Serie A:Inter-Fans sauer

Gegen einen möglichen Transfer von Torjäger Lukaku zu Chelsea formieren sich Proteste. Tifosi zeigten etwa vor dem Inter-Hauptquartier Transparente mit Parolen gegen die Vereinsspitze. Im Raum steht eine Ablösesumme von 130 Millionen Euro.

Die Anzeichen für einen Transfer von Weltklasse-Stürmer Romelu Lukaku, 28, vom italienischen Meister Inter Mailand zum Champions-League-Gewinner FC Chelsea verdichten sich. Laut Gazzetta dello Sport teilte der Belgier Inter seinen Wunsch nach einer Rückkehr auf die Insel mit. Chelsea bietet den Mailänder angeblich eine Ablöse von 105 Millionen Euro - und dazu den spanischen Linksverteidiger Marcos Alonso, der für Chelseas Trainer Thomas Tuchel entbehrlich wäre.

Lukaku war 2019 vom englischen Rekordmeister Manchester United zu Inter gewechselt, sein Vertrag gilt bis 2024. In der vergangenen Saison hatte der bullige Angreifer mit 24 Toren maßgeblichen Anteil an Inters Meistertitel. Chelsea hatte die Königsklasse ohne echten Neuner gewonnen und würde sich mit Lukaku nochmals relevant verstärken. Die Londoner hatten sich auch um Borussia Dortmunds Torjäger Erling Haaland bemüht.

Dem Vernehmen nach will Inter-Präsident Steven Zhang Lukaku bei einer Offerte ab 130 Millionen Euro vorzeitig ziehen lassen. Gegen diese Haltung des chinesischen Klubbosses regt sich allerdings Widerstand im Klub und bei den Fans. Die Tifosi zeigten vor dem Inter-Hauptquartier und dem Meazza-Stadion Transparente mit Parolen gegen die Vereinsspitze, die kürzlich noch alle Spekulationen über einen Verkauf des Torjägers dementiert hatte. Auch der neue Inter-Trainer Simone Inzaghi warnt, dass die Mannschaft ohne Lukaku an Konkurrenzfähigkeit verlöre.

Dennoch bemüht sich Inter seinerseits um Verstärkung für den Sturm. Laut Medienberichten denkt man über den früheren Wolfsburger Edin Dzeko von AS Rom und über den Kolumbianer Duvan Zapata von Atalanta Bergamo nach. Sogar über einen Dreier-Ringtausch von Mittelstürmern wird spekuliert, denn Bergamo soll als Zapata-Ersatz Tammy Abraham im Auge haben - vom FC Chelsea.

© SZ vom 06.08.2021 / sid, sz
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