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Ski alpin:Höfl-Riesch will als TV-Expertin arbeiten

Die ehemalige Skirennfahrerin Maria Höfl-Riesch plant eine Karriere als TV-Expertin. Die Montréal Canadiens gewinnen in der NHL das erste Viertelfinalspiel gegen die Boston Bruins. Die deutschen Tischtennis-Damen stehen im Viertelfinale der Team-WM in Tokio.

Ski alpin, Maria Höfl-Riesch: Die dreimalige alpine Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch will zukünftig als TV-Expertin arbeiten. Den Sender nannte die 29-Jährige am Donnerstagabend bei einer Feier in Garmisch-Partenkirchen noch nicht. Höfl-Riesch wurde in ihrer Heimatstadt nach dem im März verkündeten Rücktritt als Skirennfahrerin von der Gemeinde, dem Skiklub und mehreren hundert Fans verabschiedet. Sie durfte sich auch erneut ins Goldene Buch eintragen. In Sotschi hatte die erfolgreichste deutsche Alpine bei Winterspielen Gold in der Super-Kombination und Silber im Super-G gewonnen. Vier Jahre zuvor gab es je eine Goldmedaille im Slalom und der Super-Kombination.

Tischtennis, Weltmeisterschaft: Deutschlands Tischtennis-Damen haben ihre Medaillenchancen bei der Team-WM in Tokio gewahrt. Die Auswahl von Bundestrainerin Jie Schöpp qualifizierte sich am Freitag durch ein klares 3:0 gegen Weißrussland für das Viertelfinale. Dort ist an diesem Samstag (3:00 Uhr) erneut Hongkong der Gegner. Bereits in der Vorrunde gab es dieses Duell, in dem die Deutschen mit 1:3 ihre einzige Niederlage im Turnierverlauf kassierten. Im Achtelfinale gegen Weißrussland hatte Schöpp ihr Team taktisch gut aufgestellt. Das Trio Sabine Winter, Irene Ivancan und Petrissa Solja überzeugte mit einer starken spielerischen und kämpferischen Leistung.

Eishockey, NHL: Die Montréal Canadiens haben durch einen Treffer in der zweiten Verlängerung das erste Playoff-Viertelfinale der NHL bei den Boston Bruins gewonnen. Die Canadiens setzten sich am Donnerstag (Ortszeit) mit 4:3 in Boston durch, das nach wie vor ohne den verletzten deutschen Verteidiger Dennis Seidenberg auskommen muss. Matchwinner war P.K. Subban, dem in der 85.Minute sein zweiter Treffer gelang. Montréal nutzte dabei nach nur sieben Sekunden ein Überzahlspiel. Die zweite Partie findet an diesem Samstag ebenfalls in Boston statt. Zum Einzug in das Halbfinale sind vier Siege notwendig.

Schwimmen, Deutsche Meisterschaft: Dorothea Brandt hat bei der Schwimm-DM in Berlin für den ersten deutschen Rekord gesorgt. Die 30-Jährige aus Essen schlug im Vorlauf über 50 Meter Brust nach 30,77 Sekunden an und stellte damit die 2009 geschwommene Bestmarke von Kerstin Vogel ein. "Für Doro hat es mich ungemein gefreut, sie wollte diesen Rekord unbedingt. Es hat aber ein paar Jahre gedauert", sagte Chefbundestrainer Henning Lambertz. Für den Endlauf am späten Freitagnachmittag rechnet er sich noch einmal eine Steigerung aus: "Ihr Anspruch wird sein, den Rekord nach dem Finale nicht mehr zu teilen".

Uefa, Fünfjahreswertung: Mit 14,714 Punkten hat Deutschland die schlechteste Leistung in den vergangenen fünf Jahren für die Fünfjahreswertung der Uefa abgeliefert. Das schwache Abschneiden ist unter anderem dem VFB Stuttgart zuzuschreiben, der die Gruppenphase der Europa League nicht erreicht hatte. Die vier Startplätze der Champions League und drei in der Europa League sind trotzdem auch für 2015/16 und vermutlich 2016/17 gesichert, da der Vorsprung auf die viertplatzierten Italiener nach dem Ausscheiden von Juventus Turin 14,703 Punkte beträgt. Allerdings schmilzt der Vorsprung zur neuen Saison. Der Bundesliga werden 18,083 Punkte aus dem Spieljahr 2009/10 gestrichen - das beste Ergebnis in den vergangenen fünf Jahren. Italien als Vierter und Portugal als Fünfter verlieren nur 15,428 beziehungsweise 10,000 Zähler. Als Vierter würde Deutschland den vierten Startplatz in der Champions League verlieren. Der Rückstand auf den zweiten Platz, den England einnimmt, beträgt zur neuen Spielzeit 3,262 Punkte. An der Spitze zieht Spanien mit drei Mannschaften in zwei Finalspielen weiter davon.

