Skispringen:Freund Siebter, Bardal gewinnt

Skispringer Severin Freund

Konnte nach einem verpatzten ersten Durchgang doch noch lachen: Severin Freund

(Foto: dpa)

Skispringer Severin Freund wird nach einer Aufholjagd in Trondheim noch Siebter, es siegt der Norweger Anders Bardal. Maria Höfl-Riesch liegt beim Riesenslalom in Are nach dem ersten Lauf weit zurück. Bayern-Trainer Pep Guardiola erklärt die Personalplanungen für die kommende Saison für fast abgeschlossen.

Skispringen, Trondheim: Nach einer starken Aufholjagd hat Severin Freund beim Skisprung-Weltcup in Trondheim den siebten Platz belegt. Der 25-Jährige schob sich am Freitag mit 135, Metern im Finale von Rang 22 noch weit nach vorne. Im ersten Durchgang war Freund, der zuletzt sechsmal nacheinander auf de Podest gestanden hatte, bei 126,5 Metern gelandet. Den Sieg sicherte sich der Norweger Anders Bardal vor Andreas Kofler aus Österreich und Noriaki Kasai aus Japan. Marinus Kraus belegte mit 131 und 123,5 Metern den 24. Platz. Andreas Wank landete auf Rang 26. Andreas Wellinger, Richard Freitag und Michael Neumayer verpassten das Finale.

Ski alpin, Riesenslalom: Maria Höfl-Riesch droht in der Schlussphase der Saison ihre Führung im Gesamtweltcup zu verlieren. Beim zweiten Riesenslalom im schwedischen Are liegt die dreimalige Olympiasiegerin nach dem ersten Lauf nicht unter den ersten 15. Ihre Hauptkonkurrentin Anna Fenninger aus Österreich geht als Führende in den zweiten Durchgang. Sollte Fenninger wie am Vortag gewinnen, müsste Höfl-Riesch im Endklassement mindestens noch Rang sieben belegen, um ihre Führung im Gesamtweltcup zu behalten. Fenninger führt im Zwischenklassement vor Anemone Marmottan aus Frankreich (0,12 Sekunden zurück), Dritte ist Tina Maze aus Slowenien (0,42). Chancen auf einen Platz auf dem Siegertreppchen hat Viktoria Rebensburg, die knapp hinter Maze Rang vier belegt (0,48).

Bundesliga, FC Bayern: Fußball-Rekordmeister Bayern München plant anscheinend, mit einer nahezu unveränderten Mannschaft in die kommende Saison zu gehen. "Ich glaube, die Basis der Mannschaft bleibt mehr oder weniger dieselbe. Es wird nur wenige, wenige, wenige, wenige, wenige Ergänzungen geben", sagte Trainer Pep Guardiola am Freitag. Sicher sind bisher lediglich die Zugänge von Robert Lewandowski (Borussia Dortmund) und Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt). Spekuliert wurde zuletzt immer wieder über eine Verstärkung für die Abwehr. Zu Namen wie David Luiz (FC Chelsea) oder Martín Montoya (FC Barcelona) wollte sich Guardiola auf Nachfrage nicht äußern. Er habe den zuständigen Vorständen Karl-Heinz Rummenigge und Matthias Sammer auch keine Wunschliste vorgelegt, sagte er.

Leichtathletik, Hallen-WM: Kugelstoßer David Storl hat bei den Hallen-Weltmeisterschaften im polnischen Sopot souverän die Qualifikation für das Finale am Freitagabend (20.05 Uhr/Eurosport live) gewonnen. Mit 21,24 Metern er deutlich vor dem amerikanischen Topfavorit Ryan Whiting (20,75). Während Titelverteidiger Whiting, der Ende Februar 22,23 Meter gestoßen hatte, bereits im ersten Durchgang die für den Finaleinzug geforderten 20,70 m übertraf, gelang dies Storl im dritten und letzten Versuch. "Eigentlich wollte ich schon mit dem ersten Stoß alles klar machen, aber bin dann doch nicht volles Risiko gegangen", sagte Storl: "Das kann ich ja dann heute Abend nachholen.

