Skispringen:Severin Freund feiert fünften Saisonsieg

Ski Flying World Cup in Planica

Springt in Planica 137,5 Meter weit: Severin Freund.

(Foto: dpa)

Der Skispringer gewinnt beim Weltcup in Planica vor Anders Bardal. Juventus Turin muss im Viertelfinale der Europa League gegen Olympique Lyon antreten. Südkorea legt gegen die umstrittene Eiskunstlauf-Wertung in Sotschi Einspruch ein.

Skispringen, Deutschland: Severin Freund hat beim Skisprung-Weltcup in Planica den fünften Saisonsieg gefeiert. Der Skiflug-Weltmeister segelte am Freitag zweimal auf die Schanzenrekordweite von 137,5 Meter und verwies den Norweger Anders Bardal und den Slowenen Peter Prevc auf die Plätze. Der Pole Kamil Stoch sicherte sich dank eines vierten Platzes schon vor dem letzten Einzelwettbewerb am Sonntag den Weltcup-Gesamtsieg. Freund rückte im Gesamtklassement auf Rang zwei vor. Richard Freitag wurde 13., Marinus Kraus belegte den 27. Platz.

Fußall, Europa League: Auf dem Weg zu einem möglichen Heim-Endspiel in der Europa League trifft Juventus Turin im Viertelfinale auf Olympique Lyon. Frankreichs einstiger Serienmeister hat am 3. April zunächst Heimrecht, das Rückspiel findet eine Woche später in Turin statt. Das ergab die Auslosung am Freitag in Nyon. In Turin wird am 14. Mai auch das Finale ausgetragen. Juventus hatte im Achtelfinale den AC Florenz mit Mario Gomez aus dem Wettbewerb geworfen. In den weiteren Viertelfinals empfängt AZ Alkmaar aus den Niederlanden Benfica Lissabon, der FC Basel trifft auf den FC Valencia. Der FC Porto, der 2011 die Europa League gewann, erwartet den FC Sevilla.

Das hitzige Europapokal-Duell zwischen RB Salzburg und dem FC Basel hat derweil ein Nachspiel. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) leitete am Freitag wegen des Fehlverhaltens der Fans und auch des Teams ein Disziplinarverfahren gegen den Schweizer Meister ein, das am 26. März vor dem UEFA-Disziplinarausschuss behandelt werden soll. Der deutsche Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin hatte das Achtelfinal-Rückspiel der Europa League in Salzburg am Donnerstagabend nach einer halben Stunde beim Stand von 1:0 für die Gastgeber unterbrochen, weil wiederholt Gegenstände aus dem Basel-Fanblock aufs Spielfeld geflogen waren. Nach 13 Minuten durften die beiden Teams wieder zurück auf den Rasen, die Gäste aus der Schweiz gewannen trotz Unterzahl noch 2:1 und zogen nach dem 0:0 im Hinspiel ins Viertelfinale ein.

Eiskunstlauf, Olympia: Die umstritten Entscheidung im olympischen Eiskunstlauf-Wettbewerb der Damen in Sotschi zugunsten der Russin Adelina Sotnikowa hat ein Nachspiel. Das Nationale Olympische Komitee für Südkorea und die Koreanische Eislauf-Union beschlossen am Freitag, beim Disziplinarausschuss der Internationalen Eislauf-Union (ISU) gegen die Wertung vom 20. Februar offiziell Einspruch einzulegen. Beide Verbände sind der Überzeugung, dass die Olympiasiegerin von Vancouver, Kim Yu Na, vom Preisgericht in Sotschi benachteiligt worden sei. Die 23-jährige Südkoreanerin wurde Zweite.

Das NOK Südkoreas und der nationale Eislauf-Verband verlangen eine Untersuchung wegen der Zusammensetzung der Jury bei Olympia. Schon kurz nach der Entscheidung hatte Südkorea protestiert. Die Wertung sei jedoch unantastbar, hatte damals der ISU-Eventmanager Peter Krick erklärt. Der Unmut der Koreaner richtet sich besonders gegen die Bewertung der künstlerischen Komponenten. Die 17-jährige Sotnikowa hatte ungewöhnlich hohe Noten erhalten. Kim hat ihre Karriere mittlerweile beendet.

