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Ski-WM in Schladming:Bronze dank 0,01 Sekunden

Maria Hoefl-Riesch, Fritz Dopfer, and Felix Neureuther of Germany celebrate their third place finish after the national team event at the World Alpine Skiing Championships in Schladming

Team-Spirit in Schladming: das deutsche Quartett feiert Bronze 

(Foto: REUTERS)

Dritte Medaille für Deutschland: Beim Teamwettbewerb der Ski-WM gewinnt das deutsche Quartett Bronze, obwohl Felix Neureuther im ersten Lauf umgefahren wird. Für Begeisterung in Schladming sorgt die Mannschaft aus Österreich - sie holt die erste Goldmedaille des Gastgebers.

Felix Neureuther, Maria Höfl-Riesch und Lena Dürr schauten fragend auf ihre Zeit, ehe sie das Hundertstelglück endlich fassen konnten. Mit seinem Sieg mit 0,01 Sekunden Vorsprung sicherte Fritz Dopfer dem deutschen Team beim Flutlicht-Krimi von Schladming den ersehnten Platz auf dem WM-Treppchen. Erleichtert nahm das Trio den Mann des Abends aus Garmisch in den Arm. Das Quartett hatte dem Deutschen Skiverband am Dienstag die dritte Medaille der Titelkämpfe beschert.

An der bisherigen Bilanz ist vor allem Höfl-Riesch maßgeblich beteiligt: Nach Gold in der Super-Kombination und Bronze in der Abfahrt war es auch ihre dritte Medaille in Schladming. Das erste Gold holte sich Österreich - beim ersten Einsatz von Marcel Hirscher. Im Finale gab es einen klaren 4:0-Sieg gegen Schweden. Dagegen hatte Deutschland gegen Kanada beim 2:2 nur durch die bessere Zeit gewonnen; dank Dopfers beherztem Auftritt gegen Philip Brown.

Den Final-Einzug der Deutschen hatte der Gastgeber zuvor verhindert. Nach Dürr schied auch Höfl-Riesch im Halbfinale aus. Dopfer musste sich Hirscher, der auf dem schnelleren Kurs unterwegs war, geschlagen geben. Für Neureuther ging es bei dessen Niederlage um nichts mehr - 0:4. Aber immerhin schien sein rechtes Bein, das gleich im ersten Lauf etwas abbekommen hatte, zu halten. "Solche Sachen merkt man immer erst danach, wenn der Wettkampf vorbei ist und der Schuh ausgezogen ist", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier.

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