Ski alpin Dreßen saust schon wieder aufs Podest

Thomas Dreßen: Erfolg auch im Super-G

(Foto: dpa)

Beim Super-G in Are teilt er sich Platz drei mit einem Norweger. Biathletin Laura Dahlmeier erlebt einen Rückschlag. Bei den Männern gibt es einen Überraschungssieger.

Meldungen im Überblick

Ski alpin, Super G: Skirennfahrer Thomas Dreßen hat seinen überragenden Olympia-Winter mit dem vierten Podestplatz beendet. Beim Super-G in Are kam der 24-Jährige am Donnerstag auf den geteilten dritten Platz. Besser war Dreßen in dieser Disziplin noch nie. Wie Aksel Lund Svindal aus Norwegen fehlten Dreßen lediglich 0,08 Sekunden auf Vincent Kriechmayr aus Österreich, der bereits die Abfahrt tags zuvor gewonnen hatte. Zweiter wurde Christof Innerhofer aus Südtirol mit 0,04 Sekunden Rückstand. Den Sieg in der Disziplinwertung hatte der Norweger Kjetil Jansrud schon vor dem sechsten Platz in Are sicher. Josef Ferstl wurde guter Achter, Andreas Sander kam auf Rang 18.

Viktoria Rebensburg ist beim alpinen Weltcup-Finale in Are Zweite im Super-G geworden und hat damit einen starken Abschluss einer wechselhaften Speed-Saison hingelegt. Die Skirennfahrerin vom Tegernsee wurde am Donnerstag von Sofia Goggia aus Italien geschlagen, war aber schneller als die drittplatzierte Lindsey Vonn aus den USA. Rebensburg feierte ihren achten Podestplatz des Winters und sammelte Selbstvertrauen für Sonntag, wenn sie im Riesenslalom die Disziplin-Wertung gewinnen will. Die kleine Kristallkugel im Super-G ging wie 2017 an Tina Weirather aus Liechtenstein. Sie verteidigte Platz eins gegen Lara Gut. Die Schweizerin schied aus.

Biathlon, Oslo: Für Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) ist der erneute Gewinn des Biathlon-Gesamtweltcups in weite Ferne gerückt. Die siebenmalige Weltmeisterin verpasste im Sprint in Oslo nach zwei Strafrunden die Top 20 klar, auf Siegerin Anastasija Kuzmina aus der Slowakei verlor die Partenkirchnerin 1:30,9 Minuten. Beste Deutsche am Holmenkollen war die fehlerlose Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/46,2 Sekunden zurück) als Sechste. Für Massenstart-Olympiasiegerin Kuzmina (1 Strafrunde) war es bereits der fünfte Saisonsieg und der zehnte Erfolg ihrer Karriere. Sie gewann vor der viermaligen Olympiasiegerin Darja Domratschewa (Weißrussland/+8,9/0) und der Ukrainerin Julia Dschima (+29,2/0).

"Ich kann es mir auch nicht genau erklären", sagte Dahlmeier in der ARD über ihre beiden Fehler am Liegendanschlag: "Es ist natürlich schade, wenn man sich beim Liegendschießen schon alle Chancen verballert." Nach einem Ruhetag am Freitag geht der vorletzte Weltcup der Saison am Samstag mit der Frauen-Staffel (12.30 Uhr) sowie dem Verfolger der Männer (15.15 Uhr) weiter. Am Sonntag (12.00 Uhr) betreiten die Frauen ihr Jagdrennen (12.00 Uhr), den Abschluss bildet die Staffel der Männer (14.45/alle ARD und Eurosport).

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer hat beim Sprint im norwegischen Oslo sein zweites Weltcup-Podium des Winters verpasst. Der 30-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld belegte nach 10 km beim Premieren-Sieg des Lokalmatadors Henrik L'Abee-Lund (0 Strafrunden) als bester Deutscher nach einer Strafrunde Rang sechs (16,8 Sekunden zurück). Hinter L'Abee-Lund, dessen beste Weltcup-Ergebnisse bislang zwei dritte Plätze waren, verpasste Landsmann Johannes Thingnes Bö (1) seinen neunten Saisonsieg um 6,1 Sekunden. Dritter wurde der fünfmalige Olympiasieger Martin Fourcade (Frankreich/+6,9/0).

Tennis: Tennisprofi Philipp Kohlschreiber hat im kalifornischen Indian Wells erstmals seit fast acht Jahren wieder das Viertelfinale eines Mastersturniers erreicht. Der 34 Jahre alte Augsburger setzte sich einen Tag nach seinem Überraschungssieg über den Weltranglistendritten Marin Cilic (Kroatien) auch gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert souverän mit 6:4, 7:6 (7:1) durch. In der Runde der letzten Acht bekommt es Kohlschreiber mit dem an Nummer sechs gesetzten Argentinier Juan Martin del Potro zu tun. Bei seinen bisherigen vier Viertelfinalteilnahmen bei den hochdotierten und hochklassig besetzten Masters-Turnieren war Kohlschreiber jeweils ausgeschieden.

Jeweils zu Beginn der Sätze nahm er dem zweimaligen Grand-Slam-Sieger im Doppel dessen Aufschlag ab und gab sich selbst nur einmal eine Blöße, als er beim Stand von 5:4 zum Match servierte. Im Tiebreak setzte sich Kohlschreiber jedoch durch und verwandelte nach 1:29 Stunden seinen ersten Matchball zum Sieg. Beim mit 7,972 Millionen Dollar dotierten Hartplatzturnier in der kalifornischen Wüste ist Kohlschreiber im Feld der Männer seit der dritten Runde der einzige Deutsche. Zuvor hatten die Zverev-Brüder Alexander und Mischa in der zweiten Runde sowie Jan-Lennard Struff (Warstein) und Peter Gojowczyk (München) zum Auftakt verloren. Bei den Frauen spielt die ehemalige Weltranglistenerste Angelique Kerber (Kiel) am Donnerstag gegen die Russin Darja Kassatkina um den Einzug ins Halbfinale. Kerber hatte im Achtelfinale die Französin Caroline Garcia mit 6:1, 6:1 deklassiert und damit ihre starke Form des Saisonstarts in Australien auch in den USA unter Beweis gestellt.

Wintersport: Zwei südkoreanische Olympia-Teilnehmer sind wegen sexueller Belästigung ihrer Teamkolleginnen vom Skiverband ihres Landes lebenslang gesperrt worden. Den beiden Ski-Freestylern Jae-woo Choi (24) und Ji-hyon Kim (23), die bei den Winterspielen in Pyeongchang am Start waren, wurden in einem ersten Schritt ihre Registrierungen als Skifahrer entzogen.

Der Vorfall soll sich bei einem Wettkampf vor wenigen Tagen in Japan ereignet haben. Dabei hätten Choi und Kim in ihrem Hotelzimmer Alkohol getrunken und ihre Mannschaftskolleginnen aus dem Nebenzimmer aufgefordert, sich ihnen anzuschließen. Als diese das ablehnten, seien Choi und Kim zudringlich und handgreiflich geworden. Die Frauen erstatteten nach der Rückkehr in ihr Heimatland Anzeige. Der in Korea populäre Choi liegt derzeit auf Platz sechs im Weltcup und war in Pyeongchang bis ins Finale gekommen. Kim war in der Qualifikation ausgeschieden.

Der Sparringspartner begehrt auf

Endlich funktioniert sein Spiel auch im Match: Philipp Kohlschreiber besiegt überraschend den Weltranglistendritten Marin Cilic. Für den Deutschen ist es eine Genugtuung. Von Jürgen Schmieder mehr...