Sieg des VfB Stuttgart Drei Tore aus dem Nichts

Zwei Tore gegen Frankfurt: VfB-Profi Daniel Ginczek

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Der VfB Stuttgart dreht das Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Daniel Ginczek erzielt beim 3:1-Sieg zwei Tore.
  • Hier geht es zum Datencenter und zur Tabelle der Bundesliga.
Von Matthias Schmid

Sechs Tore hatte Huub Stevens aufstellen lassen im Training. Sechs Tore auf ein nicht mal ganzes Feld. Der Trainer des VfB Stuttgart lässt wirklich nichts unversucht im Wettstreit gegen den Abstieg. Er wollte seinen Spielern in den Übungseinheiten vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt Erfolgserlebnisse ermöglichen, aus allen Lagen sollten sie schießen, mit Wucht und Raffinesse.

Dortmund erholt sich vom Juve-Schock

Borussia Dortmund gewinnt eine umkämpfte Partie in Hannover 3:2. Der SC Freiburg überrascht mit einem Erfolg gegen Augsburg und Paderborn muss sich mit einem 0:0 gegen Hoffenheim begnügen. mehr ... Überblick

Natürlich hat er es seinen Spielern nicht zu leicht gemacht, sechs Torhüter aus allen VfB-Mannschaften hatte er jeweils vor ein Tor postiert, sie sollten zwar nicht Kopf und Kragen riskieren, aber verboten war es ihnen nicht, die Bälle auch abzuwehren. "Es ist nicht so einfach zu treffen", hat der niederländische Trainer des Tabellenletzten kundgetan: "Das Toreschießen ist im Fußball das schwierigste, aber auch das schönste."

Seine unorthodoxe Spielvorbereitung brachte jedenfalls den gewünschten Erfolg. Gegen Frankfurt durften die Stuttgarter am Samstagnachmittag tatsächlich den erhabenen Moment des Torjubels erleben, sogar gleich dreimal, der VfB gewann 3:1 (0:0) und feierte den zweiten Heimsieg in dieser Saison, zuletzt hatten sie im September des vergangenen Jahres eine Partie vor heimischer Kulisse für sich entscheiden können. Die Diskussionen, ob Stevens der richtige Trainer ist, werden jetzt vor der Länderspielpause erst einmal verstummen. Letzter bleibt der VfB dennoch.

Dabei hatten sich die Stuttgarter Fußballfreunde nach den ersten trostlosen 45 Minuten noch gefragt, wie ihre Spieler in dieser Saison je wieder ein Tor schießen wollten. Sie störten zwar früh, bisweilen sogar mit fünf Spielern in der gegnerischen Hälfte, aber sobald sie an den Ball kamen, verloren sie ihn auch innerhalb von wenigen Sekunden schon wieder. Sie spielten so hibbelig und aufgeregt wie ein Haufen F-Jugendlicher beim ersten Training.