Skispringen, Deutschland: Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt verzichtet wegen Knieproblemen auf einen Start beim Weltcup-Finale in Planica am Samstag. Die 22-Jährige werde sich stattdessen einer Operation unterziehen, sagte Bundestrainer Andreas Bauer. "Carina hat seit der Pubertät ein Schlatterknie, eine Art Überbein, durch das sich die Sehne immer wieder entzündet. Wir mussten jetzt reagieren, bevor das ein schleichender Prozess wird", sagte Bauer im ZDF.

Bundesliga, FC Bayern: Die Münchner müssen am Samstag im Bundesliga-Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 auf Mittelfeldspieler Thiago verzichten. Der 22 Jahre alte Spanier laboriert noch an den Folgen einer Oberschenkelprellung. "Es ist kein großes Problem, aber es ist nicht besser geworden", sagte Trainer Pep Guardiola am Freitag. Trotz der Möglichkeit, dass die Bayern sich am Samstag vorzeitig die 24. Meisterschaft sichern könnten, wird Guardiola nur 18 Spieler mit nach Mainz nehmen. Der Rest des Kaders bleibt zuhause. Eventuell fliegen alle Profis dann am Dienstag aber mit zum Spiel bei Hertha BSC.

Ohnehin ist es dem Bayern-Coach "egal, wann wir den Titel holen. Wir sprechen auch nicht darüber. Das hängt am Samstag auch nicht von uns ab. Wir müssen unseren Schritt machen." Auch in Bezug auf eventuelle Feierlichkeiten gab sich der Spanier bedeckt. Dies sei nicht "mein Business". Er habe zwar schon bei Filmen die in München üblichen Bierduschen für die Trainer gesehen. Aber "ist das genauso?", fragte er am Freitag etwas ungläubig Mediendirektor Markus Hörwick. Ohnehin wäre es aus Respekt gegenüber Mainz "nicht korrekt, darüber zu sprechen". Man könne ihn fragen, "wenn es passiert ist". Dann könne er auch über "seine Gefühle reden", sagte Guardiola. Eine große Meistersause wird es bei den Bayern aber definitiv erst einmal nicht geben. "Die Spieler sind intelligent, wir haben in zwei Wochen Champions League", betonte der 44-Jährige.

Fußball, DFB: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird das geplante Leistungszentrum wie erwartet in Frankfurt/Main errichten. Die Bauarbeiten auf dem Grundstück der bisherigen Galopprennbahn der Mainmetropole für das rund 50 Millionen Euro teure Objekt sollen Ende 2018 fertig sein. Das gab der DFB am Freitag im Anschluss an die Präsidiumssitzung bekannt. Genutzt werden soll das Zentrum von allen Nationalmannschaften sowie für die Ausbildung der Bundesligatrainer und Spitzenschiedsrichter. Die Stadt Frankfurt hat im Vorfeld ihrer Entscheidung 20 mögliche Standorte geprüft.

Leichtathletik, Doping: Zwei Dopingverdachtsfälle haben die russische Leichtathletik erneut ins Zwielicht gerückt. Die Hallenweitsprung-Jahresbeste Swetlana Birjukowa wurde nach dem positiven Befund einer A-Probe aus dem Februar ebenso vorläufig gesperrt wie 400-Meter-Läufer Roman Semakin. Zeitpunkte für die Öffnung der B-Probe nannten die russische Anti-Doping-Agentur Rusada ebenso wenig wie Details zu den gefundenen Substanzen.

Tennis, Bernard Tomic: Rekord-Aus nach 28 Minuten: Der australische Tennisprofi Bernard Tomic hat die schnellste Niederlage in einem ATP-Duell kassiert. Beim Turnier in Key Biscayne/Florida musste sich der 21-Jährige am Donnerstag dem Finnen Jarkko Nieminen 0:6, 1:6 geschlagen geben. Der erste Satz dauerte sogar nur 13 Minuten. Die Spielerorganisation ATP führt solche Spielstatistiken seit 1991. Tomic löst mit seinem schnellen Aus den Deutschen Carsten Arriens ab. Der heutige Davis-Cup-Teamchef hatte 1996 in 29 Minuten mit 0:6, 0:6 gegen den Briten Greg Rusedski verloren. Tomic war mit seinem ersten Match nach zweimonatiger Auszeit wegen einer Hüftoperation dennoch zufrieden. "Ich glaube, dass ich mein Bestes gegeben habe. Und ich bin froh, dass ich zurückgekommen bin", sagte der Australier. "Hoffentlich kann ich in kurzer Zeit wieder bei 100 Prozent sein. "Es wird nicht leicht, aber ich versuche es."

