Mit einer seiner ersten Amtshandlungen hat sich Knut Kircher im Amateurfußball ziemlich beliebt gemacht. Deutschlands neuer Schiedsrichter-Chef (offiziell: Geschäftsführer der DFB-Schiedsrichter-GmbH) kündigte an, dass in der Bundesliga künftig falsche Einwürfe strenger geahndet werden sollen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, aber es war immer ein mittelschweres Ärgernis von Jugend-, Kreis- und Bezirksliga-Schiedsrichtern, wenn sie auf den Dorfsportplätzen Spieler maßregelten, beim Abwurf bitte beide Füße auf dem Boden zu lassen. Die Ermahnten rollten dann genervt mit den Augen und verwiesen zu Recht darauf, dass es im Profifußball doch keinen juckt. Wer Bundesligaspiele mit Regelblick verfolgte, erkannte in der Tat in fast jedem Spiel mindestens einen ungeahndeten falschen Einwurf. Damit soll jetzt Schluss sein. Ebenso soll die Sechs-Sekunden-Regel strenger durchgesetzt werden, die besagt, dass der Torwart den Ball nur diese Zeitspanne lang in den Händen halten darf.
MeinungSchiedsrichter in der Bundesliga:Der neue Schiedsrichterchef muss zwei Probleme anpacken: VAR und Handspiel
Kommentar von Martin Schneider
Lesezeit: 2 Min.

Knut Kircher steht als neuer deutscher Schiedsrichterchef vor schwierigen Aufgaben. Dabei ist er nicht nur als Pragmatiker, sondern auch als Kommunikator gefragt.
Lesen Sie mehr zum Thema
