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Sieg im Supercup:Immobile empfiehlt sich, die Flügel drehen auf

Gerade im Mittelfeld wirkte der FC Bayern anfällig, ohne Tempo, mit wenig konstruktiven Ideen im Spielaufbau. "Wir waren gegen den Ball extrem griffig", lobte Klopp dagegen sein Team. In der Defensive waren die FC-Bayern-Spieler oft zu weit weg vom Gegenspieler, in manchen Situationen dazu überfordert vom Tempo des Gastgebers. Dass es durch ein Tor von Henrikh Mkhitaryan (23.) zur Pause nur 1:0 stand, war auch schon das einzige Manko im Spiel der leidenschaftlichen Westfalen.

Mit Philipp Lahm für Thomas Müller zu Beginn der zweiten Halbzeit sollte das Bayern-Netz engmaschiger werden. Doch die Dortmunder blieben dominant. Ihr neuer italienischer Stürmer Ciro Immobile war bloß deshalb zentral ein bisschen blass, weil Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang an seinen Seiten aufdrehten. In der 62. Minute köpfelte Aubameyang eine Flanke von Lukasz Piszczek zum 2:0 ins Tor. Er jubelte, indem er aus seiner Hose eine Maske des Comic-Superhelden Spiderman zog und sie sich über den Kopf streifte. Die Angelegenheit war damit zugunsten Dortmunds erledigt. Wie bereits im vergangenen Jahr. "Wir sind jetzt Rekord-Supercupgewinner", stellte Klopp daher fest, "gibt Schlimmeres."

Am Wochenende treten die Teams im Pokal in der Fußballprovinz an. Dortmunder spielt am Samstag beim Drittligisten Stuttgarter Kickers, der FC Bayern am Sonntag beim Drittligisten Preußen Münster. Der Grad der Herausforderung ist also ähnlich und wird weitere Rückschlüsse darauf zulassen, mit welchen Erwartungen die beiden Mannschaften in die Bundesliga starten werden.

Die Aussichten des FC Bayern auf die nächsten Wochen sind seit dem Mittwochabend etwas verhaltener geworden. So sagte Trainer Guardiola: "Wir brauchen Zeit, die wir nicht haben."

© SZ vom 14.08.2014
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