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Schwimm-WM:Deutsche Wasserballer verpassen Überraschung knapp

Schwimm-WM 2019

Für die deutschen Wasserballer ist die WM trotz starker Leistungen vorbei.

(Foto: dpa)

Gegen Weltmeister Kroatien ist im Viertelfinale Schluss. Olympiasiegerin Katie Ledecky verzichtet auf den Start im 1500-m-Finale. Werder Bremen bleibt dem umstrittenen Unternehmen Wiesenhof treu.

Wasserball, WM: Die deutschen Wasserballer sind bei der Weltmeisterschaft in Südkorea im Viertelfinale gescheitert. Das Team von Bundestrainer Hagen Stamm unterlag dem Titelverteidiger Kroatien am Dienstag nach starker Leistung mit 8:10 (2:1, 1:3, 3:3, 2:3). Den Sprung unter die besten Vier hatte die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) zuletzt 1982 in Ecuador geschafft, als sie mit Bronze ihre einzige WM-Medaille gewann.

Bester Werfer der deutschen Mannschaft war der Spandauer Lucas Gielen mit drei Treffern. Der starke Torhüter Moritz Schenkel hielt das Stamm-Team mit starken Paraden lange im Spiel. Nach dem ersten Viertel führte der Außenseiter mit 2:1. Zur Halbzeit lag der Olympiasieger von 2012 knapp vorne, danach drehte der Favorit auf. Doch Deutschland kämpfte sich noch einmal heran. In die Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht startet die DSV-Auswahl am Donnerstag (7.00 Uhr MESZ) gegen Serbien. Das Viertelfinale hatte sie durch den 25:5-Rekordsieg gegen Südafrika erreicht - zum ersten Mal seit 2011.

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Damit hatte die deutsche Mannschaft ihr WM-Ziel bereits erreicht. "Unser Traum war, unter die ersten Acht zu kommen", sagte Stamm, der Ende 2016 zum zweiten Mal als Bundestrainer angetreten war: "Wir haben geliefert." Das nächste Ziel sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Dafür will die DSV-Sieben im Frühjahr beim Qualifikationsturnier in Rotterdam ihr Ticket buchen.

Bremen, Fußball: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat den Vertrag mit seinem Hauptsponsor Wiesenhof um weitere zwei Jahre verlängert. Der Geflügelkonzern ist bereits seit 2012 Trikotpartner der Bremer. Der neue Vertrag ist bis zum Ende der Saison 2021/22 gültig, teilte der Verein am Montag mit. "Dass Wiesenhof weiter an Bord bleibt, ist für Werder Bremen enorm wichtig. Sie sind ein Partner, der uns im letzten Jahrzehnt durch alle Höhen und Tiefen begleitet hat", lässt sich Klaus Filbry zitieren, Werders Vorsitzender der Geschäftsführung. Zu Beginn der Partnerschaft vor sieben Jahren hatten Werder-Fans und Tierschützer noch vehement gegen den Trikotsponsor protestiert. Nach dem Ablauf des neuen Vertrages wird das Wiesenhof-Logo aber zehn Jahre lang auf den Bremer Trikots zu sehen gewesen sein und damit länger als jeder andere bisherige Hauptsponsor der Vereinsgeschichte.

Schwimm-WM: Die Medaillenchancen der Freiwasser-Staffelweltmeisterin Sarah Köhler im WM-Finale über 1500 m Freistil am Dienstag (ab 13.00 Uhr MESZ) sind gestiegen. Die fünfmalige Olympiasiegerin Katie Ledecky verzichtet aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start. Das bestätigte der US-Schwimmverband am Dienstagmorgen (Ortszeit). Schon den 200-m-Vorlauf am Dienstagmorgen hatte die 22 Jahre alte Amerikanerin, die sich am Sonntag über die doppelte Distanz überraschend der Australierin Ariarne Titmus geschlagen geben musste, ausgelassen. "Katie fühlt sich seit ihrer Ankunft in Gwangju am 17. Juli nicht gut", ließ der US-Verband verlauten, "und diese Vorsichtsmaßnahmen dienen dazu, ihr Wohlgefühl und ihre schnelle Genesung sicherzustellen und ihr zu ermöglichen, sich mit Energie auf das restliche Programm zu konzentrieren."

Schwimm-WM: Bei den Weltmeisterschaften hat die nächste junge Schwimmerin eine Favoritin gestürzt. Einen Tag nach der überraschenden Niederlage der amerikanischen Seriensiegerin Katie Ledecky gegen die 18-jährige Australierin Ariarne Titmus über 400 Meter Freistil schwamm am Montag eine 19-jährige Kanadierin ins Rampenlicht von Gwangju. Margaret MacNeil schlug über 100 Meter Schmetterling nach 55,83 Sekunden an und verwies die schwedische Olympiasiegerin Sarah Sjöström mit 0,39 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Sjöström verpasste es, als erste Frau fünf Titel nacheinander über eine Strecke zu gewinnen.

Der Ungarin Katinka Hosszu glückte der vierte Sieg nacheinander über 200 Meter Lagen. Sie gewann in 2:07,53 Minuten. Der Brite Adam Peaty kam im Finale über 100 Meter Brust am Montag in Gwangju zwar nicht an seinen Weltrekord aus dem Halbfinale heran, holte sich in 57,14 Sekunden aber seinen dritten WM-Titel in dieser Disziplin in Serie. Der Amerikaner Caeleb Dressel, siebenmaliger Champion der WM 2017, gewann über 50 Meter Schmetterling in 22,35 Sekunden den ersten Titel in dieser Disziplin für sein Land.

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