Slalom in SpindlermühleAicher Dritte, Shiffrin gewinnt

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Die Top drei in Tschechien: Camille Rast aus der Schweiz (links) wird Zweite vor Emma Aicher (rechts). Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin holt ihren 108. Weltcupsieg.
Die Top drei in Tschechien: Camille Rast aus der Schweiz (links) wird Zweite vor Emma Aicher (rechts). Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin holt ihren 108. Weltcupsieg. Millo Moravski/Agence Zoom/Getty Images
  • Emma Aicher wird beim Slalom in Spindlermühle Dritte und gehört nun in Abfahrt, Super-G und Slalom zu den Medaillenanwärterinnen für Olympia.
  • Mikaela Shiffrin gewinnt mit 1,67 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte Camille Rast und sichert sich vorzeitig die Slalom-Gesamtwertung.
  • Lena Dürr erreicht mit Platz zehn erstmals seit ihrer Formkrise wieder die Top Ten, liegt aber deutlich hinter Aicher.
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Die deutsche Allrounderin fährt im Weltcup aufs Slalom-Podest. Mikaela Shiffrin ist gut zwei Sekunden schneller und sichert sich die Disziplin-Gesamtwertung.

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Nach ihrem nächsten Coup huschte Emma Aicher ein Lächeln über das Gesicht. Beim Slalom im tschechischen Spindlermühle raste die 22 Jahre alte Allrounderin auf den dritten Rang – und damit auch in dieser Disziplin mitten hinein in den Kreis der Anwärterinnen auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen. Bereits zum dritten Mal in dieser Saison stand Aicher in einem Slalom als Dritte auf dem Treppchen.

Schneller als Aicher waren beim letzten Slalom vor Olympia nur die beiden besten Torläuferinnen des Winters: Mikaela Shiffrin (USA) deklassierte bei ihrem siebten Sieg im achten Rennen auch Weltmeisterin Camille Rast (Schweiz) – um 1,67 Sekunden. Sie gewann damit zugleich vorzeitig und bereits zum neunten Mal die kleine Kristallkugel für den Weltcup-Gesamtsieg im Slalom. Aicher lag 2,18 Sekunden hinter Shiffrin – und 0,03 Sekunden vor der viertplatzierten Katharina Truppe (Österreich).

Während Aicher nun in Abfahrt, Super-G und Slalom zum Kreis der Medaillenanwärterinnen gehört, ließ die optimistisch in die Saison gestartete Lena Dürr mit Rang zehn einen leichten Aufwärtstrend erkennen. Seit ihrem Ausscheiden beim Slalom Mitte Dezember in Courchevel hatte sie in einer Formkrise gesteckt, nun fuhr sie erstmals wieder unter die ersten zehn – allerdings betrug ihr Rückstand auf Aicher 1,5 Sekunden.

Aicher hatte bereits am Vortag überzeugt. Beim Riesenslalom, den die jetzt vierfache Saisonsiegerin Julia Scheib aus Österreich gewann, belegte sie Rang zehn – damit hat Aicher nun in allen vier Disziplinen eine Platzierung unter den ersten zehn vorzuweisen.

Bei den Olympischen Spielen könnte Aicher fünfmal an den Start gehen: In Cortina d'Ampezzo wird erstmals bei Winterspielen neben Abfahrt, Super-G, Riesenslalom und Slalom auch die Team-Kombination gefahren. Eine Mannschaft besteht dabei aus einer Abfahrerin und einer Slalomläuferin. Unangefochtene Slalom-Dominatorin bleibt Shiffrin. Als Rekordsiegerin steht sie nun schon bei 108 Siegen.

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