Basketball, NBA: Die Atlanta Hawks um Rookie Dennis Schröder haben die große Chance verpasst, vorzeitig ins Viertelfinale der NBA-Playoffs einzuziehen. Die Hawks unterlagen den Indiana Pacers in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga 88:95 und nahmen in der Best-of-seven-Serie den Ausgleich zum 3:3 hin. Die entscheidende siebte Partie findet am Samstag in Indiana statt. Die Pacers durften sich bei Forward David West bedanken, der zwölf der 31 Punkte im letzten Viertel erzielte und entscheidend daran beteiligt war, dass das beste Hauptrunden-Team der Eastern Conference in den letzten 3:16 Minuten einen Fünf-Zähler-Rückstan drehte. Schröder saß die komplette Spielzeit auf der Bank. Die Memphis Grizzlies verpassten ebenfalls die Entscheidung und zittern nach einer 84:104-Niederlage gegen die Oklahoma City Thunder wieder um den Viertelfinaleinzug. Auch die Paarung zwischen den Los Angeles Clippers und den Golden State Warriors geht in eine siebte Partie, die Warriors glichen mit einem dramatischen 100:99-Sieg zum 3:3 aus.

Fußball, Uli Hoeneß: Uli Hoeneß gehört nicht mehr der Hall of Fame des deutschen Sports an. Das bestätigte die Stiftung Deutsche Sporthilfe dem sid auf Anfrage. Der ehemalige Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München hat demnach im Zuge seiner Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung die "Goldene Sportpyramide" zurückgegeben, die ihm 2009 für sein Lebenswerk verliehen worden war. Dadurch endete auch die mit der Verleihung verbundene Mitgliedschaft in der virtuellen Ruhmeshalle. Allerdings waren Biografie und Foto von Uli Hoeneß am Freitagvormittag noch auf der Homepage der Hall of Fame zu finden. Der Hall of Fame gehören damit derzeit noch 79 Sportpersönlichkeiten an. Zuletzt waren unter anderem Hoeneß' langjährige Weggefährten Sepp Maier und Gerd Müller aufgenommen worden. Hinzu kommt der diesjährige Preisträger der "Goldenen Sportpyramide", der am 16. Mai im Berliner Hotel Adlon präsentiert wird.

Golf, Charlotte: Der ehemalige Weltranglistenerste Martin Kaymer ist gut in das US-Golfturnier in Charlotte/USA gestartet. Der 29-Jährige blieb auf der ersten Runde mit 69 Schlägen drei unter Platzstandard und rangierte damit zusammen mit Nordirlands Star Rory McIlroy auf Platz sieben. Spitzenreiter zu diesem Zeitpunkt war der ehemalige US-Masters- und US-Opensieger Angel Cabrera aus Argentinien mit 66 Schlägen vor dem US-Duo Stewart Cink und Jonathan Byrd (beide 68). Kaymer ist der einzige deutscher Starter bei der mit 6,9 Millionen Dollar dotierten und erstklassig besetzten Konkurrenz.

Basketball, BBL: Die s.Oliver Baskets Würzburg sind aus der Basketball Bundesliga (BBL) abgestiegen. Der frühere Klub des deutschen Superstars Dirk Nowitzki verlor am letzten Hauptrundenspieltag das Fernduell mit den Walter Tigers Tübingen und muss drei Jahre nach der Rückkehr ins Oberhaus gemeinsam mit Rasta Vechta den Gang in die zweitklassige ProA antreten. Würzburg gewann zwar 71:62 (44:41) gegen medi Bayreuth, konnte in der Tabelle durch den gleichzeitigen 105:86 (47:47)-Erfolg der Tübinger über Phoenix Hagen den 17. Platz nicht verlassen.

