Ski Alpin:Höfl-Riesch nach Abfahrt mit guten Medaillenchancen

Lesezeit: 2 min

Sotschi 2014 - Ski alpin

Zuversichtlich nach der Abfahrt: Maria Höfl-Riesch

(Foto: dpa)

Die Ski-Rennläuferin liegt vor dem Slalom als Fünfte aussichtsreich im Rennen. Die deutschen Curler verpassen eine Überraschung gegen den Olympiasieger.

Ski Alpin, Kombination Frauen: Maria Höfl-Riesch hat nach der Abfahrt weiter gute Medaillenchancen in der olympischen Super-Kombination. Die Weltmeisterin liegt nach der Schussfahrt am Montag 1,04 Sekunden hinter der überraschend starken Amerikanerin Julia Mancuso auf Platz fünf. "Das war sicher nicht perfekt, aber eine gute Steigerung zum Training", sagte Höfl-Riesch und kündigte für den abschließenden Slalom (12.00 Uhr MEZ) an: "Jetzt gibt es nur volle Attacke, volles Risiko." US-Skirennfahrerin Mancuso fuhr am Montag in 1:42,68 Minuten die klare Bestzeit vor Lara Gut. Die Schweizerin ist allerdings keine gute Slalomfahrerin. Neben Höfl-Riesch und Mancuso liegen auch die Slowenin Tina Maze sowie die Österreicherinnen Anna Fenninger und Nicole Hosp gut im Rennen. Höfl-Rieschs Rückstand auf die drittplatzierte Maze beträgt nur knapp zwei Zehntelsekunden. Nach einem Fehler im oberen Streckenteil fuhr die 29-Jährige im mittleren Teil stark, verlor im Flachstück vor dem Ziel aber wieder Zeit. Die Partenkirchenerin hatte 2010 in Vancouver in der Super-Kombination eine ihrer beiden Goldmedaillen geholt.

Curling, Vorrunde: Die deutsche Curling-Mannschaft hat bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi eine Überraschung gegen Kanada nur knapp verpasst. Das Team vom Curling Club Hamburg um Skip John Jahr musste sich zum Auftakt dem Goldmedaillengewinner von Vancouver am Montag mit 8:11 geschlagen geben, bot den Nordamerikanern dabei aber gut Paroli. Im "Ice Cube" lagen die Deutschen nach dem dritten End sogar mit 4:2 in Führung, ehe die Kanadier ihre Klasse ausspielten. Im achten und neunten End kamen die Außenseiter nochmals heran, doch mit dem letzten Stein rettete der Favorit mit Skip Brad Jacobs den Sieg.

Langlauf, Sprint: Die deutschen Langläufer besetzen alle Plätze bei der olympischen Sprint-Entscheidung am Dienstag in Krasnaja Poljana. Bundestrainer Frank Ullrich gab bekannt, dass auch Claudia Nystad (Oberwiesenthal) und Thomas Bing (Dermbach) die Qualifikation für das Freistil-Rennen in Angriff nehmen. Als feste Starter hatte er schon vor Olympia die Spezialisten Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Lucia Anger (Oberstdorf) und Hanna Kolb (Buchenberg) bei den Frauen sowie Josef Wenzl (Zwiesel), Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) und Tim Tscharnke (Biberau) bei den Männern nominiert. Nystad bestreitet acht Jahre nach ihrem Olympia-Silber im Sprint von Turin wieder ein Kurzstrecken-Einzelrennen bei einem Großereignis. 2003 war sie bei der WM in Val di Fiemme ebenfalls Zweite in der freien Technik geworden. Bei Olympia in Vancouver vor vier Jahren hatte Nystad gemeinsam mit Evi Sachenbacher-Stehle Gold im Teamsprint gewonnen.

Eiskunstlauf, Teamwettbewerb: Russlands Eiskunstläufer um Jewgeni Pluschenko haben in Sotschi die olympische Premiere des Team-Wettbewerbs gewonnen. Silber ging an Kanada, die USA holten sich die Bronzemedaille. Das Team der Deutschen Eislauf-Union hatte sich nicht für das Kürfinale qualifiziert und war als Achter nach dem Kurzprogramm ausgeschieden. Als erster Eiskunstläufer gewann Pluschenko damit bei vier Winterspielen nacheinander jeweils eine Medaille. Mit seinem Sieg in der Herren-Kür legte der 31-Jährige trotz gesundheitlicher Probleme den Grundstein zum ungefährdeten Triumph, der sogar schon vor dem letzten Durchgang feststand.

Sotschi 2014
Alles zu Olympia
Previews - Winter Olympics Day -1

Die ersten Winterspiele in Russland +++ Zeitplan der Wettbewerbe +++ Der Medaillenspiegel +++ So geht Olympia - Die Videokolumne - +++ Berichte, Hintergründe, Interviews - alles Wissenwerte auf der Olympia-Sonderseite

Langlauf, Skiathlon: Russland hat offiziell Protest gegen die Wertung des Männer-Skiathlons am Sonntag eingelegt. Im Kampf um Bronze soll der Norweger Martin Sundby den Russen Maxim Wylegschanin behindert haben, indem er im Zielsprint die Spur gewechselt hat. Der Skiweltverband FIS hat nun 72 Stunden Zeit, über den Protest der Russen zu entscheiden, ein Schiedsspruch wird aber deutlich früher erwartet. Große Chancen dürfte der russische Protest nicht haben: Ein erster provisorischer Einspruch war bereits am Sonntag kurz nach dem Wettkampf abgelehnt worden. Sundby hatte im Rennen über 2x15 km hinter dem Schweizer Olympiasieger Dario Cologna und dem Schweden Marcus Hellner Bronze geholt, Wylegschanin war als Vierter leer ausgegangen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB