MeinungVierschanzentourneeBei Karl Geiger zeigt sich, was passiert, wenn das System versagt

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Kommentar von Sebastian Winter

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Karl Geigers Gesicht spricht Bände nach der verpassten Qualifikation in Oberstdorf.
Karl Geigers Gesicht spricht Bände nach der verpassten Qualifikation in Oberstdorf. Hafner/Nordphoto/Imago

Skispringen ist komplex, wenn ein Rädchen nicht mehr ins andere greift, folgt oft der Absturz – wie bei Karl Geiger. Doch ihm könnte bei Olympia trotzdem ein Comeback gelingen.

Karl Geiger redet selten um den heißen Brei herum, im Gegenteil. Der Skispringer aus Oberstdorf ist ein angenehm selbstkritischer Vertreter seiner Zunft. Und Anlass zur Selbstkritik hat es für den 32-Jährigen zuletzt häufig gegeben. Der vorläufige Höhepunkt: Geigers Qualifikationsscheitern am Sonntag zum Auftakt der Vierschanzentournee mit einem indiskutablen Sprung auf 106,5 Meter, ausgerechnet auf seiner Heimschanze in Oberstdorf. Von einem „Griff ins Klo“ sprach Geiger, den die Trainer bereits Anfang Dezember nach einem „desaströsen“ (Geiger) Weltcup in Wisla aus der Mannschaft genommen und nach Planica und Predazzo zum Trainieren und Kopfdurchlüften geschickt hatten. Nun hat er also zum ersten Mal seit 2013 sein Haus- und Hofspringen verpasst. Geigers bisherige Weltcup-Platzierungen in dieser Saison: 40, 23, 48, 41, 27. Er steckt im größten Leistungsloch seiner Karriere.

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Von Sebastian Winter

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