Schwimmen:College-Sieg für Transgender-Athletin

Schwimmerin Lia Thomas hat bei den US-College-Meisterschaften in Atlanta einen historischen Sieg errungen: Mit ihrem Triumph über die 500 Yards Freistil ist sie die erste Transgender-Athletin, die einen Titel in der höchsten Kategorie der National Collegiate Athletic Association (NCAA) erringen konnte. Der Erfolg der Sportlerin von der University of Pennsylvania wurde allerdings von Protesten begleitet. Vor dem Wettkampf bekundete eine kleine Gruppe von Demonstranten mit Transparenten ihren Unmut über Thomas' Teilnahme. Sie traten eigenen Angaben zufolge für "fairen Sport für Mädchen und Frauen" ein. Auch mehrere ihrer Teamkolleginnen vertreten die Meinung, dass Thomas einen unfairen physiologischen Vorteil besitze und von der Teilnahme an Wettkämpfen ausgeschlossen werden sollte. Nach dem Rennen erhielt Thomas, die vor wenigen Jahren noch als Mann angetreten ist, nur verhaltenen Applaus. "Ich versuche, es so weit wie möglich zu ignorieren, mich auf mein Schwimmen zu konzentrieren und alles andere auszublenden", sagte Thomas nach dem Rennen im McAuley Aquatic Center. "Ich hatte keine großen Erwartungen an diesen Wettkampf. Ich war einfach nur glücklich, hier zu sein." Vergangenen Monat hat der US-amerikanische Schwimmverband USA Swimming neue Richtlinien vorgestellt, die unter anderem einen strengeren Testosteron-Grenzwert vorsehen. Diese kamen nun aber noch nicht zur Anwendung.

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