Süddeutsche Zeitung

Skifahrerin Elisabeth Görgl:Wirbel um nächtliche Dopingkontrolle

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Der Olympische Komitee Österreichs reicht eine Beschwerde ein, weil Elisabeth Görgl in der Nacht vor der Abfahrt für eine Dopingkontrolle rausgeklingelt wurde. Die deutschen Curler verlieren auch das Vorrunden-Spiel gegen Norwegen.

Ski alpin, Dopingkontrolle: Das Olympische Komitee Österreichs (ÖOC) hat nach einer Dopingprobe bei Skifahrerin Elisabeth Görgl eine Beschwerde beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht. Görgl war am Abend vor ihrem Start in der Abfahrt am Mittwoch um 22.55 Uhr getestet worden. Die medizinische Kommission des IOC zeigte sich nach Angaben des ÖOC von der Vorgangsweise der Kontrolleure alles andere als angetan. Dem ÖOC geht es vor allem darum, dass sich der Vorfall in den kommenden Tagen nicht wiederholt. "Wir unterstützen den Kampf gegen Doping zu 100 Prozent. Aber diese späte Kontrolle, in der Nacht vor dem Wettkampf, geht entschieden zu weit. Der Vorfall war für Elisabeth sicher eine Störung der Wettkampfvorbereitung", sagte Wolfgang Schobersberger, Leiter des ÖOC-Ärzteteams in Sotschi. Görgl landete bei der Abfahrt auf Platz 16.

Curling, Vorrunde: Dritter Krimi, dritte Niederlage: Die deutschen Curler haben bei den Olympischen Spielen in Sotschi auch ihre dritte Vorrunden-Begegnung knapp verloren und damit wohl die letzte Chance auf das Halbfinale verspielt. Am Mittwoch unterlag das Hamburger Team um Skip John Jahr Norwegen mit 5:8. Vor dem entscheidenden zehnten und letzten End hatte es 5:5 gestanden. Zuvor hatte es Niederlagen gegen Kanada (8:11) und Großbritannien (6:7) gegeben. Jahr und Co. spielen in der Vorrunde jeweils einmal gegen alle neun Mannschaften - erst danach steht fest, welche Nationen sich unter den besten vier Teams befinden und die Halbfinals erreichen. Deutschland, das am Mittwoch noch auf die starken Chinesen (19.00/22.00 Uhr MEZ/OZ) traf, hatte aber ohnehin nicht mit dem Einzug in die Vorschlussrunde gerechnet. "Dass wir uns überhaupt für Sotschi qualifiziert haben, ist schon ein großer Erfolg", hatte Jahr gesagt. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams, in denen die Spieler Curling-Profis sind, üben die deutschen Curler im Alltag normale Berufe aus.

Biathlon: Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang will die Biathlon-Ziele für die Winterspiele nach dem schwächsten Olympia-Rennen einer Frauenmannschaft nicht korrigieren. "Wir wollen weiter um Medaillen kämpfen. Das Vermögen dazu haben wir", sagte Müssiggang der Nachrichtenagentur dpa. Man dürfe nicht vergessen, dass man in diesem Winter schon den Staffel-Weltcup gewonnen habe. "Das zeigt, dass wir noch zur Weltklasse gehören." Im Verfolgungsrennen am Dienstag hatte es keine Läuferin aus dem deutschen Quartett um die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel in die Top 25 geschafft.

Snowboard, Halfpipe: Der Schweizer Snowboarder Iouri Podladtchikov hat US-Superstar Shaun White in der Halfpipe entthront. Mit 94,75 Punkten lag der Mitfavorit am Dienstagabend vorn und verhinderte so Whites dritten Olympiasieg in Serie. Der Amerikaner kam mit 90,25 Zählern nach mehreren Patzern nur auf Platz vier. White hätte der erste US-Athlet mit drei Olympiasiegen nacheinander bei Winterspielen werden können. Podladtchikov lag vor dem erst 15-jährigen Japaner Ayumu Hirano (93,50) und dessen Teamkollegen Taku Hiraoka (92,25). Johannes Höpfl aus Passau war in der Qualifikation gescheitert.

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