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Ski alpin:Lauberhornrennen in Wengen abgesagt

Malerische Bilder: Das Lauberhornrennen in Wengen.

(Foto: Fabrice Coffrini/AFP)

Der traditionsreiche Wettkampf kann Corona-bedingt nicht stattfinden, zwei der Rennen wurden nach Kitzbühel verlegt. Biathlet Simon Schempp muss im Weltcup wieder zuschauen.

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Ski alpin: Die traditionsreichen Lauberhornrennen im schweizerischen Wengen sind abgesagt worden. Nach einigem Hin und Her entschieden die Verantwortlichen des Kantons Bern, den Weltcup-Klassiker in dem 1100 Einwohner zählenden Bergdorf aufgrund der zu hohen Corona-Infektionszahlen nicht auszutragen. Das teilte der Schweizer Skiverband Swiss Ski mit.

Zwei der drei in Wengen geplanten Wettbewerbe wurden nach Kitzbühel verlegt, wo vom 22. bis 24. Januar die Hahnenkammrennen ausgetragen werden sollen. Vorgesehen ist nun, am kommenden Wochenende die Slaloms von Wengen und Kitzbühel zu fahren (16./17.), in der darauf folgenden Woche dann zwei Abfahrten (22./23.) sowie ein Super-G (24.) auf der "Streif". Nur für die zweite Abfahrt von Wengen ist noch kein Ersatztermin bekannt.

Die Gesundheits- und Wirtschaftsdirektion des Kantons Bern habe in Absprache mit dem Organisationskomitee in Wengen, Swiss Ski und den Verantwortlichen des Weltcups entschieden, "die Bewilligung für die Lauberhornrennen zurückzuziehen", teilte der Internationale Ski-Verband FIS am Montag mit und ergänzte: "Die Berner Behörden haben nach eingehender Prüfung festgestellt, dass es nicht möglich ist, alle Vorkehrungen zu treffen, damit die Athleten und die Betreuungsteams in getrennten Zonen ausreichend geschützt werden können."

Noch am Sonntag hatte der Internationale Skiverband FIS nach Absprache mit den Behörden in Bern grünes Licht für die Anreise gegeben, beide sahen sich allerdings am Montag wegen der Pandemie zu einem Umdenken gezwungen. Die Mannschaften wurden bereits am Vormittag angewiesen, wegen der verschlechterten Lage nicht in die Schweiz oder vom Wettkampfort Adelboden weiter nach Wengen zu reisen.

Biathlon: Der ehemalige Biathlon-Weltmeister Simon Schempp muss nach nur zwei Einsätzen im Weltcup wieder zuschauen. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) am Montag mitteilte, gehört der 32-Jährige beim zweiten Teil des Heimweltcups in Oberhof nicht mehr zum Aufgebot. Neben Schempp muss auch Lucas Fratzscher am Rennsteig zuschauen, dafür kehren Johannes Kühn und Roman Rees ins Team zurück. Schempp war beim ersten Teil der Heimrennen nach anfangs verpasster Weltcup-Qualifikation zurückgekehrt, präsentierte sich läuferisch aber schwach. Trotz jeweils nur einem Schießfehler lief er in Sprint und Verfolgung auf die Ränge 58 und 45, sammelte keinen Weltcuppunkt. Eine Teilnahme bei der WM in Pokljuka (10. bis 21. Februar) scheint nach der erneuten Ausbootung fast ausgeschlossen.

Basketball, NBA: Die Los Angeles Lakers haben sich mit einem Sieg gegen die Houston Rockets zum derzeit erfolgreichsten Team aufgeschwungen. Das 120:102 des Titelverteidigers gegen die Rockets am Sonntagabend (Ortszeit) war der achte Saisonerfolg für das Team um Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder und die beiden Superstars LeBron James und Anthony Davis. Schröder hatte mit fast 35 Minuten die meiste Spielzeit aller Lakers in einer Partie, in der der Meister vor allem in der Defensive gegen die Rockets um James Harden glänzte.

"Unser Ziel ist, defensiv das beste Team der Liga zu sein", betonte LeBron James. Isaiah Hartenstein hatte mit den Denver Nuggets zuvor ein 114:89 gegen die New York Knicks geholt. Beide Teams kommen nun auf die ausgeglichene Bilanz von fünf Siegen und fünf Niederlagen. Hartenstein spielte elfeinhalb Minuten und kam in dieser Zeit auf acht Punkte, zwei Rebounds und eine Vorlage. Die Partie der Boston Celtics von Nationalspieler Daniel Theis gegen die Miami Heat wurde abgesagt. Grund waren zu viele Profis, die wegen der Corona-Regeln nicht einsatzberechtigt waren.

Fußball, FC Bayern: Felix Magath (67) hat beim von Defensivschwächen geplagten FC Bayern ein Kopfproblem ausgemacht. Durch den Dauerdruck und die Erwartungshaltung mit Siegen und Titeln hätten die Münchner Substanz gelassen, sagte der frühere Bayern-Trainer am Sonntagabend in "Blickpunkt Sport" im BR Fernsehen. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick habe einen "müden Kopf" und nicht müde Beine. Der Triple-Gewinner könne sich "geistig eher müde gesiegt" haben, befand Magath. Zudem sei den Münchnern die Stärke in der Abwehr verloren gegangen. "Alle verteidigen nicht mehr so wie im Sommer, sie verteidigen halbherzig", meinte Magath, der seit Anfang 2020 "Head of Flyeralarm Global Soccer" ist, also der Fußball-Chefstratege des Hauptsponsors des Zweitligisten Würzburger Kickers. Der frühere Nationalspieler, der 2005 und 2006 mit den Münchnern als Coach das Double gewann, traut dem Zweitligisten Holstein Kiel im DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern am Mittwoch sogar eine Sensation zu. "Die Voraussetzung ist, dass sie es sich zutrauen", meinte er. "Es könnte schwierig werden, wenn Kiel furchtlos mit Mut einfach nach vorne spielt und Druck macht."

Basketball, NBA: Der deutsche Basketball-Nationalspieler Maxi Kleber fehlt den Dallas Mavericks im Zusammenhang mit dem Coronavirus für mehrere Partien. Der 28 Jahre alte Würzburger steht auf der Liste der NBA-Profis, die entweder einen positiven Corona-Test bekommen haben oder als Kontaktperson eines Infizierten gelten. Das geht aus der am Sonntag veröffentlichten Übersicht der besten Basketball-Liga der Welt hervor. Außer Kleber stehen noch drei weitere Profis der Mavericks auf der Liste. Kleber war beim 112:98-Erfolg der Mavericks am Samstag (Ortszeit) gegen die Orlando Magic rund 24 Minuten zum Einsatz gekommen. Er hatte fünf Punkte erzielt, drei Rebounds geholt und einen Korberfolg vorbereitet. Die nächste Partie der Texaner steht am Montag gegen die New Orleans Pelicans an. Bis zum kommenden Sonntag sind zudem Auswärtsspiele gegen die Charlotte Hornets und die Milwaukee Bucks sowie ein Heimspiel gegen die Chicago Bulls angesetzt.

© SZ.de/dpa/sid/bek/schm
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