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Shorttrack:Dritter Olympiasieg für Kanadier Hamelin

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Charles Hamelin freut sich über die dritte olympische Goldmedaille.

(Foto: AFP)

Der kanadische Shorttracker Charles Hamelin ist Schnellster über 1500 Meter. Die Eishockey-Frauen der USA stehen bereits im Halbfinale. Die Halfpipe wird für die Snowboard-Wettbewerbe entschärft.

Shorttrack, Charles Hamelin: Der Kanadier Charles Hamelin hat das erste Shorttrack Gold bei den Winterspielen in Sotschi gewonnen. Der 29 Jahre alte Doppel-Olympiasieger von Vancouver 2010 setzte sich im Finale über 1500 m in 2:14,985 Minuten vor dem Chinesen Han Tianyu (2:15,055) und dem Russen Wiktor Ahn (2:15,062) durch. Hamelin war vor vier Jahren in seiner Heimat über 500 und in der Staffel erfolgreich. Der Dresdner Robert Seifert war im ersten Vorlauf in Sotschi ausgeschieden.

Eishockey, Halbfinale: Die Eishockey-Frauen der USA haben am zweiten Spieltag des olympischen Turniers mit einem Kantersieg ihre Goldambitionen untermauert. Gegen die Schweiz gewann der Weltmeister und Weltranglistenerste in der Schayba Arena von Sotschi nach einer Gala-Vorstellung mit 9:0 (5:0, 1:0, 3:0) und qualifizierte sich damit schon für das Halbfinale. Monique Lamoureux (10./34.), Amanda Kessel (11./16.) sowie Kendall Coyne (41./44.) schnürten einen Doppelpack. Die weiteren Treffer steuerten Brianna Decker (11.), Hilary Knight (15.) und Alex Carpenter (56.) bei. Ärgster Widersacher im Kampf um Gold dürfte für die USA einmal mehr das kanadische Team sein, das sich mit den USA bislang alle WM-Titel und Olympiasiege aufgeteilt hat und am Montag (16.00/19.00 Uhr MEZ/OZ) gegen Finnland spielte. Mit einem Sieg würde sich Kanada ebenfalls vorzeitig für das Halbfinale qualifizieren.

Rodeln, Training: Die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) haben bei den Olympischen Winterspielen auch den zweiten Trainingstag dominiert. Die Weltmeister fuhren in den Trainingsläufen drei und vier erneut die Bestzeiten heraus und gehen als absolute Goldfavoriten in den Wettkampf am Mittwoch. Das zweite deutsche Duo Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) hat dagegen noch immer leichte Probleme mit der Bahn im Sanki Sliding Center. Die WM-Zweiten mussten sich mit den Plätzen drei und zwölf zufrieden geben.

Snowboard, Halfpipe: Nach Beschwerden mehrerer Snowboarder wird die olympische Halfpipe entschärft. Das Training am Montag wurde wegen der Arbeiten um mehrere Stunden verschoben. "Die Halfpipe ist noch nicht im optimalen Zustand. Aber ich denke, für morgen sollte es passen", sagte der deutsche Johannes Höpfl vor der Entscheidung am Dienstag. Auch Bundestrainer David Selbach unterstützte die Kritik der Athleten. Auch der zweimalige Olympiasieger Shaun White oder sein amerikanischer Teamkollege Danny Davis hatten sich beklagt, dass die Pipe an den Seiten zu steil sei und es damit zu flachen, harten Landungen käme. Dass Arbeiten an der Piste vorgenommen werden, ist ähnlich wie beim Slopestyle in den Tricksportarten üblich.

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Curling, Vorrunde: Deutschlands Curler haben bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi eine Auftaktüberraschung gegen Kanada nur knapp verpasst. Das Hamburger Team um Skip John Jahr musste sich dem Goldmedaillengewinner von Vancouver am Montag 8:11 geschlagen geben, verlangte den Nordamerikanern dabei aber alles ab. "Wir waren hier immer auf Tuchfühlung, und die Kanadier sind vielleicht das beste Team der Welt", erinnerte Jahr und resümierte nach seiner Olympia-Premiere: "Der Start war gut, ich bin ganz zufrieden."

Im "Ice Cube" lagen die Deutschen nach dem dritten End sogar mit 4:2 in Führung, ehe sich einige kleine Fehler einschlichen. Im achten und neunten End kamen die Außenseiter nochmals heran, doch mit dem letzten Stein rettete der Favorit um Skip Brad Jacobs den Sieg gegen die Hanseaten.

Nordische Kombination, Springen: Frühlingstemperaturen in der Olympia-Region haben am Montag zur Verschiebung des Sprungtrainings der Nordischen Kombinierer geführt. Wegen zu weichen Schnees im Landebereich der Normalschanze musste der erste von drei Versuchen abgesagt werden. "Die Schanze war nicht ausreichend präpariert. Wir haben uns daher aus Sicherheitsgründen zur Absage entschieden", sagte der russische Wettkampf-Manager Nikolai Petrow. Die übrigen beiden Durchgänge sollten zu einem späteren Zeitpunkt gestartet werden. Die deutschen Kombinierer um Gold-Favorit Eric Frenzel waren davon nicht betroffen. Sie hatten auf das Schanzentraining verzichtet.

Langlauf, Sprint: Die deutschen Langläufer besetzen alle Plätze bei der olympischen Sprint-Entscheidung am Dienstag in Krasnaja Poljana. Bundestrainer Frank Ullrich gab bekannt, dass auch Claudia Nystad (Oberwiesenthal) und Thomas Bing (Dermbach) die Qualifikation für das Freistil-Rennen in Angriff nehmen. Als feste Starter hatte er schon vor Olympia die Spezialisten Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Lucia Anger (Oberstdorf) und Hanna Kolb (Buchenberg) bei den Frauen sowie Josef Wenzl (Zwiesel), Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) und Tim Tscharnke (Biberau) bei den Männern nominiert. Nystad bestreitet acht Jahre nach ihrem Olympia-Silber im Sprint von Turin wieder ein Kurzstrecken-Einzelrennen bei einem Großereignis. 2003 war sie bei der WM in Val di Fiemme ebenfalls Zweite in der freien Technik geworden. Bei Olympia in Vancouver vor vier Jahren hatte Nystad gemeinsam mit Evi Sachenbacher-Stehle Gold im Teamsprint gewonnen.

Eiskunstlauf, Teamwettbewerb: Russlands Eiskunstläufer um Jewgeni Pluschenko haben in Sotschi die olympische Premiere des Team-Wettbewerbs gewonnen. Silber ging an Kanada, die USA holten sich die Bronzemedaille. Das Team der Deutschen Eislauf-Union hatte sich nicht für das Kürfinale qualifiziert und war als Achter nach dem Kurzprogramm ausgeschieden. Als erster Eiskunstläufer gewann Pluschenko damit bei vier Winterspielen nacheinander jeweils eine Medaille. Mit seinem Sieg in der Herren-Kür legte der 31-Jährige trotz gesundheitlicher Probleme den Grundstein zum ungefährdeten Triumph, der sogar schon vor dem letzten Durchgang feststand.

© sz.de/SID/dpa/schma

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