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Schwimmen:Acht Jahre Dopingsperre für Sun Yang

Cas sperrt Sun Yang für acht Jahre

Verurteilt: Chinas Schwimm-Olympiasieger Sun Yang.

(Foto: dpa)

Weil er eine Dopingprobe mit einem Hammer zerstören ließ, wird Chinas Schwimmer vom Internationalen Sportgerichtshof lange gesperrt. Sun kündigt Einspruch an und klagt: "Das ist unfair."

Der dreimalige Schwimm-Olympiasieger Sun Yang ist als Wiederholungstäter vom Internationalen Sportgerichtshof Cas mit einer Dopingsperre von acht Jahren belegt worden. Damit darf der 28 Jahre alte Chinese nicht an den Olympischen Spielen im Sommer in Japan antreten, auch seine aktive Karriere dürfte mit dem Schiedsspruch beendet sein.

Sun kündigte kurz nach dem Urteil einen Einspruch an. "Das ist unfair. Ich glaube ganz fest an meine Unschuld", sagte der elfmalige Weltmeister der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua: "Ich werde auf jeden Fall Einspruch einlegen, damit mehr Menschen die Wahrheit erfahren."

Sun war bereits 2014 positiv auf das Dopingmittel Trimetazidin getestet und mit einer Drei-Monats-Sperre belegt worden. Seine zwei bei der WM im vergangenen Sommer im südkoreanischen Gwangju errungenen Goldmedaillen über 200 und 400 m darf der Freistilschwimmer laut Cas-Urteil aber behalten, unter anderem weil der Schwimm-Weltverband Fina eine Anklage gegen Sun oder zumindest eine vorläufige Sperre vermieden hatte.

Der Cas folgt der Argumentation der Wada

Der Cas folgte weitestgehend den Ausführungen der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada von der zehnstündigen öffentlichen Anhörung am 5. November 2019. Die Seite von Sun hatte argumentiert, dass bei der unangemeldeten Kontrolle in der Nacht zum 5. September in Suns Anwesen in der ostchinesischen Provinz Zhejiang, an deren Ende eine mit dem Hammer zerstörte Blutprobe stand, das dreiköpfige Kontrollteam des weltweit operierenden schwedischen Anti-Doping-Dienstleisters IDTM sich nicht ausreichend ausgewiesen habe und der Test damit nichtig gewesen sei. Die Cas-Richter betonten jedoch in ihrem Urteil, das Personal habe über "alle geltenden Anforderungen" verfügt.

Sun hatte zwar eine Blutprobe abgegeben, das Behältnis wurde nach einem Fina-Bericht aber später von Suns Wachmann mit einem Hammer zerstört. Der Schwimmer selbst habe daneben gestanden und mit der Taschenlampenfunktion seines Handys Licht gespendet.

Die Fina, die schon in der Vergangenheit mit ihrer laschen Anti-Doping-Politik in die Kritik geraten war, hatte nach einer Anhörung im Januar 2019 von einer Strafe für Asiens Vorschwimmer abgesehen und Sun lediglich verwarnt. Dagegen hatte die Wada Einspruch vor dem Cas eingelegt.

© SZ.de/sid/ska/ebc
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