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Ski alpin:Dreßens Schulterverletzungen nicht so schlimm

Ski-alpin: Weltcup in Hinterstoder

Thomas Dreßen beim Rennen am Samstag

(Foto: dpa)

Der deutsche Skifahrer kann womöglich am Wochenende wieder starten. Handball-Bundestrainer Gislason holt Heinevetter zurück ins Team. Auch in Österreich gibt es Fanproteste gegen Kollektivstrafen.

Ski alpin: Deutschlands bester Skirennfahrer, Thomas Dreßen, kann aufatmen und womöglich am kommenden Wochenende in Norwegen schon wieder im Weltcup starten. Die Schulterverletzungen, die sich der 26-Jährige am Wochenende beim Sturz beim Weltcup-Super-G in Hinterstoder zugezogen hatte, sind nicht so schlimm wie befürchtet. Wie Untersuchungen vom DSV-Mannschaftsarzt Manuel Köhne und dem Schulterspezialisten Ernst Wiedemann aus München ergaben, hat der Abfahrtsspezialist eine Subluxation (nicht vollständige Ausrenkung) beider Schultergelenke erlitten. "Die Subluxation der rechten Schulter blieb ohne strukturelle Folgeschäden", sagte Köhne laut DSV-Mitteilung. "Die subluxierte linke, nach dem Sturz von Beaver Creek 2018 operierte Schulter, weist dagegen eine Kapselzerrung sowie eine Einblutung der vorderen Schultermuskulatur auf. Diese Verletzung wird konservativ, durch Schonung und abschwellende Maßnahmen in Verbindung mit funktioneller Belastung behandelt." Sollte es einen günstigen Heilungsverlauf geben, könne Dreßen in einigen Tagen wieder mit dem Training beginnen, befanden die Ärzte. Dreßen zeigte sich erleichtert. Er spüre die Nachwirkungen der ausgekugelten Schultern zwar, sei aber "zuversichtlich, nach Kvitfjell reisen zu können. Vor Ort entscheide ich dann, ob ein Start bei den Rennen Sinn macht." Am Samstag findet in Kvitfjell das nächste Abfahrtsrennen, am Sonntag ein Super-G statt. Bei beiden Rennen gehört der dreimalige Abfahrtssieger dieser Saison zu den Favoriten.

Handball, DHB: Mit dem Gros der EM-Fahrer und vier Rückkehrern startet der neue Handball-Bundestrainer Alfred Gislason in seine Amtszeit. Für den Lehrgang vom 9. bis 13. März in Aschersleben mit dem abschließenden Test-Länderspiel gegen die Niederlande in Magdeburg berief der Isländer am Montag Torwart Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), die Rückraumspieler Steffen Weinhold (THW Kiel) und Franz Semper (SC DHfK Leipzig) sowie Linksaußen Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen) wieder in den Kader. Das Quartett war aus verschiedenen Gründen bei der Europameisterschaft im Januar, bei der Deutschland den fünften Platz belegte, nicht dabei. Fehlen werden der verletzte Kapitän Uwe Gensheimer sowie die Rückraumspieler Paul Drux und David Schmidt. Torwart Andreas Wolff reist erst am 12. März an, weil er vorher noch Verpflichtungen bei seinem Verein Vive Kielce hat und deshalb keine Freigabe erhielt.

Fußball, Österreich: Der Fan-Eklat um die Anfeindungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist aus Deutschland bis nach Österreich hinübergeschwappt. Beim Erstligaspiel zwischen Rapid Wien und dem SV Mattersburg (3:1) am Sonntag zeigten die Heimfans zwei Transparente mit der Aufschrift: "ÖFB&Liga: Lasst euch vom Hurensohn-Virus nicht infizieren. Gegen Kollektivstrafen&Pro 50+1 in Ö, D&überall!" Die österreichische Bundesliga oder der Verband (ÖFB) haben sich bislang nicht zu den Geschehnissen in Deutschland oder nun in Wien geäußert. Die Rapid-Fans machten bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Aktionen auf sich aufmerksam. So nahmen sie auf Plakaten den damaligen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) oder Landespolizei-Vizepräsident Karl Mahrer (ÖVP) ins Fadenkreuz, der frühere Rapid-Profi Maximilian Wöber wurde mit einem Banner als "Hurensohn" verunglimpft. Konsequenzen gab es keine.

© SZ.de/dpa/sid/ebc/vit
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