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Ski alpin:Luitz schiebt sich im zweiten Lauf nach vorne

Weltcup in Sölden

Stefan Luitz in Sölden

(Foto: dpa)

Die deutschen Ski-Rennläufer Stefan Luitz und Alexander Schmid schneiden beim Auftakt in Sölden ordentlich ab. Der Kickers-Trainer ordnet als Fairplay-Geste ein Eigentor an.

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Ski alpin, Riesenslalom: Die deutschen Skirennfahrer haben eine Top-Ten-Platzierung beim Weltcup-Auftakt in Sölden verpasst. Stefan Luitz wurde beim ersten Riesenslalom des Winters im Ötztal am Sonntag 14. und wies dabei einen Rückstand von 1,80 Sekunden auf den überraschenden Sieger Lucas Braathen auf. Der erst 20 Jahre alte Norweger raste erstmals in seiner Karriere auf ein Weltcup-Podium. Alexander Schmid (+1,82) belegte den 15. Platz. Fabian Gratz schaffte es als 40. des ersten Durchgangs nicht in die Punkteränge. Die Plätze zwei und drei bei der unter massiven Corona-Vorsichtsmaßnahmen und ohne Zuschauer ausgetragenen Saisoneröffnung in Tirol belegten die Schweizer Teamkollegen Marco Odermatt (+0,05) und Gino Caviezel (+0,46). Tags zuvor hatten die vier deutschen Damen beim Sieg der Italienerin Marta Bassino geschlossen den zweiten Durchgang des Riesenslaloms verpasst und waren ohne Punkte geblieben.

Tennis, Köln: Alexander Zverev hat das erste von zwei neuen Tennis-Turnieren in Köln gewonnen. In seinem ersten Finale nach dem knapp verlorenen Endspiel bei den US Open setzte sich der 23-jährige Hamburger am Sonntag 6:3, 6:3 gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime durch. Der Weltranglisten-Siebte war bei dem kleineren Turnier der 250er-Kategorie an Position eins gesetzt, das Preisgeld für den Sieger beträgt 24 880 Euro. Für Zverev war es der zwölfte Titel und der erste Turniersieg seit seinem Erfolg in Genf vor rund 17 Monaten. Das direkt anschließende Turnier in Köln beginnt für den Topgesetzten mit einem Freilos für die erste Runde.

Fußball, Fairplay: In der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg ist es am Samstag zu einer bemerkenswerten Fairplay-Aktion gekommen. Trainer Ramon Gehrmann von den Stuttgarter Kickers forderte seine Mannschaft während des Heimspiels gegen den FC Nöttingen (4:1) dazu auf, ein Eigentor zu erzielen. Zuvor hatte Stuttgarts Cristian Gilés Sanchez zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen (45.). Das Tor war aus einem Einwurf heraus entstanden, nachdem ein Nöttinger Spieler am Boden gelegen hatte und seine Teamkollegen den Ball ins Aus gespielt hatten. "Viele meiner Spieler hatten den Eindruck, der Ball sei versprungen und gar nicht absichtlich ins Aus gespielt worden", sagte Gehrmann der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe mich dann kurz mit dem gegnerischen Trainer und dem Schiedsrichter besprochen. Der meinte, der Ball sei wohl schon absichtlich rausgespielt worden." In der Folge bat der Kickers-Coach sein Team, die Kugel im eigenen Netz zu versenken - Lukas Kling führte den Auftrag noch vor der Pause aus. "In der Halbzeit hatte nicht jeder Verständnis für die Aktion", sagte Gehrmann, dessen Team später noch zweimal ins gegnerische Tor traf. "Hätten wir nicht gewonnen", gestand der 46-Jährige schmunzelnd, "wäre ich wohl nicht so locker drauf."

Leichtathletik, Rekord: Melat Yisak Kejeta ist bei perfekten Bedingungen an der Ostseeküste zu Silber gestürmt und hat den deutschen Leichtathleten damit eine sensationelle Medaille bei der Halbmarathon-WM beschert. Die 28-Jährige aus Kassel lief die knapp 21,1 Kilometer am Samstag in der nationalen Rekordzeit von 1:05:18 Stunden und pulverisierte damit auch ihre eigene Bestmarke um mehr als drei Minuten. Der bisherige deutsche Rekord von Uta Pippig war nicht nur über 25 Jahre alt (März 1995), sondern auch mehr als zweieinhalb Minuten langsamer (1:07:58 Stunden). Mit der Zeit stellte Kejeta auch einen neuen Europarekord auf.

Schneller war in dem extrem schnellen Rennen im polnischen Gdynia (Gdingen) nur Peres Jepchirchir aus Kenia, die in 1:05:16 Stunden eine Weltrekordzeit für reine Frauen-Rennen über diese Distanz aufstellte. Kejeta hatte das Aufgebot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zwar angeführt, galt aber mit Blick auf die Medaillen eher als Außenseiterin. Die Deutsche gehörte während des Rennens stets zur Spitzengruppe und setzte sich auf den finalen Kilometern mit Titelgewinnerin Jepchirchir und der Äthiopierin Yalemzerf Yehualaw vom restlichen Feld ab. Yehualaw wurde im Sprintfinale auf den letzten Metern Dritte.

Die weiteren deutschen Starterinnen hatten mit den Top-Platzierungen nichts zu tun. Laura Hottenrott (1:10:49) landete auf Rang 26, Rabea Schöneborn (54.) und Deborah Schöneborn (55.) lagen noch deutlich weiter zurück. Auch die deutschen Männer mussten sich klar geschlagen geben. Simon Boch (35.), Konstantin Wedel (97.) und Amanal Petros (100.) lagen deutlich hinter der Weltspitze. Den Titel sicherte sich Jacob Kiplimo aus Uganda in 58:49 Minuten. Der Kenianer Kibiwott Kandie und Amedework Walelegn aus Äthiopien komplettierten das Podest.

Tennis, Köln: Alexander Zverev hat das Finale des ersten von zwei neuen ATP-Tennisturnieren in Köln erreicht. Der Topfavorit gewann am Samstag sein Halbfinale gegen den ungesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina 7:5, 7:6 (7:3). Der 23-jährige Hamburger steht damit zum 20. Mal in seiner Karriere in einem Endspiel und greift nach seinem zwölften Turniersieg. Zverev, der vor gut einem Monat bei den US Open seinen ersten Grand-Slam-Titel knapp verpasste, trifft am Sonntag auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem Spanier Roberto Bautista Agut und dem Kanadier Felix Auger-Aliassime. Am Montag beginnt noch ein zweites Hallen-Turnier in Köln.

© SZ.de/sid/dpa/tbr
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