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Schwedens Zlatan Ibrahimovic:Zweikämpfe mag Ibrahimovic nicht

Es ist noch nicht so lange her, dass die DFB-Elf einem Spieler begegnet ist, der auch aus einer Zone schoss, aus der kein Mensch sonst schießen würde. Mario Balotelli, der extraordinäre Italiener, hat die Deutschen mit ähnlich verrückten Einfällen aus der EM vertrieben, und diese Parallele ist es, die die Deutschen doppelt auf der Hut sein lässt. "Ibrahimovic ist einer von etwa zehn Spielern auf der Welt, die ein Spiel mit einer einzigen Aktion alleine entscheiden können", sagt Hansi Flick.

Die Manndeckung ist abgeschafft im Fußball, und so wird Ibrahimovic ein Fall für alle sein. Im Nationalteam spielt er ja meist hinter einem klassischen Angreifer, und so werden es die deutschen Sechser ebenso mit ihm zu tun bekommen wie Innen- und Außenverteidiger. "Wichtig ist, dass wir seine Drehungen verhindern", sagt Flick, denn das kann Ibrahimovic wie kaum ein Zweiter: sich mit dem verlängerten Rücken Platz verschaffen und dann ein filigranes Pässchen ins Gässchen spielen.

Der angeschlagene Sechser Sami Khedira wird wohl passen müssen, Toni Kroos soll ihn ersetzen. Kroos ist eher der Künstlertyp, aber er weiß, dass er Ibrahimovic in Zweikämpfe verwickeln muss. Das mag der Schwede nicht, und wenn er die Lust verliert, kann es passieren, dass er auch mal deutlich länger als 20, 30 Sekunden auf der Stelle steht.