Matthias Blübaum wirkt nicht sonderlich aufgeregt, als er sich Anfang März aus seinem Arbeitszimmer in Bielefeld zum Videocall meldet. Zu diesem Zeitpunkt sind es gut drei Wochen bis zum größten Wettkampf seiner Karriere, dem WM-Kandidatenturnier, das an diesem Wochenende beginnt. Zwischen ihm und dem wichtigsten Match der Schachwelt liegen theoretisch nur noch 14 Partien. Doch Blübaum sagt: „Man darf sich nicht zu viel Druck machen.“ Notwendig in der Vorbereitung sei eine „vernünftige Balance“ – er „arbeite sehr viel an Schach, aber ein bisschen Ausruhen ist auch wichtig“.
WM-Chancen für Matthias BlübaumEiner für die Schach-Geschichte
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Matthias Blübaum könnte sich beim Kandidatenturnier als erster Deutscher seit mehr als 100 Jahren für die Schach-WM qualifizieren. Annäherung an einen, der am Brett kein Künstler, sondern ein Arbeiter ist.
Von David Kulessa