Fußball, Nationalmannschaft: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet ihre Heimspiele 2014 in der Qualifikation für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich in Dortmund, Gelsenkirchen und Bremen. Das DFB-Präsidium entschied sich auf seiner Sitzung am Freitag auf diese Städte als Austragungsorte. Zudem wurde für den 3. September ein Freundschaftsspiel in Düsseldorf gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien vereinbart. Die DFB-Auswahl startete am 7. September in Dortmund gegen Schottland in die EM-Qualifikation. Das zweite Heimspiel findet am 14. Oktober in Gelsenkirchen gegen Irland statt, ehe einen Monat später am 14. November in Bremen das Match gegen Fußball-Zwerg Gibraltar auf dem Programm steht.

Zunächst konzentriert sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw aber auf die anstehende WM-Endrunde in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli). Vor ihrer Abreise nach Brasilien am 7. Juni finden noch drei Länderspiele statt. Am 13. Mai spielt die DFB-Auswahl in Hamburg gegen Polen. Der vorletzte Test des WM-Mitfavoriten findet direkt nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Südtirol am 1. Juni in Mönchengladbach gegen das von Volker Finke trainierte Team aus Kamerun statt. Die WM-Generalprobe bestreitet der dreimalige Weltmeister am 6. Juni in Mainz beim Benefizspiel für die Egidius-Braun-Stiftung gegen Armenien, ehe es am nächsten Tag von Frankfurt/Main aus Richtung Zuckerhut geht. Am 16. Juni steht in Salvador gegen Portugal das erste Gruppenspiel für Deutschland auf dem Programm. - Die Termine der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Überblick:

Fußball, Bayer Leverkusen: Bayer Leverkusen hat vor dem Landgericht Köln ein rechtskräftiges Urteil gegen zwei Männer erwirkt, die dem ehemaligen Werksvereins-Profi Michal Kadlec vor knapp zwei Jahren das Nasenbein gebrochen haben. Wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mitteilte, wurden die Männer verurteilt, Bayer 04 die Schadenssumme von rund 100 000 Euro für den wochenlangen Ausfall des tschechischen Nationalspielers aufgrund dieser Körperverletzung zu erstatten. Die Männer hatten Kadlec am 21. April 2012 nachts vor einer Disco in Köln aufgelauert und ihm das Nasenbein gebrochen. "Wir wollen ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Es muss jedem klar sein, dass Bayer 04 Leverkusen bei Gewalt gegen Menschen oder den Verein alle juristischen Mittel einsetzen wird", erklärte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade.#

Tennis, Miami: Davis-Cup-Spieler Florian Mayer hat beim zweiten Masters-Turnier der Saison in Miami/Florida die dritte Runde erreicht. Der 30-Jährige, an Nummer 30 gesetzt, gewann gegen den Kroaten Ivan Dodig 6:3, 6:2 und trifft nun auf Indian-Wells-Sieger Novak Djokovic (Serbien/Nr. 2) oder den Franzosen Jeremy Chardy.

Dagegen ist Andrea Petkovic (Darmstadt) beim WTA-Turnier an gleicher Stelle in der zweiten Runde ausgeschieden. Die 26 Jahre alte Fed-Cup-Spielerin unterlag der an Nummer 22 gesetzten Französin Alize Cornet 2:6, 7:6 (7:0), 4:6.

Curling, WM: Versöhnlicher Ausklang für die deutschen Curlerinnen bei der Weltmeisterschaft im kanadischen Saint John: Dem 6:4 gegen die Lettinnen vom Donnerstagvormittag ließ das bereits ausgeschiedene Team um Skip Imogen Oona Lehmann im abschließenden elften Vorrundenspiel am Nachmittag ein 10:5 gegen Dänemark folgen. Damit beendeten die DCV-Frauen das Turnier mit einer Bilanz von drei Siegen und acht Niederlagen. Derzeit belegt das Team den achten von zwölf Plätzen, Tschechien und Schottland könnten mit Siegen in ihren abschließenden Spielen noch vorbeiziehen. Trainer Holger Höhne zog ein positives Turnierfazit: "Wir hatten ja wenig Erfahrung als Team in dieser Zusammensetzung. Das Ziel war es, dann aus den Fehlern jedes vorherigen Spiels die Lehren zu ziehen. Das hat gut geklappt, auch weil wir nie die Geduld verloren haben."

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