Schalker Sieg gegen Freiburg:Königsblaues Sparprogramm

FC Schalke 04 v SC Freiburg - Bundesliga

Torschütze mit Schnuller im Mund: Schalkes Farfan feiert seinen Treffer zum 2:0.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Ein kurioses Eigentor des Gegners, ein Foulelfmeter, sonst recht wenig: Schalke gewinnt ein zerfahrenes Spiel gegen harmlose Freiburger mit 2:0 und verkürzt den Rückstand auf die Champions-League-Plätze. Trainer Keller freut sich über einen Erfolg, der ihm den Job retten könnte.

Ein Eigentor und ein Elfmeter - so einfach geht es manchmal im Fußball. In diesem Fall profitierte der FC Schalke von zwei Fehlern des SC Freiburg. Die Gelsenkirchener gewannen beim Jubiläum ihres Trainers Jens Keller gegen die Breisgauer mit 2:0 (1:0). Ein Jahr nach Kellers Amtsantritt auf Schalke belegen die ambitionierten Königsblauen nun Rang sechs und damit zumindest einen Europa-League-Startplatz. Nach den Problemen in den vergangenen Wochen scheint sich beim Ruhrpottklub zum Jahresende doch wieder alles einzurenken.

Die Freiburger bleiben nach der fünften Pflichtspielniederlage in Serie auf Relegationsplatz 16 der Bundesliga. Vor einem Jahr noch hatten die Gäste mit einem 3:1 bei Schalke die Trennung von Huub Stevens besiegelt. Dessen unter Druck geratener Nachfolger Jens Keller darf nun dank Nicolas Höflers schrägem Eigentor (44. Minute) und Jefferson Farfáns (67.) Strafstoß einen glanzlosen Sieg feiern.

60.661 Zuschauer sahen eine äußerst niveau- und ereignisarme erste Halbzeit, zu der das Eigentor am Ende passte. Höfler verlängerte einen Eckball von Farfán zum Entsetzen seiner Teamkollegen unbedrängt ins eigene Netz. Auf spielerischem Weg hatte sich bis dahin keine der beiden Mannschaften eine klare Torchance erspielen können. Die zumindest defensiv stabil agierenden Gäste brachten den Ball nicht einmal gefährlich Richtung Schalker Gehäuse.

Die Hausherren präsentierten sich ohne die verletzten beziehungsweise gesperrten Julian Draxler, Benedikt Höwedes und Atsuto Uchida eine Hälfte lang ideenlos, unpräzise und ohne Zug zum Tor. Keller hatte Ersatzkapitän Kevin-Prince Boateng erneut ins defensive Mittelfeld beordert, neu in die Startelf waren nach dem Champions-League-Weiterkommen gegen den FC Basel Adam Szalai, Tim Hoogland und Christian Fuchs gerückt. Freiburgs Coach Christian Streich hatte im Vergleich zum Europa-League-Aus gegen den FC Sevilla nur Offensivkraft Karim Guédé neu in die Anfangsformation gestellt.

Die zuletzt offensiv harmlosen Breisgauer begannen mutig, kamen aber nicht zum Abschluss und überließen Schalke immer mehr die Initiative. Mehr als Versuche von Szalai (23.) und Fuchs (30.) kamen zunächst nicht heraus. Freiburgs Torwart Oliver Baumann musste erst nach einem Freistoß von Fuchs gegen Felipe Santana eingreifen (33.). Der Innenverteidiger hatte aus Nahdistanz Richtung Tor verlängert. Der Sportclub musste nach dem Rückstand mehr nach vorn tun. Pavel Krmas köpfte vorbei, als der Innenverteidiger nach einem Eckball vor Schalke-Torwart Ralf Fährmann am Ball war (51.).

Die Partie war nun etwas lebhafter und entschied sich binnen zwei Minuten: Der Kopfball von Matthias Ginter (67.) zum möglichen Ausgleich flog knapp am Schalker Pfosten vorbei, auf der anderen Seite fiel Max Meyer nach einer Attacke an der Strafraumgrenze. Farfán verwandelte sicher, wenig später scheiterte Meyer mit einem Fallrückzieher an Torhüter Baumann. Für Freiburg konnte auch der eingewechselte Ex-Schalker Mike Hanke keine Wende mehr herbeiführen. Keller wechselte am Ende Kyriakos Papadopoulos ein. Der Grieche feierte nach mehr als einem Jahr Pause wegen Kniebeschwerden sein Comeback in der Bundesliga.

© SZ.de/dpa/jbe
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