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Sebastian Vettel wird Vierter beim GP von China:Knapp am Podium vorbeigerast

F1 Grand Prix of China - Practice

Am Ende knapp Vierter: Sebastian Vettel in Shanghai. 

(Foto: Getty Images)

Platz drei verpasst, WM-Führung behauptet: Sebastian Vettel gelingt in Shanghai nach misslungenem Qualifying ein weiter Sprung nach vorne, weil die Taktik von Red Bull zunächst aufgeht. Nur ein später letzter Stop verhindert am Ende mehr. Alonso präsentiert sich unbezwingbar, Räikkönen und Hamilton landen dahinter.

Fernando Alonso hat sich im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft zurückgemeldet und beim Großen Preis von China seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der Ferrari-Pilot hatte im Reifenpoker von Shanghai die besten Karten in der Hand und fuhr nach seinem Ausfall zuletzt in Malaysia einen ungefährdeten Triumph ein. Sebastian Vettels Taktik, zunächst mit den härteren Reifen lange fahren zu wollen, zahlte sich ebenso aus. Von Startplatz neun schoss der Weltmeister in seinem Red Bull nach vorne und landete auf Platz vier.

"Reifenflüsterer" Kimi Räikkönen, der bei Red Bull zur kommenden Saison als Vettel-Kollege im Gespräch ist, fuhr ein fehlerloses Rennen und brachte seinen Startplatz zwei nach Hause. Mercedes-Star Lewis Hamilton konnte seine glänzende Vorstellung aus dem Qualifying nicht ganz wiederholen und wurde Dritter - wie vor drei Wochen in Sepang. Für Alonso war es der erste Sieg nach einer knapp neunmonatigen Durststrecke. Zuletzt hatte der Spanier in Hockenheim gewonnen.

Durch seinen zweiten Triumph in China nach 2005 zog er nach Siegen zudem mit Nigel Mansell (England) gleich und liegt nun auf dem vierten Platz der ewigen Siegerliste (31 Erfolge). Alonso hatte sich zuvor als einziger der Top-Fahrer nicht über die Reifen beschwert. Wie erwartet, wurde das Rennen am Ende über die Strategie entschieden. In der WM-Wertung hat Vettel (45 Punkte) nun nur noch sechs Zähler Vorsprung auf Räikkönen, Dritter ist Hamilton (31) vor Alonso (28).

Vorjahressieger Nico Rosberg musste eine herbe Enttäuschung wegstecken. Wegen technischer Probleme rollte er mit seinem Silberpfeil zur Halbzeit in die Box und stieg aus. Schon das erste Rennen in Melbourne konnte der Wiesbadener nicht beenden. "Das ist sehr, sehr schlecht. So wird es immer schwieriger, den Rückstand aufzuholen", sagte er. Auch für Adrian Sutil (Gräfelfing/Force India) war das Rennen bereits in der fünften Runde beendet, nachdem ihm Esteban Gutierrez (Mexiko/Sauber) ins Heck gerauscht war. An dem Wagen (Hinterradbremse) des Deutschen brach in der Box daraufhin sogar ein kleines Feuer aus.

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