Süddeutsche Zeitung

Ski alpin:Olympia-Aus für Felix Neureuther nach Kreuzbandriss

  • Das gab der deutsche Skifahrer auf Social-Media-Kanälen bekannt.
  • Damit muss der Sportler seine Teilnahme bei den Olympischen Winterspielen im Februar in Pyeongchang absagen.
  • Neureuther sieht es positiv: "Ich kann jetzt sehr viel Zeit mit meiner kleinen Tochter verbringen."

Skifahrer Felix Neureuther hat sich im Training in den USA einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. "Das bedeutet für mich, dass die Saison gelaufen ist", sagte Neureuther am Sonntag in einem auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Video. Er werde nun zurück nach Deutschland fliegen und sich operieren lassen, sagte der Sportler. Der 33-Jährige galt als große deutsche Medaillenhoffnung bei den Olympischen Winterspielen im Februar in Pyeongchang.

Neureuther hatte erst vor zwei Wochen mit dem Sieg beim ersten Slalom der Saison im finnischen Levi seinen 13. Erfolg im Weltcup gefeiert. Für das nächste Rennen, den Riesenslalom am 3. Dezember in Beaver Creek, bereitete sich Neureuther in den USA vor.

Ans Karriereende denkt er trotz der schweren Verletzung offenbar nicht. "Bye, bye Kreuzband. Bye, bye Beaver Creek - ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr", sagte Neureuther auf einem weiteren Video bei Instagram. Dort ist er zu sehen, wie er auf Krücken die Klinik in Vail/US-Bundesstaat Colorado verlässt. Die Verletzung habe er sich bei einem "klassischen Highsider" zugezogen, berichtete Neureuther in einer Mitteilung des Deutschen Skiverbandes: "Mir war sofort klar, dass es mich schlimmer erwischt hatte." Hinfallen sei jedoch "keine Schande, nur liegen bleiben", sagte Neureuther. "Wenn man es positiv sehen will: Ich kann jetzt sehr viel Zeit mit meiner kleinen Tochter verbringen."

Neureuther, Slalom-Vizeweltmeister von 2013, hat bislang keine Medaille bei Olympia gewinnen können. Schon vor den Spielen 2014 in Sotschi hatte er Pech. Bei der Anreise nach Russland, auf dem Weg zum Flughafen, erlitt er bei einem Autounfall ein Schleudertrauma - sein Start war gefährdet. Im Olympia-Slalom fädelte er dann ein und schied aus. Als einer der wenigen Wintersportler aus Deutschland hatte sich Neureuther auch zu den Winterspielen in Südkorea klar positioniert. Wegen der Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel hatte er einen Startverzicht in Betracht gezogen.

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