Ski-WMRebensburg verpasst Bronze um zwei Hundertstelsekunden

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Tief enttäuscht im Ziel: Viktoria Rebensburg bei der Ski-WM.
Tief enttäuscht im Ziel: Viktoria Rebensburg bei der Ski-WM. AFP
  • Viktoria Rebensburg wird im Super-G bei der Ski-WM in Are Vierte.
  • Der Rückstand auf Siegerin Mikaela Shiffrin ist mit 0,07 Sekunden minimal.
  • Überschattet wird das Rennen von einem heftigen Sturz von Lindsey Vonn.

Von Christopher Gerards

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Viktoria Rebensburg, so zeigte es eine TV-Kamera, fasste sich an den Kopf und ließ die Arme fallen, nachdem sie im Ziel angekommen war. 0,07 Sekunden - so knapp lag sie hinter der Führenden Mikaela Shiffrin. Normalerweise reicht sowas für einen Podestplatz. 2017 etwa, bei der Ski-WM in St. Moritz kam Lara Gut selbst mit 0,36 Sekunden Rückstand auf Platz drei. Nun aber bedeuteten 0,07 Sekunden Rückstand, also sieben Hundertstelsekunden - Platz vier.

Zum Interview bei der ARD nach dem Rennen erschien Rebensburg mit Sonnenbrille. "Ich denke, es war eine wirklich gute Fahrt von mir. Es war kein grober Fehler drin", sagte sie. Und: "Trotzdem denke ich, kann ich stolz sein, was ich gemacht habe. Und weiter geht's."

0,07 Sekunden Rückstand und trotzdem keine Medaille - das war nicht nur die Zusammenfassung von Rebensburgs Nachmittag, sondern auch fast eine Metapher für das gesamte Rennen. Der Super-G, das erste Rennen bei der WM im schwedischen Are, war wegen starken Windes verkürzt worden. Entsprechend eng fielen die Abstände aus. Mit 0,02 Sekunden Vorsprung auf die Italienerin Sofia Goggia führte die US-Amerikanerin Shiffrin am Ende, Bronze holte die Schweizerin Corinne Suter. Ihr Rückstand: fünf Hundertstel Sekunden.

Lindsey Vonn stürzt heftig

Sie "nehme jetzt erst mal die Position der Jägerin ein", hatte Rebensburg vor dem WM-Beginn im SZ-Interview gesagt, "und das ist doch eine coole Ausgangsposition". Rebensburg, 29, fuhr in dieser Saison zwar einige gute Resultate ein; zu den allerbesten gehörte sie aber selten. Im Super-G reichte es für einen Podestplatz, auch in ihrer besten Disziplin, dem Riesenslalom, liegt sie - nach immerhin zwei Podestplätzen - derzeit nur auf Platz sechs der Weltcup-Wertung. Der letzte Weltcup-Sieg gelang ihr im Januar 2018, im Riesenslalom.

Die frühere Skirennfahrerin und heutige TV-Expertin Maria Höfl-Riesch hatte Rebensburg vor dem Rennen ziemlich deutlich kritisiert. "Vicky ist weiterhin das Aushängeschild bei den Damen, keine Frage. Aber mit den bisherigen Ergebnissen kann sie aus meiner Sicht nicht zufrieden sein. Vor allem in den Speeddisziplinen schöpft sie ihr Potenzial nicht voll aus", sagte sie dem Nachrichtenportal t-online.de. Rebensburg, fügte sie an, habe "oft genug gezeigt, dass sie in Abfahrt und Super-G aufs Podest fahren kann. In dieser Saison ist sie da aber nicht gierig genug und gibt sich beispielsweise auch mal mit einem elften Platz zufrieden."

In Are hatte Rebensburg gut begonnen, als 19. Starterin, lag nach der ersten Zeitmessung gleichauf mit Shiffrin. Danach jedoch leistete sie sich eine Ungenauigkeit, die sich wohl bemerkbar machte, 0,27 Sekunden betrug der Rückstand bei der zweiten Zwischenzeit. Zwar verkürzte sie den Rückstand noch auf 0,07 Sekunden - mehr war für sie aber nicht drin. Die beste Chance auf eine Medaille dürfte Rebensburg nächste Woche Donnerstag haben: Dann findet das Riesenslalom-Rennen statt.

Minuten vor Rebensburgs Lauf hatte ein heftiger Sturz von Lindsey Vonn für Aufregung gesorgt. In ihrem vorletzten Rennen als professionelle Skirennfahrerin flog die US-Amerikanerin in ein Tor, das sie mitriss. Nach dem Sturz schlitterte sie in den Fangzaun und blieb liegen. Später konnte sie wieder aufstehen, auch wenn ihre Haltung darauf hindeutete, dass sie noch Schmerzen spürte. Schließlich fuhr sie noch ins Ziel.

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