Sieben Kurven in der Formel 1Vettel entdeckt in Montreal einen Zusatzantrieb

Der Ferrari-Pilot schwärmt von der Teamleistung der Scuderia. Max Verstappen droht, Kopfstöße zu verteilen und ein kanadisches Model schwenkt die Zielflagge zu früh.

Fernando Alonso

Die beste Taktik des Rennens war die, den nächstmöglichen Flug nach Paris zu nehmen. Raus aus der Formel-1-Welt, hin zum Abenteuer der 24 Stunden von Le Mans. Sein 300. Grand Prix, mal wieder ein Rennen zum Vergessen. Das Schicksal der letzten drei Jahre scheint den Spanier einzuholen. Mit dem angestrebten Jubiläums-Pünktchen wurde es nichts. Nach 30 Runden brach der Auspuff, der zweite Ausfall in Folge, auf Platz zehn liegend. McLaren, das sich auf dem Weg nach oben wähnt, ist desillusioniert. Eine Vokabel allein reichte ihm nicht, um den derzeitigen Leistungszustand zu beschreiben: "Es ist traurig, frustrierend und enttäuschend." Ob er unter diesen Umständen überhaupt noch in der Formel 1 weiterfahren will, scheint offener denn je: "Wir werden sehen, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Aber wir brauchen mehr Leistung, damit wir wettbewerbsfähiger werden." McLaren überlegt inzwischen, ein eigenes Team für die IndyCar-Serie zu gründen. Vielleicht ist sich Teamchef Zak Brown deshalb so sicher, wenn er behauptet: "Fernando wird nächstes Jahr für uns fahren."

Bild: REUTERS 11. Juni 2018, 10:042018-06-11 10:04:01 © SZ.de/tbr/mane