Sieben Kurven in der Formel 1Ferrari-Pilot Räikkönen sorgt für Beinbrüche

Der Finne verletzt wegen eines Ampel-Fehlers einen Mechaniker beim Boxenstopp. Teamkollege Sebastian Vettel siegt im Schumacher-Style und kommentiert das Gezanke seiner Konkurrenten aus der Distanz.

Kimi Räikkönen

Der ewige Zweite bei Ferrari wäre Dritter geworden diesmal, bestenfalls. Das hätte seine Laune auch nicht besonders gehoben, denn in seinem vielleicht letzten Formel-1-Jahr ist der Finne wieder so schnell wie früher, er kommt nur nicht gegen Vettel an. In Bahrain allerdings war sein Rennen mit dem vorgezogenen zweiten Boxenstopp vorbei. Der Fahrer bekam Grün gezeigt, obwohl das Hinterrad noch nicht montiert war, dementsprechend stand ein Mechaniker auf der Wechselposition und wurde vom Räikkönens Auto erfasst. Das zeigt, wie sehr alle bei Ferrari angesichts des verrückten Rennens unter Druck standen. Räikkönen wurde sofort der Stopp-Befehl gegeben, der Verletzte mit Beinbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Er hat tags darauf die Operation gut überstanden. Das Team bekommt dafür 50.000 Dollar Strafe aufgebrummt, Räikkönen brummt selbst über die verpasste Chance: "Das Auto hat sich richtig schnell angefühlt." In solchen Situationen hilft dem Branchensenior, 38, die finnische Gelassenheit: "Was soll ich machen, außer auf das nächste Rennen zu warten?" Das ist zum Glück schon am kommenden Wochenende.

Bild: dpa 9. April 2018, 14:142018-04-09 14:14:42 © sz.de/jki