Ein wenig zittern musste die deutsche Hochsprung-Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch. Die 23-Jährige aus Tübingen riss ihre Einstiegshöhe von 1,79 Meter einmal, kämpfte sich dann aber bis 1,95 Meter durch und erreichte das Finale am Samstag (19.05 Uhr). Über 1500 Meter sicherte sich der Frankfurter Homiyu Tesfaye durch eine starle letzte Runde den Vorlauf-Sieg in 3:47,02 und den Platz im Finale am Samstag (20.00 Uhr). Nadine Hildebrand und Cindy Roleder erreichten im 60-Meter-Hürdensprint das Halbfinale. Die deutsche Meisterin Hildebrand vom VfL Sindelfingen kam am Freitagabend als Zweite ihres Vorlaufes in 7,98 Sekunden weiter; für ihre Leipziger Teamkollegin Cindy Roleder reichten 8,03 Sekunden zum Einzug in die Vorschlussrunde.

Bundesliga, Frankfurt: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den Vertrag mit Publikumsliebling Alexander Meier verlängert. Der 31-Jährige, der seit 2004 bei den Hessen spielt, unterschrieb bis zum 30. Juni 2017. Dafür soll der Torjäger, der bislang sechs Saisontore erzielte, laut übereinstimmender Medienberichte angeblich 1,5 Millionen Euro jährlich erhalten. "Zu den Vertragsinhalten werden wir uns nicht äußern", sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Für die abstiegsbedrohte Eintracht ist die Vertragsverlängerung Meiers ein erstes positives Zeichen, nachdem Trainer Armin Veh seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hat. "Ich freue mich, dass ich noch drei Jahre hier spielen kann", sagte Meier: "Frankfurt war immer mein erster Ansprechpartner, hier fühle ich mich wohl. Auch in schlechten Zeiten hat der Verein immer zu mir gestanden - es war eine Herzensangelegenheit."

Eisschnelllauf, Weltcup: Sprinterin Judith Hesse (Erfurt) hat den deutschen Eisschnellläufern nach dem Debakel bei den Olympischen Winterspielen ein Erfolgserlebnis beschert. Beim Heim-Weltcup in Inzell lief die deutsche Meisterin über 500 Meter in 37,86 Sekunden überraschend auf den zweiten Platz und holte damit ihr bestes Weltcupergebnis. Jenny Wolf (Berlin), die in Inzell letztmals vor ihrem Karriereende vor deutschen Publikum läuft, musste sich mit dem fünften Platz begnügen (37,95). In Abwesenheit von Olympiasiegerin Le Sang-Hwa (Südkorea) ging der Sieg an die Amerikanerin Heather Richardson, die im letzten Lauf Hesses Zeit um eine Hundertstelsekunde unterbot. Den dritten Rang sicherte sich die Olympiazweite Olga Fatkulina (Russland/37,89). Hesse war in Sotschi über die Kurzdistanz nach zwei Fehlstarts disqualifiziert worden.

Über die 1500 Meter Rennen gewann überlegen die viermalige Olympiasiegerin Ireen Wüst. Die Niederländerin unterbot am Freitag in Bahnrekordzeit von 1:54,03 Minuten ihre eigene Bestmarke um 0,77 Sekunden und landete ihren insgesamt 30. Streckensieg im Weltcup. Wüst, die in Sotschi bei fünf Olympia-Starts fünf Medaillen gesammelt hatte, gewann vor Teamgefährtin Lotte van Beek und der US-Läuferin Brittany Bowe. Monique Angermüller kam in 1:57,12 Minuten auf Platz zehn.

Badminton: Juliane Schenk hat ihre internationale Karriere als Badmintonspielerin beendet. Das bestätigte die 31 Jahre alte Vize-Europameisterin am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Schenk war im vergangenen Jahr zeitweilig bis auf Rang zwei der Weltrangliste vorgerückt und hatte bei vielen Turnieren der Super Series den dominierenden chinesischen Spielerinnen immer wieder Niederlagen beigebracht. Sie habe dem Deutschen Badminton Verband (DBV) bereits im Februar mitgeteilt, dass sie mit Wirkung zum 1. März als internationale Spielerin zurücktrete, erklärte die aus Krefeld stammende dreimalige Olympia-Teilnehmerin. Im Mai 2013 hatte sie sich mit den Verantwortlichen des DBV überworfen und wurde kurz darauf aus dem Kader verbannt. Noch im Februar 2013 hatte Schenk mit der gemischten Nationalmannschaft erstmals die Mannschafts-EM gewonnen und einen der größten Erfolge der Verbandsgeschichte gesichert.

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