische Ski-WM, Langlauf: Therese Johaug hat ihr zwölftes WM-Gold eingefahren und ist über die Langstrecke weiterhin nicht zu schlagen. Die 32 Jahre alte Norwegerin siegte am Dienstag in Oberstdorf souverän über die zehn Kilometer in der freien Technik und sicherte sich damit ihren zweiten Titel im Allgäu. Die beiden Schwedinnen Frida Karlsson (54 Sekunden Rückstand) und Ebba Andersson (1:06 Minuten) hatten gegen Johaug keine Chance, sicherten sich aber Silber und Bronze. Die deutschen Läuferinnen, die ohne Katharina Hennig an den Start gingen, schafften es nicht unter die besten Zehn.

Fußball: Bei dem Coronavirus-Ausbruch im Team des SSV Jahn Regensburg sind inzwischen acht positive Fälle aufgetreten. Bei mindestens vier der Infizierten wurde die britische Variante des Virus nachgewiesen. Das teilte das Gesundheitsamt Regensburg am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatte "sportschau.de" darüber berichtet. Nach Auskunft der Behörde ist es möglich, dass auch die anderen vier Betroffenen mit der Virusmutante B.1.1.7 infiziert seien. Nach bisherigen Untersuchungen wisse man das noch nicht. Wegen der positiven Tests war das für Dienstagabend geplante DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem Fußball-Zweitligisten und dem Bundesliga-Vertreter Werder Bremen schon am Montag abgesagt worden.

Weil innerhalb der Mannschaft die einzelnen Kontakte nicht mehr detailliert nachzuvollziehen waren, wurde das ganze Team 14 Tage in Quarantäne geschickt, beginnend ab Freitag und Samstag, je nach Letztkontakt. Damit dürften auch die Zweitligaspiele des Jahn in Osnabrück am 7. März und zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth am 13. März nicht wie terminiert stattfinden. Weder für die Ligapartien noch für das Pokalspiel gegen Bremen gab es zunächst Ersatztermine.

Tennis: Roger Federer wird offenbar nicht wie geplant beim Masters-Turnier in Miami aufschlagen. Laut US-Medien hat der 39-jährige Schweizer, der nach Knie-Operationen an seiner Rückkehr arbeitet, seine Teilnahme abgesagt. Beim ATP-Turnier kommende Woche in Doha/Katar soll der 20-malige Grand-Slam-Champion demnach aber planmäßig nach über einem Jahr Zwangspause sein Comeback geben. Grund für den Verzicht auf die Titelverteidigung in Miami (24. März bis 4. April) ist laut Federers Manager Tony Godsick die dosierte Terminplanung nach den Turnier-Stationen in Doha und Dubai. Sein bislang letztes Match auf der Tour war die Halbfinalniederlage gegen Novak Djokovic bei den Australian Open im Januar 2020. Anschließend musste Federer zwei Eingriffe am rechten Knie über sich ergehen lassen.

© SZ.de/sid/dpa/chge
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