Während die Enttäuschung in Würzburg riesig war, jubelten die Tübinger ausgelassen. Nach einem total missglückten Start (0:9) legten die Walter Tigers ihre Nervosität ab und lieferten sich mit den Hagenern ein spannendes Duell. Erst im letzten Viertel erspielten sich die Gastgeber einen Vorsprung und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. "Wir werden feiern und uns einfach freuen", sagte Forward Nils Mittmann bei Sport1. Bester Werfer war Jonathan Wallace (28 Punkte.)

Tennis, München: Titelverteidiger Tommy Haas hat sein Auftaktspiel beim ATP-Turnier in München gewonnen. Der in den USA lebende Tennisprofi schlug am Donnerstag Alejandro Falla aus Kolumbien mit 6:2, 6:4 und steht damit im Viertelfinale der Sandplatzveranstaltung. Gegen den Weltranglisten-71. tat sich Haas aber vor allem im zweiten Satz aufgrund seiner Schulterprobleme schwer.

Dustin Brown ist derweil im Achtelfinale ausgeschieden. Der Tennisprofi aus Winsen/Aller verlor am Donnerstag gegen den an Nummer eins gesetzten Italiener Fabio Fognini mit 6:7 (4:7), 2:6. Damit sind von sieben deutschen Spielern nur noch Titelverteidiger Tommy Haas und Qualifikant Jan-Lennard Struff in der Runde der besten Acht dabei. Haas trifft am Freitag auf den Italiener Andreas Seppi, Struff spielt gegen Ricardas Berankis aus Litauen.

Handball, Köln: Die Rhein-Neckar Löwen haben im Fernduell mit dem THW Kiel die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga erfolgreich verteidigt und sind ihrem ersten nationalen Titel damit einen Schritt näher gekommen. Am 30. Spieltag setzten sich die Löwen bei Aufsteiger Bergischer HC mit 34:26 (14:14) durch, zeitgleich fuhr Titelverteidiger Kiel einen beeindruckenden 37:20 (16:12)-Sieg gegen den TSV Hannover-Burgdorf ein.

Im Spitzenspiel setzte sich der HSV Hamburg am Donnerstag mit 29:26 (14:16) gegen die SG Flensburg-Handewitt durch und zog nach Punkten mit dem Tabellendritten gleich (48:12). Während der entthronte Titelverteidiger Hamburg seine Chance auf die erneute Teilnahme an der Champions League wahrte, dürfte sich der Nordrivale bei drei Punkten Rückstand aus dem Meisterrennen verabschiedet haben. Vier Spiele vor Schluss sind die Löwen dank der besseren Tordifferenz (192 zu 178) weiter Spitzenreiter vor den punktgleichen Kielern (beide 51:9).

Frauen-Handball, Berlin: Die Handballerinnen der Füchse Berlin sind in die Bundesliga aufgestiegen. Das Team von Trainer Lars Melzer machte den Sprung ins Oberhaus am 24. Spieltag der 2. Liga durch ein 31:24 (13:11) gegen den TV Nellingen perfekt. Schon ein Unentschieden hätte den Spreefüxxen gereicht. Die Frauen-Mannschaft des DHB-Pokalsiegers spielt seit der Saison 2012/13 unter dem Namen Füchse Berlin in der 2. Liga. "Auch unsere Frauen sind jetzt erstklassig, Glückwunsch an die Spreefüxxe zum Aufstieg in die 1. Bundesliga!", schrieb Füchse-Manager Bob Hanning bei Twitter.

Schwimmen, EM-Norm: Bei der ersten Entscheidung der 126. deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin hat ein Duo den ersten Teil der EM-Qualifikation geschafft. Über 800 Meter Freistil blieb Siegerin Sarah Köhler von der SG Frankfurt/Main in 8:34,42 Minuten am Donnerstag ebenso unter der Norm wie Leonie Antonia Beck. Die Würzburgerin schlug nach 8:35,51 Minuten an. Bei der DM muss im Finale eine Zeit geschwommen werden, die bei der WM 2013 für Platz 16 gereicht hätte. Diese Leistung muss dann bei einen Überprüfungswettkampf in Essen (17. bis 20. Juli) bestätigt werden. Die EM findet vom 13. bis 24. August in Berlin statt.