MeinungEhre für Toni Sailer in KitzbühelÖsterreich regt sich gerne auf – bloß nicht über sexuelle Gewalt

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Kommentar von Claudio Catuogno

Lesezeit: 2 Min.

Legenden einer Ski-Nation: Toni Sailer und Annemarie Moser-Pröll wurden 1999 als Österreichs „Jahrhundertsportler“ ausgezeichnet.
Legenden einer Ski-Nation: Toni Sailer und Annemarie Moser-Pröll wurden 1999 als Österreichs „Jahrhundertsportler“ ausgezeichnet.
Gepa Pictures/Imago

In Kitzbühel wird am Montag ein Platz nach der Skilegende Toni Sailer benannt. Klar: Er war „der Blitz von Kitz“. Und über seine dunklen Seiten kann man ja einfach schweigen.

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Mei, ist doch herzig, dass es in Österreich ein bisserl derber zugeht, oder nicht? Gerade wieder: Ordentlich Bahö um die Formel-1-Übertragung im ORF, weil der Tost Franzl als Co-Kommentator so gar kein Mitgefühl aufbringen wollte, nachdem es den Gabriel Bortoleto in São Paulo buseriert hat, mit 330 km/h in die Streckenbegrenzung. In der Box sah man Mutter und Freundin bangen, doch dem Ex-Teamchef Tost fiel am Mikro Folgendes ein: „Da brauchen die Muttis gar nicht so deppert schau’n. Das ist ganz normal, das ist crash period.“

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:"So, heut' kommst du dran!"

Ehemalige Rennfahrerinnen berichten von Vergewaltigungen und sexuellem Missbrauch in Österreichs Ski-Team. Sie beschuldigen vor allem die Trainer-Legende Karl "Charly" Kahr. Auch der Name Toni Sailer fällt.

Von Johannes Knuth, Thomas Kistner, Claudio Catuogno und Ralf Wiegand

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