Trotz souveräner Spielleitung ist Schiedsrichter Felix Zwayer nach dem EM-Duell zwischen Italien und Albanien (2:1) von seinem Ex-Kollegen Manuel Gräfe erneut scharf angegriffen worden. „Dieses Spiel wird als eine große Schande in die glorreiche Geschichte der deutschen Schiedsrichter der letzten Jahrzehnte eingehen“, schrieb Gräfe beim Kurznachrichtendienst X. Ein Schiedsrichter, der in Spielmanipulation verwickelt gewesen sei „und darüber sechs Monate lang bis zum letzten Moment schwieg“, schrieb Gräfe weiter, „wird von DFB/UEFA (Nulltoleranz bei Spielmanipulationen?!) für die EM nominiert und für dieses Spiel angesetzt“. Das passe „in diese seltsame Zeit, in der Verbindungen wichtiger sind als Werte und Leistungen“. Zwayer hatte den Wettskandal um Robert Hoyzer im deutschen Fußball 2005 mit ins Rollen gebracht. Er wurde aber selbst für sechs Monate gesperrt, weil er dessen Spielmanipulationen erst mit Verspätung anzeigte.