Ski - Braunlage:Liftbetreiber im Harz trotz Wetter mit Saison zufrieden

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Braunlage
Wintersportler sind im Bereich Hexenritt am Wurmberg unterwegs. Foto: Swen Pförtner/dpa/Bildarchiv (Foto: dpa)

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Braunlage (dpa/lni) - Wind und steigende Stromkosten waren für die Wintersportorte im Harz in diesem Jahr eine Herausforderung. In tieferen Lagen fehlte zudem teilweise der Schnee. Die Bilanz fällt trotzdem nicht nur negativ aus.

Am Wurmberg in Braunlage konnten Skifahrer an 77 Tagen die Pisten befahren, erstmals bereits zum außergewöhnlich frühen Zeitpunkt im Dezember. Laut einer Faustformel unter Liftbetreibern sind 100 Skitage für eine erfolgreiche Saison notwendig. Betriebsleiter Fabian Brockschmidt ist mit der Bilanz trotzdem nicht unzufrieden: "Die Wintersaison war nicht schlecht." Mindestens 150.000 Besucher zählte Brockschmidt in den 77 Tagen auf dem höchsten Berg Niedersachsens. Wintersport im Harz lohne sich weiterhin. Für den nächsten Winter sollen deshalb kleinere Investitionen in die Beschneiungsanlagen getätigt werden.

Problematisch für den Liftbetrieb waren vor allem die häufigen Stürme. An 40 Tagen konnte deswegen die Gondel nicht fahren, an 25 Tagen lief auch der Sessellift nicht. Aufgrund des Kahlschlags bei den Bäumen durch den Borkenkäferbefall sind die Seilbahnen anfälliger für Wind geworden. Zudem setzten die hohen Energiepreise dem Skigebiet zu. "Die Preise haben sich fast verfünffacht", sagte Brockschmidt. Die Tagestickets waren deshalb zwei Euro teurer als in den vergangenen Jahren. "Die meisten Gäste haben das verstanden und waren dankbar, dass sie überhaupt Ski fahren konnten", sagte der Betriebsleiter.

In tiefer gelegenen Skigebieten schränkte wenig Schnee den Betrieb immer wieder ein. Am Matthias-Schmidt-Berg in Sankt Andreasberg kam der Niederschlag oft nur als Regen auf dem Boden an. Auch die Umsetzung der Corona-Auflagen stellte die Betreiber immer wieder vor Herausforderungen. In Torfhaus, am Sonnenberg in Sankt Andreasberg sowie am Bocksberg und auf den verschiedenen Langlaufloipen im Harz führte der Schneemangel ebenfalls zu Problemen und Betriebspausen. Kleinere Skilifte wie das Skicentrum Hohegeiß hatten gar nicht geöffnet.

© dpa-infocom, dpa:220410-99-866876/2

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