Schiedsrichter:Siebert droht WM-Aus

Eigentlich hätte der deutsche WM-Schiedsrichter Daniel Siebert nach dem Aus der DFB-Elf im Turnier nun freie Bahn. Doch Uruguays Rüpel könnten weitere Einsätze des 38-Jährigen aus Berlin verunmöglicht haben. Aufgebrachte Spieler attackierten Siebert nach strittigen Entscheidungen bei Uruguays 2:0-Sieg gegen Ghana, der für das Weiterkommen um ein Tor zu niedrig ausfiel. Sieberts früherer Kollege Manuel Gräfe wertete die Verweigerung eines Elfmeters in der Schlussminute nach einem Zweikampf mit Uruguay-Stürmer Cavani als Fehlentscheidung. Der ZDF-Experte twitterte: "Eine sonst richtig gute Leistung in einem sehr schwierigen Spiel - aber das wird leider dazu führen, dass er kein weiteres Spiel erhalten wird. So ist das Los des Schiedsrichters, erst recht bei einer WM." DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich lobte hingegen Sieberts Auftritt ("gut gemeistert") und hielt auch alle Elfmeterentscheidungen für "richtig". Wütende Uruguayer hatten sogar Stadioninventar zerstört.

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