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Schweiz:Erlösung in Genf

Euro 2020 Qualifier - Group D - Switzerland v Republic of Ireland
(Foto: John Sibley/Action Images via Reuters)

Dreimal haben die Eidgenossen Spiele in letzter Sekunde aus der Hand gegeben und schienen damit die EM-Qualifikation schon verjuxt zu haben. Doch nach dem Sieg über Irland haben die Schweizer nun wieder alle Trümpfe in der Hand.

Es waren schwierige Monate für die Nationalmannschaft der Schweiz in der Qualifikation zur EM 2020. Im engen Dreikampf mit Irland und Dänemark um die beiden Turnierstartplätze der Gruppe D hatten die Eidgenossen in den direkten Duellen dreimal Punkte hergeschenkt, jeweils durch späte Gegentore: In Irland kassierten sie kurz vor Schluss das 1:1, gegen Dänemark wurde daheim ein 3:0- Vorsprung verjuxt (3:3) - und beim Rückspiel in Kopenhagen vorigen Samstag gab es trotz klarer Überlegenheit ein 0:1. Entsprechend angespannt war die Lage vor dem Schlüsselspiel am Dienstagabend in Genf gegen Irland. Doch nach ihrem 2:0-Sieg haben die Schweizer nun wieder alle Trümpfe in der Hand. "Wir sind sehr happy, nachdem in den letzten Wochen viel auf uns eingeprasselt ist", sagte Torwart Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach. Stürmer Haris Seferovic (im Bild links, beim Torjubel mit Stephan Lichtsteiner) erzielte das frühe 1:0 (16.). Aber erneut mussten die Schweizer zittern, bis ein Eigentor in der Nachspielzeit das erlösende 2:0 sicherte. Zuvor hatte der frühere Wolfsburger Rodriguez (AC Mailand) einen Handelfmeter verschossen. Die Schweiz bleibt zwar Tabellendritter, in den November-Spielen gegen Georgien und Gibraltar reichen jedoch vier Punkte für die EM-Qualifikation. Irland muss nun sein "Endspiel" gegen Dänemark gewinnen, um 2020 dabei zu sein.